Oberligist hält beim 25:33 gegen SG VTB/Altjührden nicht mit / Neun Linné-Tore

HSG Barnstorf/Diepholz vorgeführt

Ab durch die Mitte: Barnstorfs Rückraumakteur Jakub Anuszewski behauptete sich in dieser Szene gegen Altjührdens Dennis Summa (l.) und Renke Bitter (r.). Der Youngster trug sich beim 25:33 dreimal in die Torschützenliste ein.

Diepholz - Von Matthias Borchardt. Die Oberliga-Handballer der HSG Barnstorf/Diepholz knüpften am Samstag in der Diepholzer Mühlenkamphalle nicht an die Leistungen aus den Heimspielen gegen den VfL Fredenbeck (28:24) und den ATSV Habenhausen (30:21) an, verloren vor 250 Zuschauern gegen den starken Drittliga-Absteiger SG VTB/Altjührden mit 25:33 (10:16). „Wir haben vorn und hinten nicht unseren Rhythmus gefunden, waren gegen den spielerisch starken Gegner nicht da. Außerdem haben wir Varels Rückraum nicht in den Griff bekommen. Der Gegner war uns in allen Belangen überlegen“, analysierte Barnstorfs Trainer Dag Rieken.

Ähnlich sah es Linkshänder Jan Linné, mit neun „Buden“ bester Werfer beim Tabellenelften: „Wir haben in der Abwehr keinen Zugriff bekommen, sind nicht so ins Spiel gekommen. Varel hat vorn viel ruhiger gespielt.“

Altjührdens Trainer Christian Schmalz strahlte nach der Partie trotz personeller Probleme: „Das war phänomenal, unsere beste Auswärtsleistung.“ Die Gäste hatten in Dennis Summa einen herausragenden Rückraumakteur in ihren Reihen. Der 25-Jährige erzielte satte 13/6 Tore, übernahm immer wieder Verantwortung in der zweiten Reihe. Auch der 22-jährige Linkshänder Jonas Rohde (7) ließ es mehrfach krachen. Und im Tor parierte Rasmus Orts mehrere Bälle. Nur bei den Schlagwürfen von Linné sah der 27-Jährige das eine oder andere Mal nicht gut aus.

Gleich in den Anfangsminuten wehrte Orts einen Strafwurf von Kamil Chylinski ab, hielt danach auch Bälle von Kevin Heemann, Saulius Liutikas und Andrius Gervé. Der Tabellendritte machte es besser, führte nach einem Rohde-Treffer mit 5:2 (8.). An diesem Drei-Tore-Vorsprung änderte sich bis zum 10:7 (19.) nichts. Anschließend fingen sich die Gastgeber: Gervé vom Kreis, Heemann per Tempogegenstoß und Jakub Anuszewski durch die Mitte glichen mit drei Toren hintereinander zum 10:10 (21.) aus. Es folgte eine schwache Phase der Heimmannschaft, die zu viele Fehler beging. Summa nutzte seine Freiheiten im Rückraum, hatte maßgeblichen Anteil am 6:0-Lauf seiner Mannschaft bis zur Pause – 16:10.

Nach dem Wechsel beendete Linné die zehnminütige Funkstille im Angriff mit dem Tor zum 11:16 (31.). Eng wurde es nicht mehr, denn zum einen kassierten die Barnstorfer mehrere Zeitstrafen, zum anderen warfen sie zu viele Fahrkarten. Der übermotivierte Heemann handelte sich beim Stand von 19:25 nach der dritten Zwei-Minuten-Strafe die Rote Karte ein (47.). Chylinski gelang zwar das 21:26 (50.), doch Kevin Langer, Aydrian Dröge und Renke Bitter legten postwendend zum 29:21 (54.) nach. Auch Bitter sah noch nach der dritten Zeitstrafe die Rote Karte (56.), doch zu diesem Zeitpunkt war die Begegnung schon längst entschieden.

Beim Verlierer gehörten Linné und Mittelmann Anuszewski (3) zu den Lichtblicken. Der Rest blieb unter seinen Möglichkeiten. Linksaußen Lars von Kamp, der am linken Flügel verhungerte, nahm kein Blatt vor den Mund: „Wir haben nicht gegengehalten. Das war von allen zu wenig. Selbstvertrauen und Leidenschaft haben gefehlt.“ Er blickte bereits auf die kommende Aufgabe am Freitag, 15. November, um 20.00 Uhr daheim gegen den HC Bremen voraus: „Da müssen wir punkten.“ Stimmt!

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