HSG Barnstorf/Diepholz spielt im Oberliga-Topspiel gleich 24 Minuten in Unterzahl

Rieken gesteht nach 32:40: „Beckdorf war einfach besser“

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Traf fünf Mal und hatte beim 32:40 in Beckdorf keinen Fehlversuch: Arunas Srederis von der HSG Barnstorf/Diepholz.

Barnstorf - Ordentliche Leistung gezeigt, aber es hat nicht gereicht: Die Oberliga-Handballer der HSG Barnstorf/Diepholz verloren am Sonnabend vor 350 Zuschauern das Topspiel beim Spitzenreiter SV Beckdorf mit 32:40 (16:18). Manko: Die Gäste spielten gleich 24 Minuten in Unterzahl. Andrius Gervé (19.) und Cedric Quader (60.) kassierten jeweils nach der dritten Zeitstrafe die Rote Karte.

„Kompliment an meine Mannschaft, wir haben uns teuer verkauft. Beckdorf hat eine verdammt starke Mannschaft. Der Gegner war einfach besser“, sagte Barnstorfs Trainer Dag Rieken, der sich allerdings mit mehreren Entscheidungen der Schiedsrichter nicht einverstanden zeigte. So ärgerte er sich über die frühe dritte Zwei-Minuten-Strafe gegen Leistungsträger Andrius Gervé, für den die Partie bereits nach 19 Minuten mit der Roten Karte endete: „Das war ein herber Schlag für uns.“

Die Gäste überraschten die Beckdorfer mit einer 3:3-Abwehr: So deckten Andrius Gervé, Laurynas Palevicius und Lukas Brenning die Rückraumakteure Maris Versakovs (5), Kristof Krohn (1) und Stefan Völkers (7) offensiv. Das zeigte Wirkung, denn der letztjährige Vizemeister führte nach einem Treffer von Arunas Srederis mit 3:1 (5.) und lag bis zum 5:4 (10.) vorn. „Im Angriff haben wir flüssig gespielt“, sah Rieken Fortschritte bei seiner Mannschaft. Mit einem Doppelschlag drehten Versakovs und Völkers den Spieß zum 6:5 (11.) um. Anschließend legte der Tabellenführer zwar stets vor, doch die Barnstorfer glichen immer wieder aus. Beim 15:15 (25.) durch Mittelmann Kamil Chylinski stand die Begegnung zum 14. Mal unentschieden. Beim Stand von 15:16 (27.) scheiterte Chylinski mit einem Siebenmeter an Beckdorfs Torhüter Arturs Kugis. Zur Pause führte der Meisterschaftsfavorit mit 18:16. B-Lizenz-Inhaber Rieken lobte den Gegner: „Die Beckdorfer sind individuell stark, erzielen 80 Prozent ihrer Tore über die erste, zweite Welle und die schnelle Mitte.“ Bei der offensiv ausgerichteten Deckung stellte Beckdorfs Linksaußen Henning Scholz (10/4) den Tabellendritten vor „große Probleme“.

Nach dem Wechsel blieb es bis zum 23:25 (39.) durch Ulf Grädtke beim Zwei-Tore-Rückstand, anschließend scheiterten Kamil Chylinski, Kevin Heemann und Finn Richter an Kugis. Die Hausherren setzten sich mit vier „Buden“ in Folge vorentscheidend auf 29:23 (43.) ab. Zwar verkürzte Rückraumakteur Tobias Meyer (7/2) mit verwandeltem Siebenmeter noch einmal zum 29:34 (53.), doch enger wurde es nicht mehr. Mit seinem achten Treffer setzte Kamil Chylinski den Schlusspunkt zum 32:40-Endstand. Es war die dritte Auswärtsniederlage in Folge für die HSG.

Eines freute Rieken noch: „Wir sind als Team aufgetreten.“ In einem Punkt ist sich der 46-Jährige aber sicher: „Es wird verdammt schwer, Beckdorf zu schlagen.“ Am ehesten traut er dies dem TV Bissendorf-Holte und seiner Mannschaft im Rückspiel zu.

mbo

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