HSG Barnstorf/Diepholz: Dritter Jahreswechsel mit weißer Weste?

Konzentration auf den Heimnimbus

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Mediengruppe Kreiszeitung

Diepholz - Das Wort Aufstieg hatten vor Saisonbeginn in der Oberliga zwar eh alle gemieden wie der Teufel das Weihwasser, doch die sieben Minuspunkte – bereits einer mehr als in der kompletten Saison 2014/15 – drücken schon auf die Stimmung im Lager der HSG Barnstorf/Diepholz..“

„Wir müssen feststellen, dass der SV Beckdorf und der TV Bissendorf-Holte enteilt sind“, sagt HSG-Trainer Dag Rieken. Für das letzte Heimspiel (morgen/20 Uhr) des Jahres gegen die SG Achim/Baden ist seine Vorgabe klar: „Wir wollen unsere Heimserie fortsetzen, um mit einem positiven Trend in die Pause zu gehen

Gäste mit desaströser Auswärtsbilanz

Realistisch. Denn Achim/Baden scheint nicht gerade dafür prädestiniert zu sein, Barnstorfs Monster-Heimserie (seit September 2013 zu Hause ungeschlagen) zu beenden. Der Tabellensiebte verlor in dieser Saison alle Spiele in der Fremde, Coach Steffen Aevermann sprach deshalb bereits von einer „Auswärtsblockade“.

Einen Spaziergang erwartet Rieken morgen in der Diepholzer Mühlenkamp-Halle jedoch nicht. „Sie spielen zwar bisher eine durchwachsene Saison, aber Achim/Baden ist immerhin ein Drittliga-Absteiger. Mit beispielsweise Dennis Summa im Rückraum, Kevin Podien als Linksaußen oder Arne von Seelen im Tor haben sie immer noch ein sehr gutes Personal.“

Und die offensive 3:2:1-Deckung der Gäste kann für jeden Gegner unangenehm werden. „Natürlich werden wir deshalb unser Angriffsverhalten etwas umstellen müssen“, sagt der Trainer vom Tabellendritten: „Aber wir sind absolut in der Lage, diese Abwehr aufzulösen.“ Überhaupt war Rieken bereits beim jüngsten 32:40 gegen Spitzenreiter Beckdorf mit seiner Offensive zufrieden: „Da haben wir schon einige gute Akzente gesetzt.“

Vor allem Mittelmann Kamil Chylinski traf zuletzt wieder beständiger, erzielte in den vergangenen drei Partie 23 Tore. „Kamils Hänger ist vorbei, er wird immer besser“, freut sich Rieken, fügt aber hinzu: „Manchmal braucht er noch den ein oder anderen Versuch zu viel.“ Gemeinsam mit Saulius Liutikas ist Chylinski morgen gefragt, kreative Lösungen zu finden, um die offensive Deckung der Gäste zu knacken. „Mit den beiden sind wir auf dieser Position sehr gut aufgestellt“, freut sich der 46-jährige Coach.

Überhaupt ist er zufrieden mit der Entwicklung seiner Mannschaft. Einzig die 17:20-Pleite bei seinem Ex-Club Neerstedt trübt Riekens Gedanken an die vergangenen drei Monate gewaltig. „Das Spiel tat weh. Das hat uns ein bisschen in den Keller gebracht. Wir müssen künftig lernen, solche Rückschläge besser wegzustecken.“

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