Anuszewski gibt Debüt

HSG Barnstorf/Diepholz fehlt der Zugriff in der Deckung

Der HSG Barnstorf/Diepholz fehlt zurzeit ein Lenker im Aufbau. Steffen Brüggemann steckt in einem Formtief. Auch der eingewechselte Mittelmann Saulius Liutikas (l.) setzte in Beckdorf keine Akzente.

Beckdorf - Bei der HSG Barnstorf/Diepholz läuft’s zurzeit nicht: Der Tabellenvierte der Handball-Oberliga kassierte am Sonnabend seine dritte Niederlage in Folge, unterlag beim abstiegsgefährdeten SV Beckdorf vor 200 Zuschauern mit 29:35 (13:18). „Beckdorf war die klar bessere Mannschaft“, befand Barnstorfs Trainer Dag Rieken.

Der 48-Jährige hatte nach der schwachen Heimvorstellung gegen den TSV Bremervörde (22:23) eine Reaktion von der Mannschaft gefordert. Zwar sah er leichte Fortschritte im Angriff, aber in der Abwehr haperte es mehr denn je. Das bestätigte auch Barnstorfs Mannschaftskapitän Cedric Quader: „Heute haben die Absprachen nicht gepasst. Wir waren nicht aggressiv genug und haben die Beckdorfer das Tempo verschleppen lassen. Wir hätten schneller aus der eigenen Deckung nach vorne spielen müssen. Die zweite Welle hat gar nicht funktioniert.“

Neben den langzeitverletzten Martin Golenia, Kamil Chylinski und Tomas Lenkevicius fiel auch noch Bastian Carsten-Frerichs (Prellung im linken Kniegelenk) aus. In der Anfangsphase gelang HSG-Rückraumakteur Stefan Beljic (8), der sich verbessert präsentierte, mit seinem zweiten Treffer der Ausgleich – 2:2 (4.). Anschließend nutzten die Gastgeber ihre Chancen konsequent, lagen nach Toren von Kreisläufer Markus Bowe (7/3) und Rückraumakteur Finn Nowacki (9) beim 6:3 (9.) erstmals mit drei „Buden“ vorn. Bei den Gästen hatte Arunas Srederis auf der Halbposition in der Abwehr mit Rückraumspieler Arnd Magnus Sasse (3) Probleme. Der Tabellenelfte behauptete bis zum 11:8 (16.) durch einen von Bowe verwandelten Siebenmeter, der später einen vergab, seinen Drei-Tore-Vorsprung. Anschließend kämpfte sich die HSG Barnstorf/Diepholz nach Treffern von den Linkshändern Kevin Heemann und Jan Linné auf 10:11 (23.) heran.

In der Schlussphase der ersten Hälfte drehte Beckdorfs Routinier Stefan Völkers (6) auf. Mit vier weiteren Toren hatte er entscheidenden Anteil an einer 18:13-Pausenführung. „Wir haben in einer schwächeren Phase keinen Zugriff in der Abwehr bekommen“, monierte Rieken.

Nach dem Wechsel verkürzte Beljic zwar noch einmal auf 14:18 (31.), doch anschließend bauten die Beckdorfer mit einem 3:0-Lauf ihren Vorsprung vorentscheidend auf 21:14 (34.) aus. Es kam für die Barnstorfer noch heftiger, denn beim 18:28 (45.) lagen sie sogar mit zehn „Buden“ zurück. Rieken hatte die Abwehr bereits umgestellt, ließ Stefan Völkers entweder durch Raul-Lucian Ferent oder den 17-jährigen Jakub Anuszewski, der sein Oberliga-Debüt gab, kurz decken. Später versuchte er es sogar mit einer 4:2- oder 3:3-Formation. Der heimische Oberligist riss sich zusammen, holte auf. In einer guten Phase arbeitete sich der Tabellenvierte nach Toren von Srederis, Heemann, Ferent und Quader auf 26:30 (55.) heran. Zu mehr reichte es aber nicht. Vor allem mit der Leistung in der Defensive war Rieken alles andere als zufrieden: „So dürfen wir uns nicht präsentieren.“

 mbo

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