HSG Barnstorf/Diepholz reist zum brisanten Oberliga-Duell nach Bremervörde

Biras krank – Torhüter bereiten Mohrland Sorgen

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Der zuletzt gegen die TSG Hatten-Sandkrug fehlende Linksaußen Finn Richter (beim Wurf) steht der HSG Barnstorf/Diepholz morgen in Bremervörde wieder zur Verfügung.

Barnstorf - Die beiden Handball-Oberliga-Rivalen HSG Barnstorf/Diepholz und TSV Bremervörde haben sich in der Vergangenheit so manch brisantes Duell geliefert. Das dürfte auch morgen Abend (Anwurf 18 Uhr) der Fall sein, wenn sich der Tabellenzweite (15:3 Punkte) beim ambitionierten TSV Bremervörde (13:5 Zähler) vorstellt. „Ich sehe aufgrund des Heimvorteils leichte Vorteile bei den Gastgebern, aber trotzdem will ich da gewinnen“, sagt Barnstorfs Trainer Mario Mohrland.

Die Vorbereitung auf die Partie verlief bei den Gästen allerdings nicht gerade optimal, denn Torhüter Donatas Biras war aufgrund eines grippalen Infekts bis gestern krankgeschrieben. Der Litauer steht zwar am Sonnabend zur Verfügung, doch auch Zweitkeeper Maik Schwenker fehlt aus privaten Gründen. Ob der angeschlagene Torwart Maik Kießlich (Schulterprobleme) auf der Bank sitzt, entscheidet sich kurzfristig. Leicht lädiert sind außerdem Haupttorschütze Laurynas Palevicius („Pferdekuss“ am Oberschenkel) und Mittelmann Mateusz Chylinski (Rückenbeschwerden). Beide sollten allerdings zum Aufgebot gehören.

Shooter Adnan Salkic

Dreh- und Angelpunkt

Auf die Barnstorfer wartet ein heißer Tanz, denn der TSV Bremervörde stellt den besten Angriff der Oberliga. Dreh- und Angelpunkt beim Tabellenvierten ist Adnan Salkic, der bereits 84/21 Tore erzielt hat. „Das ist schon eine heikle Aufgabe. Er spielt eine tragende Rolle bei den Bremervördern, wir müssen ihn attackieren und beschäftigen“, unterstreicht der HSG-Coach. Der 33-jährige Shooter hat nicht nur die unterschiedlichen Wurfvarianten drauf, sondern bildet mit dem bulligen Kreisläufer Marcus Hölling (47) eine brandgefährliche Achse. Mohrland vertraut zunächst einmal der bewährten 3:2:1-Abwehr. Sollte Adnan Salkic den Gästen größere Schwierigkeiten bereiten, dann würde Mohrland eine Manndeckung anordnen. Hierfür käme Palevicius in Frage. Der Litauer hatte das bereits in der vergangenen Saison erfolgreich praktiziert, als der letztjährige Vizemeister in Bremervörde mit 32:27 gewann.

Weitere Leistungsträger bei der Heimmannschaft sind die Rückraumakteure Lars von Kamp (58) und Timo Meyn (43/6). Die Bremervörder haben im Schnitt 33 Treffer pro Begegnung geworfen. „Wir müssen unter der 30-Tore-Marke bleiben“, fordert Mohrland eine aggressive Deckungsarbeit von seinen Schützlingen, die die wenigsten Gegentore (im Durchschnitt 23) in der vierthöchsten Klasse kassiert haben.

Die Hausherren, die mit einer sehr offensiv ausgerichteten 3:2:1-Formation decken, haben Schwächen in der Defensive. Um die Räume zu nutzen, ließ der HSG-Coach bei den Übungseinheiten in Kleingruppen arbeiten. „Wir müssen Tempo und unsere Konzeptionen spielen und die Bremervörder belasten“, nennt der 37-Jährige seine Marschroute. Er weiß allerdings auch, dass die Barnstorfer sich im Vergleich zur Begegnung gegen die TSG Hatten-Sandkrug nicht so viele technische Fehler erlauben dürfen. „Wir brauchen eine Leistungssteigerung“, betont der Diplom-Handelslehrer.

Bremervördes Coach Jörg Muszynski baut in diesem Prestigeduell auf die Fans: „Ich hoffe, dass uns am Samstag viele Zuschauer unterstützen werden.“

mbo

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