HSG Barnstorf/Diepholz gewinnt Oberliga-Krimi gegen TSV Bremervörde 26:25

Starker Biras bewahrt bei Aufholjagd kühlen Kopf

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Die Bremervörder Lars von Kamp und Adnan Salkic (Nummer 15) können Barnstorfs Mittelmann Kamil Chylinski (M.) nicht am Wurf hindern. Dem Polen glückten in der ersten Halbzeit zwei Schlagwurftore aus der zweiten Reihe.

Diepholz - Von Matthias Borchardt. Erst mit einem Kraftakt und einem starken Torhüter Donatas Biras verhinderte Handball-Oberligist HSG Barnstorf/Diepholz am Freitagabend eine Heimniederlage gegen den TSV Bremervörde. Die Gastgeber lagen vor 300 Zuschauern mit 18:22 (48.) zurück, gewannen dann doch noch mit 26:25 (14:11).

„Ich bin erleichtert, dass es noch gereicht hat, denn gegen Bremervörde sind es immer schwere Spiele“, sagte ein zufriedener Donatas Biras, der sich trotz Rückenproblemen in den Dienst der Mannschaft gestellt hatte. „Das war hier eine Bombenstimmung. Die Zuschauer haben uns als achter Mann in den letzten zehn Minuten geholfen. Unsere Angriffsleistung hätte uns fast den Sieg gekostet, aber in der Abwehr standen wir ganz gut“, analysierte der Ex-Neerstedter Bastian Carsten-Frerichs (3) nach seinem ersten Heimauftritt für die HSG Barnstorf/Diepholz.

Auch Heiner Thiemann, sportlicher Leiter bei der HSG Barnstorf/Diepholz, der Trainer Dag Rieken (musste bei einem Lehrgang in Barsinghausen seine B-Lizenz verlängern) vertrat, wirkte erleichtert: „Das war ein ganz wichtiger Sieg. Ich kann die Abwehr nur loben. Biras war vor einer kämpfenden Deckung der ruhende Pol. Wir haben einfach zu viele Fehlpässe gespielt. Jetzt wissen aber alle, dass keine Bäume in den Himmel wachsen.“ Bremervördes Coach Jörg Muszynski zeigte sich nur vom Ausgang des Spiels enttäuscht: „Schade, dass die engagierte Leistung meiner Mannschaft nicht mit einem Punkt belohnt wurde. Nach der Manndeckung gegen Adnan Salkic hatten wir personell zu wenig Möglichkeiten.“

Carsten-Frerichs und Finn Richter nach Spielzug brachten den Tabellenzweiten mit 2:0 (3.) in Front. Sören Stelling (2/1) glich beim 5:5 (11.) zum vierten Mal aus, aber anschließend brachten Kamil Chylinski, Carsten-Frerichs und Arunas Srederis die Heimmannschaft mit drei Toren in Folge mit 8:5 (19.) in Front. Zwischenzeitlich wehrte Biras einen Siebenmeter von Rückraumkanonier Adnan Salkic (7/2) ab. In der Folgezeit lagen die Barnstorfer mit drei oder vier „Buden“ (11:7/24.) vorn. Das lag auch daran, dass Andrius Gervé Bremervördes Kreisläuferhünen Marcus Hölling (5), der in den ersten 30 Minuten nur ein Tor erzielte, unter Kontrolle hatte.

Nach dem Wechsel bauten die Hausherren ab, erlaubten sieh etliche Ballverluste. „Wir haben die Angriffe zu früh und überhastet abgeschlossen“, monierte Barnstorfs Linksaußen Finn Richter (2/1). Innerhalb von 203 Sekunden glichen die Gäste durch einen von Lars von Kamp (6/2) verwandelten Strafwurf zum 15:15 (33.) aus. Zwar sorgte Rückraumakteur Tobias Meyer, der einige Fehlpässe spielte, beim 18:16 (40.) noch einmal für einen Zwei-Tore-Vorsprung des letztjährigen Vizemeisters, doch danach klappte bei den Barnstorfern im Angriff neun Minuten lang gar nichts. Insgesamt schlugen bei ihnen 16 Fehlversuche und zehn Fehlpässe negativ zu Buche. Die Bremervörder nutzten die Schwächephase und befanden sich beim 22:18 (48.) durch Marcus Hölling eindeutig auf der Siegerstraße.

Thiemann reagierte, ließ den eingewechselten Laurynas Palevicius Salkic kurz decken. Diese Maßnahme zahlte sich aus, die Hausherren kamen zu Ballgewinnen. Chylinski und Srederis mit einem Dreierpack egalisierten zum 22:22 (54.). In den folgenden Minuten wehrte Biras Bälle von Salkic, Felix Weber und Stelling ab. Nach dem 23:22 (55.) durch Bremervördes Tim Schlichting (3) drehten Srederis, Palevicius und Meyer den Spieß mit drei Treffern nacheinander zum 25:23 (59.) um. Salkic gelang eine Sekunde vor dem Abpfiff mit einem Siebenmetertor nur noch der Anschlusstreffer. „Zum Schluss haben wir eine Super-Leistung gezeigt“, unterstrich ein glücklicher Richter.

Letztendlich sind die Gastgeber noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Treffender Kommentar von Jörg Muszynski: „Auf dem Weg zur Meisterschaft muss sich die HSG Barnstorf/Diepholz aber noch steigern.“

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