Handball-Regionalliga-Vizemeister liefert sich Kopf-an-Kopf-Rennen mit VfL Edewecht / Ziel: Für die dritte Liga qualifizieren

HSG Barnstorf/Diepholz krönt starke Saison mit Platz zwei

Die aktuelle Regionalliga-Mannschaft der Handball-Spielgemeinschaft (HSG) Barnstorf/Diepholz will sich auf alle Fälle für die dritte Liga qualifizieren.

Barnstorf - (mr) · Sie sind wieder dabei – natürlich! Die Regionalliga-Handballer der HSG Barnstorf/Diepholz gehören seit Jahren zum festen Inventar der Sportlerwahl. Mehr noch: Sie haben sogar vier Mal hintereinander triumphiert. Das ist Rekord in der langen Geschichte der Veranstaltung.

Nun möchte die HSG ihr Sieger-Abo gerne verlängern. „Schön, dass wir wieder nominiert sind. Das freut uns und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir haben das Interesse, den Handball hier noch mehr zu etablieren“, meint Trainer Heiner Thiemann und fügt bescheiden an: „Sicher würden wir uns freuen, wenn wir wieder weit oben landen würden.“

Die Chancen darauf stehen nicht schlecht. Nach zwei dritten Plätzen in Deutschlands dritthöchster Klasse setzten die Barnstorfer im vergangenen Jahr – trotz des herben Verlusts von „Shooter“ Christian Redeker – noch einen drauf: Vizemeister hinter dem VfL Edewecht, die 2. Bundesliga war ganz nah. „Wir haben das Rennen lange offengehalten, uns bis zuletzt an der Spitze festgesetzt“, erinnert sich Thiemann und urteilt: „2009 hatten wir die höchste Platzierung in der Regionalliga. Daraus lässt sich schließen, dass es unsere beste Saison war.“

Beinahe hätte es sogar zum ganz großen Wurf gereicht. Die HSG lieferte sich mit Edewecht einen elektrisierenden Zweikampf um die Meisterschaft. Nach 20 Spielen ohne Niederlage saßen die Barnstorfer Mitte April 2009 auf dem Regionalliga-Thron und prüften sogar schon die Lizenzauflagen für die 2. Bundesliga. Doch dann, vier Spieltage vor Schluss, gab’s eine Heimniederlage gegen Köthen (26:27) – und plötzlich war Edewecht mit einem Punkt Vorsprung vorne. Die HSG hakte den Titel offiziell ab, bekam unverhofft aber doch noch einen Matchball serviert. Edewecht verlor am vorletzten Spieltag völlig überraschend bei der HSG Nordhorn II. Barnstorf hätte wieder vorbeiziehen können, leistete sich allerdings ein 30:33 in Glinde und blieb schließlich Zweiter. „Wir trauern dem aber nicht mehr hinterher, das ist bei allen längst raus aus den Köpfen“, sagt Thiemann. Statt eines wehmütigen Blicks zurück, lobt er sein Team lieber für eine hervorragende Serie: „Zweiter – das ist schon eine Hausnummer, ein sehr guter Tabellenplatz.“

In der aktuellen Saison rangiert die HSG Barnstorf/Diepholz – ausnahmsweise – mal nicht so weit oben, ist „nur“ Neunter. Für Thiemann keine Überraschung, immerhin musste seine Mannschaft mal wieder den Verlust eines absoluten Leistungsträgers (Michael Feldmann) verkraften. Hinzu kam eine ordentliche Portion Verletzungspech. Der viel versprechende Neuzugang Denis Maksimovich stieg beispielsweise erst Ende des Jahres richtig ein. „Und dann haben fast alle Vereine stark aufgerüstet, weil sie unbedingt in die neue 3. Liga wollen“, weiß Thiemann. Am Saisonende greift Teil eins der Spielklassenreform: Aus fünf Regionalligen werden vier 3. Ligen. Barnstorf muss mindestens Zehnter werden, um dem vermehrten Abstieg zu entkommen. 2011 müsste dann mindestens Platz neun in der 3. Liga her, um drinzubleiben.

„Das Niveau wird ganz erheblich gesteigert“, urteilt Thiemann, der vorerst keinen Gedanken an die 2. Liga verschwendet. Stattdessen sagt er: „Wenn wir unseren Platz finden und nach den Reformen noch drittklassig sind, wäre das wie ein Aufstieg.“

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