HSG Barnstorf/Diepholz gewinnt vor 200 Zuschauern Derby gegen TuS Wagenfeld

Arissa Becker reißt alle mit

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Da können die Wagenfelderinnen Christin Wemmel und Sarah Spreen (l.) nicht mehr eingreifen, die Barnstorferin Nele Müller erzielte in dieser Szene beim 25:23 eines ihrer sechs Tore.

Diepholz - Viel Spannung, eine volle Diepholzer Mühlenkamp-Halle und zwei Gegner auf Augenhöhe: Das Handball-Derby zwischen der HSG Barnstorf/Diepholz und dem TuS Wagenfeld hielt am Samstag alles, was es versprach. Am Ende gewannen die Gastgeberinnen vor über 200 Zuschauern knapp mit 25:23 (13:11) und bleiben in der Weser-Ems-Liga auf Tuchfühlung zum Spitzenduo. Wagenfeld dagegen hat sich aus dem Aufstiegsrennen endgültig verabschiedet.

Etwas holprig verlief allerdings der Start. „Bei beiden Mannschaften lief es am Anfang nicht so wirklich rund“, sagte TuS-Trainer Szymon Piechowiak. Vielleicht lag es auch an der außergewöhnlichen Atmosphäre auf den Rängen. „Es war halt ein Derby. Die Stimmung war toll“, meinte HSG-Trainer Klaus Klostermann. Bis Mitte der ersten Halbzeit wechselte die Führung stets hin und her. Erst ab der 20. Minute nahm die HSG Barnstorf/Diepholz das Heft in die Hand und konnte sich nach 25 Minuten eine 13:9-Führung herausspielen. Der TuS verkürzte allerdings noch bis zum Halbzeitpfiff auf 11:13.

„In der Pause habe ich unsere Fehler angesprochen, danach sind wir deutlich besser in Tritt gekommen“, erklärte Klostermann. Immer wieder angetrieben wurde der Tabellendritte von einer starken Arissa Becker, die sowohl in der Abwehr als auch im Angriff mit insgesamt fünf Treffern überragte. „Sie hat alle mitgerissen“, meinte Klostermann. Lange Zeit führte die Heimmannschaft mit drei oder vier Toren und sah wie der sichere Sieger aus. Fünf Minuten vor Ende der Partie allerdings glich Wagenfeld wieder aus – 23:23.

„Danach waren wir nicht clever genug“, sagte TuS-Coach Piechowiak. Denn bis zum Abpfiff erzielte seine Mannschaft keinen Treffer mehr und musste die dritte knappe Niederlage nacheinander einstecken. „Das geht natürlich auf das Gemüt“, ärgerte sich Piechowiak. Sein Trainer-Kollege Klostermann blickt nach dem 25:23-Erfolg in Richtung Tabelle. Als Dritter hat die HSG Barnstorf/Diepholz (30:10) vier Minuspunkte mehr als der Tabellenzweite SW Osterfeine (32:6) und dem damit verbundenen Relegationsplatz. „Wir haben es nicht mehr selbst in der Hand, aber wir lauern“, sagt Klostermann.

bri

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