HSG Barnstorf/Diepholz empfängt morgen eingespielte und engagierte Elsflether

Sorge um Angeschlagene und Respekt vor Santen

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Ob Barnstorfs Ulf Grädtke (rechts) morgen Abend gegen den Elsflether TB so zupacken kann wie gewohnt, steht noch nicht fest: Der Kreisläufer ist angeschlagen.

Diepholz - Nein, allzu tief hingen die Köpfe der Oberliga-Handballer von der HSG Barnstorf/Diepholz nach der 23:29-Schlappe beim TV Bissendorf-Holte am Sonntag nicht. „Da kann man mal verlieren – das ist eine in allen Teilen gut besetzte und spielstarke Mannschaft“, unterstreicht HSG-Trainer Dag Rieken. Schlechter war die Stimmung zuvor nach der Niederlage in Neerstedt und dem Unentschieden gegen die HSG Schwanewede/Neuenkirchen. „Jetzt aber“, fordert Rieken vor dem morgigen Heimspiel ab 20 Uhr in der Diepholzer Mühlenkamp-Halle gegen den Elsflether TB, „dürfen wir bis zum Schluss keine Punkte mehr abgeben.“

Mit Blick auf das anstehende Duell ist der HSG-Coach optimistisch: „Trotz der Niederlage habe ich in Bissendorf Fortschritte gesehen – vor allem im Angriff.“ Seine Männer spielten variabler nach vorn, arbeiteten sich viele Chancen heraus. „Das war schon viel strukturierter“, urteilte Rieken anerkennend. Allerdings haperte es ihm noch zu oft am letzten Wurf: „Wir müssen ruhiger und gleichzeitig entschlossener im Abschluss sein.“

Allerdings, so ahnt der Trainer des Tabellenfünften, könnte die Partie auch zum Geduldsspiel werden – denn die Gäste arbeiten engagiert in der Abwehr. Elsfleths achtbare 20:23-Niederlage gegen Spitzenreiter Beckdorf oder das knappe 19:20 beim einstigen Drittligisten SG Achim/Baden scheinen dies schon beim Blick aufs Papier zu belegen. Aus seinen Beobachtungen des Gegners weiß der 46-Jährige: „Die Elsflether sind in der Regel stets gut eingestellt, sie überzeugen sowohl in der 6:0- als auch in der 5:1-Deckung – eine junge, kampfstarke, gleichzeitig aber auch schon seit längerem eingespielte Truppe.“ Der Begriff „Mittelfeldmannschaft“ dürfe das, was hinter dem Tabellensiebten stehe, auf keinen Fall schmälern: „Wir sollten uns keine leichtfertigen Fehler erlauben oder überhastet werfen. Dann laufen wir Gefahr, in ihre Gegenstöße zu laufen.“

Das bekam zuletzt die TSG Hatten-Sandkrug zu spüren, die an der Unterweser mit 25:32 verlor. Satte 14 Treffer warf Ruven Rußler, der nach einer längeren Verletzung offenbar immer besser in Fahrt kommt. Auch Linkshänder Chris Santen sorgt auf halbrechts für Gefahr. „Wir dürfen Elsfleth also auf keinen Fall unterschätzen“, fordert Rieken, der sich eine aggressivere Deckung als zuletzt in Bissendorf wünscht: „Aber wir haben Heimrecht – und deshalb wollen wir unser Spiel durchziehen.“ Schließlich hat in den vergangenen zwei Jahren und zwei Monaten niemand die HSG vor eigener Kulisse in Diepholz besiegt.

Ärgerlich ist allerdings für die Hausherren, dass momentan im Training nicht die zweite Welle, sondern die Grippewelle dominiert: Abwehrchef Martin Golenia und Kreisläufer Ulf Grädtke verpassten daher die Einheit am Dienstag, Bastian Carsten-Frerichs fehlte aus beruflichen Gründen und Lukas Brenning studienbedingt. Außer dem langzeitverletzten Linksaußen Raul Ferent, der wegen einer Muskelblessur im Fuß ausfällt, hat Rieken niemanden im Lazarett.

ck

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