HSG Barnstorf/Diepholz gewinnt bei Schlusslicht HSG Bützfleth/Drochtersen 35:27

15 Tore erzielt: Quirliger Palevicius lässt es krachen

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Traf gestern Abend in Drochtersen aus allen Lagen: Barnstorfs Linkshänder Laurynas Palevicius (l.). Der 24-jährige Litauer erzielte beim 35:27-Erfolg satte 15 Tore.

Barnstorf - Pflichtsieg eingefahren und Platz zwei untermauert: Handball-Oberligist HSG Barnstorf/Diepholz gewann gestern Abend beim Schlusslicht HSG Bützfleth/Drochtersen mit 35:27 (18:13). Herausragender Akteur: Laurynas Palevicius. Der Litauer steuerte gleich 15/6 Tore zum neunten Saisonsieg bei. „Er hat ein tolles Spiel gemacht“, lobte Barnstorfs Trainer Mario Mohrland den 24-Jährigen.

Der Diplom-Handelslehrer wollte den Mannschaftserfolg allerdings nicht überbewerten: „Die Leistung war okay. Wir haben noch einmal einiges probiert, denn alle sollen spielen. Wir brauchen jeden Spieler.“

Die Gäste, die ohne Mittelmann Mateusz Chylinski (Rückenprobleme) antraten, lagen von Beginn an in Front. Die Gastgeber deckten die beiden Rückraumakteure Tobias Meyer und Arunas Srederis offensiv. Zwar verkürzte Leif Schmidt auf 2:3 (5.), doch danach drehte vor allem Laurynas Palevicius auf. Der quirlige Linkshänder nutzte seine Räume konsequent. Palevicius (2), Saulius Liutikas und Finn Richter bauten die Führung mit vier Treffern in Folge auf 7:2 (10.) aus. An diesem Fünf-Tore-Vorsprung änderte sich bis zum 10:5 (18.) nichts. Der Tabellenzweite ging danach wieder einmal zu großzügig mit seinen Chancen um, so vergaben Finn Richter und Andrius Gervé zwei Siebenmeter.

Die Bützflether steckten nicht auf, kämpften weiter. So verkürzte Linksaußen Nicklas Frank (8/3) auf 9:11 (22.). Mohrland reagierte, nahm eine Auszeit und gab neue Anweisungen. Mit Erfolg: Palevicius und Kreisläufer Ulf Grädtke legten zum 13:9 (23.) nach. In der Endphase der ersten Halbzeit machte Saulius Liutikas als Regisseur auf sich aufmerksam, er sorgte mit seiner dritten „Bude“ für den 18:13-Pausenstand.

Nach dem Wechsel bauten die Barnstorfer ihre Führung kontinuierlich aus. Als der eingewechselte Raul-Lucian Ferent mit einem Doppelpack auf 23:15 (37.) erhöhte, war bereits eine Vorentscheidung gefallen. Der Titelanwärter ließ sich nicht mehr vom Kurs abbringen, lag nach einem Treffer von Cedric Quader beim 32:22 (51.) mit zehn Toren vorn. „Danach war die Luft raus, zumal es auf beiden Seiten einige Nickligkeiten gab“, sagte Mohrland. Am Ende behielt der Meisterschaftsanwärter vor 200 Zuschauern standesgemäß mit 35:27 die Oberhand.

mbo

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