HSG Barnstorf/Diepholz gibt in Bremervörde 24:21-Führung noch aus der Hand – 24:25

Mohrland: „Am Ende haben wir uns selber geschlagen“

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Erzielte vier seiner insgesamt fünf Treffer in der zweiten Halbzeit: Barnstorfs Kreisläufer Ulf Grädtke. Der 30-Jährige verlor mit dem Tabellenzweiten in Bremervörde mit 24:25.

Barnstorf - Unglaublich: Da führte Handball-Oberligist HSG Barnstorf/Diepholz nach einer ordentlichen Vorstellung beim TSV Bremervörde fünf Minuten vor dem Ende mit 24:21 und gab den Sieg noch aus der Hand. Der Tabellenzweite verlor am Ende noch mit 24:25 (12:9). Zwei Sekunden vor dem Abpfiff besiegelte Bremervördes Lars von Kamp mit seinem siebten Tor (Tempogegenstoß) die zweite Saisonniederlage der Gäste.

Total niedergeschlagen verließen die Barnstorfer die Halle, während die Bremervörder mit knapp 300 Zuschauern ihren Erfolg feierten. Auch HSG-Trainer Mario Mohrland stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben: „Am Ende haben wir uns selber geschlagen.“

Der Tabellenzweite musste ohne seinen Haupttorschützen Laurynas Palevicius auskommen, dem immer noch ein „Pferdekuss“ im Oberschenkel zu schaffen machte. Den Part des Litauers am rechten Flügel übernahm Kevin Heemann (2). Der Youngster bot eine solide Leistung. Und Torhüter Donatas Biras stand trotz eines noch nicht völlig abgeklungenen grippalen Infekts zwischen den Pfosten. Der Litauer erwies sich als gewohnter Rückhalt, wehrte Siebenmeter von Goalgetter Adnan Salkic (2/1) und Timo Meyn (4) ab.

„Die erste Halbzeit haben wir sowohl vorn als auch hinten sensationell gespielt“, lobte Mohrland sein Team. Zwar lag der TSV Bremervörde nach einem Tor von Kreisläufer Marcus Hölling (6) mit 4:2 (12.) vorn, doch Tobias Meyer glich zum 5:5 (17.) aus. Anschließend setzte sich die HSG in einer guten Phase nach Treffern von Finn Richter (2/2), Ulf Grädtke und Kevin Heemann von 6:6 (19.) auf 10:6 (28.) ab. Sekunden vor dem Pausenpfiff schloss Finn Richter einen Spielzug mit dem 12:9 ab.

Nach dem Wechsel erhöhte Arunas Srederis auf 19:15 (42.). Anschließend deckte Lars von Kamp den Litauer kurz. Das zeigte Wirkung: Die Bremervörder holten auf, Meyn egalisierte zum 19:19 (47.). Ein gut aufgelegter Finn Richter (8/5) brachte die Barnstorfer mit einem Doppelpack zurück auf die Siegerstraße – 21:19 (49.). Als Tobias Meyer mit seinem fünften Treffer das 24:21 (55.) gelang, schien der Sieg zum Greifen nah. Doch in den letzten Minuten patzten die Gäste mehrfach. „Wir sind in Schönheit gestorben“, ärgerte sich Mohrland über Fehler. Die Bremervörder holten auf, Timo Meyn glich zum 24:24 (59.) aus. Mit einem Fehlpass ins Aus leitete Mateusz Chylinski das entscheidende Gegentor zum 24:25-Endstand ein.

mbo

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