HSG Barnstorf/Diepholz muss beim formstarken TV Bissendorf-Holte ran

Auf Rieken-Team wartet „ein echtes Pfund“

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Fällt Ulf Grädtke tatsächlich mit Grippe aus, ist Andrius Gervés (im Bild) Können am Kreis gefragter denn je. „Er braucht mal ein Spiel, in dem er drei, vier, fünf Mal am Stück trifft“, sagt HSG-Trainer Dag Rieken: „Es wäre mir natürlich lieb, wenn das am Sonntag passiert.“

Barnstorf - In der Fremde fällt die Entscheidung. Die, wohin die Reise für die HSG Barnstorf/Diepholz in dieser Oberliga-Saison gehen wird. Denn die nächsten beiden Auswärtsfahrten haben es in sich: Erst geht es am Sonntag um 17.15 Uhr zum Tabellenzeiten, den TV Bissendorf-Holte. 13 Tage später muss das Handball-Team von Trainer Dag Rieken beim Spitzenreiter SV Beckdorf ran. Derzeit schwirrt aber nur das Bissendorf-Spiel in Riekens Kopf herum. Zu Recht. Denn es wird eine Herkules-Aufgabe. Oder: „Ein echtes Pfund“, wie Rieken sagt. Der letztjährige Siebte stürmt von Sieg zu Sieg – sechs in Serie sind es.

Es hat Gründe, warum die Bissendorfer ganz oben anklopfen. „Sie verfügen über eine eingespielte, extrem clevere Mannschaft“, sagt der HSG-Trainer: „Zudem haben sie sich am Kreis mit Stefan Thünemann überragend verstärkt.“ Der 32-Jährige spielte mehr als ein Jahrzehnt für den TV Emsdetten, davon sogar ein Jahr in der Bundesliga. Er ist auf Anhieb der Leitwolf der jungen Bissendorfer Mannschaft geworden. Zuletzt führte Thünemann sein Team mit zwölf Toren zum 35:30-Erfolg in Hatten. „Er ist extrem erfahren“, sagt Rieken: „Weiß einfach, wo er zu stehen hat.“

Nicht nur in der Offensive ist „Thüne“ ein Garant für den TV-Aufschwung. Gemeinsam mit Christoph Stüve, den Rieken schon in Neerstedt coachte, stellt er den Mittelblock. „Sie sind da sehr variabel“, weiß der HSG-Coach: „Mit Thünemanns langen Armen können sie auch eine unangenehme offensive Deckung stellen.“ Dahinter hat Bissendorf „drei sehr gute Torhüter“ (Rieken): Henrik Milius, Philipp Thiemann sowie Colin Räbinger vom TSV GWD Minden, der dank eines Zweitspielrechts für das Team von Trainer Pierre Limberg auflaufen darf.

Trotzdem stand die Defensive zuletzt nicht immer sattelfest – 64 Gegentore fingen sie sich bei den Siegen gegen Hatten und Bremervörde (35:34). Rieken hat das Spiel in Hatten gesehen, glaubt, „dass sie dort in der Abwehr nicht das zeigen mussten, was sie eigentlich können“. Limberg war dennoch sauer, haderte damit, dass Hattens Kreisläufer zu oft an den Ball und dann auch zum Abschluss gekommen war.

Doch ausgerechnet am Sonntag droht HSG-Kreisläufer Ulf Grädtke mit Grippe auszufallen – wie auch Arunas Srederis und Bastian Carsten-Frerichs. Zudem kämpft Tobias Meyer mit Rückenproblemen. Linksaußen Raul-Lucian Ferent fehlt wegen einer Fußverletzung, nutzt die Auszeit für eine Hand-OP, so dass er dieses Jahr nicht mehr für die HSG auflaufen wird.

Linkshänder Matthias Andreßen wird sich laut Rieken „erst einmal auf die zweite Mannschaft konzentrieren. Er braucht jetzt Spielpraxis“, begründet der HSG-Trainer, der trotz einiger Baustellen recht optimistisch in den Landkreis Osnabrück fährt: „Bissendorf-Holte steht zu Recht dort oben. Da sie ein Heimspiel haben, sind sie vielleicht auch ein Stück weit der Favorit. Nichtsdestotrotz fahren wir dort hin, um zu punkten.“

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