HSG Barnstorf/Diepholz II verliert Topspiel

Ein starker Mosel allein reicht nicht

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Lief bei Manndeckung seinem „Wachhund“ mehrfach weg: Nils Mosel von der HSG Barnstorf/Diepholz II. Der 33-Jährige erzielte beim 26:28 in Hoykenkamp zehn Tore für den Tabellendritten.

Barnstorf - Trotz Manndeckung erzielte Linkshänder Nils Mosel von der HSG Barnstorf/Diepholz II zwar zehn Tore, aber das reichte nicht, denn der Handball-Landesligist verlor gestern vor 200 Zuschauern das Topspiel beim neuen Spitzenreiter TS Hoykenkamp mit 26:28 (12:16).

„Wir haben uns selber geschlagen, das war zu wenig“, unterstrich Barnstorfs Spielertrainer Malte Helmerking. Er nannte einen weiteren Grund für die Niederlage: „Wir haben eine katastrophale Angriffsleistung gezeigt, einfach zu viel verworfen.“ Der 30-Jährige selbst erwischte vorn einen schlechten Tag, ging leer aus und spielte in der zweiten Halbzeit nur noch in der Deckung. Neben Nils Mosel gefielen noch Matthias Andreßen (6) und Tobias Mundhenke (5).

Die Gäste, die ohne den privat verhinderten Leistungsträger Tomas Lenkevicius antraten, schafften nur beim 2:2 (5.) durch Linksaußen Mundhenke den Ausgleich, liefen danach stets einem Rückstand hinterher. „Wir haben die erste Halbzeit völlig verpennt, sind nicht ins Spiel gekommen. In der Abwehr waren wir nicht aggressiv und gallig genug“, monierte Helmerking. Die Gastgeber zogen mit den Haupttorschützen Kyan Petersen (8), Hergen Schwarting (6) und Sebastian Rabe (4/4) über 7:3 (10.) auf 10:6 (15.) davon. An dem Vier-Tore-Rückstand (10:14/25.) änderte sich bis zur Pause nichts. „Wir sind beim gebundenen Angriff in der Deckung zu oft einen Schritt zu spät herausgekommen. Dadurch haben wir zu viele einfache Tore bekommen“, analysierte Helmerking.

Nach dem Wechsel deckten die Barnstorfer aggressiver und standen dadurch besser. Linkshänder Andreßen verkürzte zum 15:16 (35.). Die TS Hoykenkamp legte aber nach und erhöhte auf 22:19 (45.). Der Tabellendritte gab sich jedoch noch nicht geschlagen, so gelang Kevin Heemann beim 24:25 (55.) der Anschlusstreffer. Mit einem Zwischenspurt setzte sich das Team von Trainer-Fuchs Jörn Franke auf 27:24 (57.) ab, hatte den neunten Saisonsieg dicht vor Augen. Routinier Mosel verwandelte zwar seinen vierten Siebenmeter sicher zum 26:27 (59.), doch zu mehr reichte es am Ende nicht.

mbo

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