Trotz Pleite gegen Delmenhorst

HSG Barnstorf/Diepholz: Daumen zeigt nach unten

Blieb gegen die HSG Delmenhorst unter seinen Möglichkeiten: Barnstorfs Kamil Chylinski, der zwei Siebenmeter vergab.

Diepholz -Der Daumen zeigt weiter nach unten: Der abstiegsgefährdete Handball-Oberligist HSG Barnstorf/Diepholz kassierte am Freitag in der Diepholzer Mühlenkamphalle seine dritte Niederlage in Folge, verlor vor 220 Zuschauern gegen den Tabellendritten HSG Delmenhorst mit 25:28 (9:13).

„Die Mannschaft hat zwar gut gekämpft, aber das allein reicht nicht. Wir haben vier Siebenmeter vergeben und im Abwehrbereich zu viele Fehler gemacht“, analysierte Barnstorfs Interimstrainer Heiner Thiemann.

Die Gastgeber begannen konzentriert, packten in der Abwehr konsequent zu. Kevin Heemann nahm von Beginn an Delmenhorsts Torjäger Jörn Janßen (3) in Manndeckung. Jan Linné brachte die Heimmannschaft mit einem Doppelpack mit 2:0 (3.) in Front. Der 25-Jährige sorgte mit seinem dritten Tor für das 4:2 (7.). Die Gäste, die ohne den privat verhinderten Kreisläufer Lennart Witt antraten, hielten weiter dagegen: Linksaußen Mario Reiser glich mit zwei „Buden“ in Folge erstmals aus – 4:4 (7.). Der Ex-Neerstedter setzte weiter Akzente, brachte das Team von Coach Jörg Rademacher mit seinem fünften Tor mit 7:5 (12.) in Führung. Es blieb eng: Linné und Kamil Chylinski mit verwandeltem Siebenmeter egalisierten zum 7:7 (14.). In der Deckung lieferte sich Lars von Kamp packende Zweikämpfe mit Delmenhorsts wurfstarkem Linkshänder Tim Coors (7).

Anschließend unterliefen den Barnstorfern im Angriff technische Fehler. Außerdem ließen Chylinski und Linné jeweils einen Siebenmeter aus. Zusätzlich kassierten Linné und von Kamp Zeitstrafen. Die Delmenhorster nutzten die Schwächephase in Überzahl eiskalt aus – Kreisläufer Marcian Markowski (4) traf zum 10:7 (22.). Andrius Gervé (6/1) besorgte den 9:13-Pausenstand.

Nach dem Seitenwechsel behauptete der Favorit bis zum 17:13 (37.) seinen Vier-Tore-Vorsprung, doch dann kämpften sich die Hausherren nach Treffern von Gervé (Strafwurftor), von Kamp und Arunas Srederis auf 16:17 (41.) heran. Es blieb spannend, doch beim Stand von 19:21 (47.) warf Chylinski einen weiteren Siebenmeter an den Pfosten. Ole Goyert und Markowski machten es auf der anderen Seite besser, erhöhten auf 23:19 (51.). Das war die Vorentscheidung. Die Delmenhorster ließen sich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen und gewannen am Ende verdient mit 28:25. Die Barnstorfer stecken weiter voll im Abstiegskampf.

Die Verantwortlichen befinden sich bereits in den Planungen für die neue Spielzeit, dennoch sagt Thiemann: „Der Klassenverbleib ist das erste Ziel. Wir schauen uns aber nach einem Trainer zur neuen Saison um.“ Erste Gespräche mit den Spielern sind angelaufen. Mannschaftskapitän Cedric Quader geht mit gutem Beispiel voran: „Ich habe vergangenen Samstag meine Zusage für die nächste Serie gegeben und hoffe, dass wir als Mannschaft zusammenbleiben. Der Zusammenhalt im Team ist super.“

Stenogramm:

HSG Barnstorf/Diepholz - HSG Delmenhorst 25:28 (9:13) - Barnstorf/Diepholz: Biras (1. Hz.), Hohnstedt (2. Hz.) - Beljic, von Kamp (2), Anuszewski, Srederis (4), Linné (5), Quader (1), Chylinski (4/2), Pernar, Gervé (6/1), Heemann (3), Honschopp (n.e.). Siebenmeter: Barnstorf/D. 7/3, Delmenhorst 1/1; Zeitstrafen: Barnstorf/D. 3, Delmenhorst 3; Schiedsrichter: Max Eilers und Philip Jandt (TSG Hatten-Sandkrug) boten eine mäßige Leistung, nahmen den Gastgebern mehrfach den Vorteil. Zuschauer: 220.

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