Landesliga-Primus fährt mit breiter Brust und Fan-Club zum Spitzenspiel nach Wilhelmshaven

HSG Barnstorf/Diepholz II „brennt“

Bot zuletzt starke Leistungen: Frederik Hohnstedt, Torhüter bei der HSG Barnstorf/Diepholz II. Der 21-Jährige ist im Topspiel gefordert.

Barnstorf - Die Landesliga-Handballer der HSG Barnstorf/Diepholz II fiebern dem Topspiel am Sonntag entgegen, wenn sich der Spitzenreiter (35:7 Punkte) um 16 Uhr beim Verfolger Wilhelmshavener HV II (34:8 Zähler) vorstellt. Sogar der Fan-Club der Oberliga-Mannschaft begleitet die Zweite im Bus, dürfte in der Halle für Stimmung sorgen. „Die Motivation ist hoch. Wir wollen unbedingt Meister werden, denn wir haben eine gute Saison gespielt“, unterstreicht Barnstorfs Spielertrainer Malte Helmerking.

Personell können die Gäste vermutlich in Bestbesetzung antreten. Auch die zuletzt beim 23:23 in Melle gegen die Eickener SpVg fehlenden Tomas Lenkevicius und Kevin Heemann sind dabei. Torjäger Nils Mosel setzt aufgrund von Nacken- und Rückenbeschwerden in dieser Woche mit dem Training aus, aber der 33-Jährige kann spielen. Auch Helmerking wird trotz Kniebeschwerden die Zähne zusammenbeißen und auflaufen. Er nimmt sich selbst in die Pflicht: „Jeder muss über die Grenzen gehen.“

In der Hinbegegnung fertigten die Barnstorfer den Wilhelmshavener HV II mit 33:16 ab, boten dabei in der Deckung eine starke Leistung. Helmerking setzt zunächst einmal auf eine sattelfeste 3:2:1-Abwehr: „Eine gesunde Härte zeichnet uns aus.“ Aufpassen müssen die Barnstorfer zunächst einmal auf Wilhelmshavens Rückraumakteur Christoph Groß, der bekanntlich zur neuen Saison zum Oberligisten TV Neerstedt wechselt. Außerdem verfügen die Hausherren in Thorben Hackstein über einen gefährlichen Kreisläufer.

Dem HSG-Spielertrainer sind die Stärken des Tabellenzweiten bekannt, dennoch sagt er: „Wir wollen unser eigenes Spiel durchdrücken, über die erste und zweite Welle schnell nach vorn spielen.“ Hier baut er vor allem auf Kevin Heemann, Nils Mosel, Tobias Mundhenke und Osman Ahmad, die ein hohes Tempo gehen können. Wichtig ist allerdings auch, dass der Primus seine Chancen konsequent ausspielt und auch nutzt. Zuletzt agierten die Barnstorfer in Melle zu hektisch, gaben am Ende einen Sieg noch aus der Hand.

Für Helmerking zählen im Hit nur zwei Punkte: „Wir dürfen uns keinen Ausrutscher mehr leisten.“ Sechs Tage später erwartet die HSG Barnstorf/Diepholz II am Samstag den Tabellendritten TS Hoykenkamp (33:9 Punkte). Mit zwei Siegen könnte sich der Meisterschaftsaspirant von den ärgsten Verfolgern absetzen.

mbo

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