HSG Barnstorf/Diepholz reist zum brisanten Nachbarschaftsduell nach Neerstedt

Mohrland selbstbewusst: „Wir haben einen Lauf“

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Szene aus dem Hinspiel: Barnstorfs Linksaußen Finn Richter (beim Wurf) behauptete sich gegen die Neerstedter Björn Wolken und Andrej Kunz (r.) und erzielte gegen Torhüter Christoph Kuper eines seiner vier Tore beim 31:26-Sieg.

Barnstorf - Neun Siege in Folge: Die ambitionierten Oberliga-Handballer der HSG Barnstorf/Diepholz sitzen bei einem Punkt Rückstand Spitzenreiter ATSV Habenhausen weiter dicht im Nacken, wollen morgen Abend um 20.30 Uhr im brisanten Nachbarschaftsduell beim heimstarken Tabellenvierten TV Neerstedt nachlegen. „Wir haben einen Lauf“, strotzt Barnstorfs Trainer Mario Mohrland vor Selbstvertrauen.

An den 24. Januar 2014 kann sich der Diplom-Handelslehrer noch erinnern, denn an diesem Tag hatte der letztjährige Vizemeister in Neerstedt mit 25:37 verloren. „Daran denke ich nicht mehr, denn da hat’s verschiedene Faktoren gegeben, dass es nicht gepasst hatte“, sagt der 38-Jährige rückblickend. Er beschäftigt sich aber lieber mit der Gegenwart. Der jüngste 31:24-Erfolg über den TV Bissendorf-Holte stärkte noch einmal das Selbstvertrauen der Barnstorfer, denn sie hatten auf die verschiedenen Varianten (6:0-Deckung, doppelte Manndeckung gegen Tobias Meyer und Arunas Srederis, siebter Feldspieler im Angriff) des Tabellensiebten immer eine Antwort parat. „Wir sind auf viele Sachen vorbereitet“, unterstreicht Mohrland. Er weiß allerdings, dass der TV Neerstedt zu den besseren Mannschaften der Oberliga gehört. Deshalb fordert der HSG-Coach von seinen Mannen: „Wir müssen die spielerischen Elemente der Neerstedter im Keim ersticken.“

Der Meisterschaftsanwärter vertraut seiner bewährten 3:2:1-Abwehr. Wie die Aufstellung bei den Barnstorfern aussieht, das entscheidet sich erst kurzfristig, denn es gibt mehrere angeschlagene Akteure.

Ein Quartett

ist angeschlagen

Laurynas Palevicius, mit 110/12 Toren bester Werfer beim Tabellenzweiten, schlägt sich mit einem Magen- und Darminfekt herum. Sollte er ausfallen, wäre Routinier Nils Mosel eine Alternative. Ulf Grädtke beeinträchtigt eine Bänderdehnung im Sprunggelenk, und der Litauer Arunas Srederis klagt erneut über Rückenprobleme. Mittelmann Saulius Liutikas machen muskuläre Probleme im Oberschenkel zu schaffen. Auf alle Fälle werden die Barnstorfer morgen eine schlagkräftige Mannschaft auf die Beine stellen, sie haben auch Tomas Lenkevicius noch in der Hinterhand.

Nicht den Hauch einer Chance hatte der TV Neerstedt vor zwei Wochen daheim gegen den ATSV Habenhausen. So sagte TVN-Trainer Kai Freese nach dem 20:33: „Wir haben den kommenden Meister gesehen.“ Diese Aussage dürfte die HSG-Spieler noch einmal motivieren, denn immerhin haben sie den Primus gleich zweimal besiegt.

Die Hinbegegnung entschied der Aufstiegsaspirant mit 31:26 für sich. Mit Tim Schulenberg fehlte bei den Neerstedtern der Denker und Lenker. Aufpassen müssen die Gäste in der Deckung vor allem auf die Rückraumakteure Eike Kolpack und Björn Wolken. Aber auch die Flügelangreifer Bastian Carsten-Frerichs und Thomas Schützmann verstehen ihr Handwerk. In Christoph Kuper verfügen die Hausherren zudem über einen starken Torwart. „Den dürfen wir nicht warmwerfen. Wir müssen konzentriert an die Aufgabe herangehen“, unterstreicht Mohrland. Der ehemalige Keeper macht sich allerdings nicht verrückt: „Wir spielen, wie es kommt.“

Auf alle Fälle fahren die Barnstorfer am Freitag gut vorbereitet nach Neerstedt. Sicherlich werden sie alles daransetzten, die Scharte aus dem vergangenen Jahr auszuwetzen.

mbo

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