Barnstorf/Diepholz verliert bei Oberliga-Zweitem / Drei vergebene Siebenmeter / Meyer beißt sich durch

Bissendorf eine Nummer zu groß

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Tobias Meyer (beim Wurf) traf trotz seiner Sprunggelenksblessur fünf Mal ins Schwarze, doch zum Sieg für die HSG Barnstorf/Diepholz reichte es nicht.

Barnstorf - Vorn zu oft verworfen, hinten zu selten eine Hand an den Ball bekommen – so verlor die HSG Barnstorf/Diepholz gestern Abend das zweite Spiel dieser Oberliga-Saison. „Jetzt haben wir schon fünf Punkte Miese, aber im Dezember wird sich vorn noch einiges ändern“, prophezeite HSG-Trainer Dag Rieken, der auch nach der 23:29 (10:17)-Schlappe beim TV Bissendorf-Holte weiter die obere Tabellenregion im Auge behält.

Die Hausherren untermauerten ihren Ruf als echte Spitzenmannschaft, was die HSG natürlich nicht überraschte „und was ich vor der Saison schon gesagt habe“, erinnerte Rieken. „Trotzdem sind wir ganz gut in die Partie gekommen.“ Doch nach einer 1:0-Führung passierten die ersten drei Fehlwürfe, der TV bedankte sich mit Gegenstoß-Toren – 1:4 (5.). Die HSG arbeitete sich wieder heran, Torhüter Biras hielt einen Angriff, Andrius Gervé verwandelte einen Siebenmeter zum 4:6 (11.). Bis zum 7:9 hielten die Gäste die Partie offen, doch in der zweiten Hälfte des ersten Durchgangs häuften sich die Fehler in Riekens Team. Hinzu kam eine zweiminütige Phase in doppelter Unterzahl, aber die ärgerlichsten Höhepunkte ereigneten sich an der Siebenmetermarke: Gervé, Finn Richter und Bastian Carsten-Frerichs scheiterten an TV-Torhüter Henrik Milius. „Bitter, wenn man sich solche Gelegenheiten herausspielt und die dann vergibt“, bedauerte Rieken. „Dadurch haben wir den Gegner aufgebaut.“

Biras stand zu der Zeit nicht mehr zwischen den Pfosten. „Donatas hat uns schon einige Siege gerettet, aber heute war nicht sein Tag“, urteilte der HSG-Coach. Allerdings fehlte dem Schlussmann auch die nötige Unterstützung seiner Vorderleute: Der am Ende zehnfache Torschütze Louis Kamp konnte selbst aus der Distanz nach Belieben werfen – und wenn er mal abgeschirmt war, nutzte Linkshänder Timo Baune über rechts die Lücken. HSG-Keeper Jakob Kasperlik hielt bis zur Pause noch einen Siebenmeter und zeigte drei weitere Paraden, doch die Gastgeber enteilten weiter und lagen zur Halbzeit mit sieben Toren vorn.

Von diesem Nackenschlag zeigte sich die HSG schnell erholt, startete eine Aufholjagd zwischen der 33. und 41. Minute auf 14:18. Als Rieken in Minute 50 die Deckung von 3:2:1 auf 4:2 öffnete, zeigte die HSG den nächsten starken Zwischenspurt – mit drei Toren von Kamil Chylinksi und dem 19:23 durch Tobias Meyer (54.), der trotz seiner am Donnerstag im Training zugezogenen Sprunggelenks-Blessur fünf Mal ins Schwarze traf. Am Ende ging Rieken mehr in die Offensive und stellte die Abwehr auf ein 1:5 um – vergebens. Der Oberliga-Zweite fuhr den Sieg nach Hause.

ck

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