HSG Barnstorf/Diepholz verliert in Fredenbeck mit 23:29 / Sorgen um Linné

Fatale Siebenmeter-Schwäche

Übte Selbstkritik: Barnstorfs Kapitän Cedric Quader (r.) traf beim 23:29 zweimal, vergab aber auch zwei Strafwürfe.

Fredenbeck - Die Ausfälle in der zweiten Reihe fing Handball-Oberligist HSG Barnstorf/Diepholz nicht auf: Der Tabellenneunte unterlag am Samstag vor 400 Zuschauern beim Drittliga-Absteiger VfL Fredenbeck mit 23:29 (9:13). „Der Sieg der abgezockten Fredenbecker geht in Ordnung, ist am Ende allerdings zu hoch ausgefallen. Meine Mannschaft hat gut gekämpft“, unterstrich Barnstorfs Trainer Dag Rieken.

Die Gäste traten ohne Torjäger Jan Linné an, der im Abschlusstraining mit dem rechten Fuß umgeknickt war. „Das war ein Schock“, sagte der HSG-Coach rückblickend. Der Linkshänder sucht in dieser Woche einen Arzt auf, dann gibt’s eine Diagnose. Außerdem fehlten die Rückraumakteure Etrit Xhafolli (Viruserkrankung), Stefan Beljic (Adduktorenzerrung) und Kamil Chylinski (im Aufbautraining nach Kreuzbandriss).

Die Barnstorfer hielten bis zum 19:20 (50.) mit, brachten sich durch etliche Fehlwürfe aber um ein besseres Resultat. Und: Cedric Quader (zwei), Marko Pernar, Lars von Kamp und Jakub Anuszewski scheiterten gleich mit fünf Siebenmetern an Fredenbecks Schlussmann Fabian Piatke. „Wir haben deutlich zu viel verschossen. Da muss ich mich selbst auch in die Kritik nehmen. Der Einsatz und die Geschlossenheit sind allerdings positiv, wir haben uns nie aufgegeben“, analysierte HSG-Mannschaftskapitän Quader.

Die Barnstorfer lagen schnell mit 0:3 (5.) zurück, fingen sich danach. Marko Pernar mit zwei verwandelten Strafwürfen und Allrounder Bastian Carsten-Frerichs glichen zum 3:3 (11.) aus. Die Gastgeber legten mit einem gut aufgelegten Mittelmann Lars Kratzenberg (6) vor. Kreisläufer Quader egalisierte letztmalig zum 5:5 (18.). Mit einem 4:0-Lauf setzte sich die Heimmannschaft auf 9:5 (21.) ab. „Kratzenberg und Ehlers haben zu viel gemacht. Wir haben sie nicht in Griff bekommen“, monierte Rieken, der mehrere Deckungssysteme (3:2:1, 4:2 und 3:3) ausprobierte. Der wurfstarke Kratzenberg erhöhte per Doppelpack auf 13:8 (29.), ehe Anuszewski zum 9:13-Pausenstand traf.

Nach dem Seitenwechsel verkürzte Arunas Srederis, der im halbrechten Rückraum Linné ersetzte, mit zwei Treffern auf 11:13 (32.). Jan Torben Ehlers (8/3) sorgte mit vollstrecktem Siebenmeter zum 17:12 (40.) wieder für klare Verhältnisse. Die Barnstorfer fighteten weiter, holten auf. Saulius Liutikas und Srederis brachten die HSG auf 18:19 (48.) heran, aber zum Ausgleich kam es nicht mehr, weil die Gäste mehrere klare Möglichkeiten liegen ließen. Bis zum 22:25 (57.) durch Kevin Heemann blieb es eng, ehe die Hausherren ihren Vorsprung auf 29:23 ausbauten.

Beim Verlierer bot Srederis, der fünf Tore erzielte, eine ordentliche Leistung. Der Litauer betrieb Eigenwerbung, nutzte seine vermehrten Spielanteile. Im kommenden Heimspiel gegen die TSG Hatten-Sandkrug wird aber auch er fehlen.  mbo

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