HSG Barnstorf/Diepholz braucht neuen Halblinken / TSG Hatten-Sandkrug gastiert

Reisestress zu groß: Meyer wechselt zum VfL Edewecht

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Verlässt die HSG Barnstorf/Diepholz nach der Saison und wechselt zum Handball-Oberligisten VfL Edewecht: Rückraumakteur Tobias Meyer (am Ball).

Diepholz - Von Matthias Borchardt. Die Oberliga-Handballer der HSG Barnstorf/Diepholz haben aus dem „Durchhänger“ (drei Niederlagen in Folge) des TV Bissendorf-Holte Kapital geschlagen und den zweiten Platz erobert. Diesen will der letztjährige Vizemeister im morgigen Heimspiel um 19.30 Uhr in der Diepholzer Mühlenkamp-Halle gegen die TSG Hatten-Sandkrug verteidigen.

Barnstorfs Trainer Dag Rieken freut sich über fünf Siege in Folge: „Wir haben einen positiven Trend hingelegt.“ Er weiß allerdings, dass mit der abstiegsgefährdeten TSG Hatten-Sandkrug eine „unangenehme Mannschaft“ auf sein Team wartet: „Die Hatter stehen mit dem Rücken zur Wand. Wir wollen aber unser Heimspiel unbedingt gewinnen.“

Der 46-Jährige B-Lizenz-Inhaber bastelt bereits am Kader für die kommende Saison, steht mit einigen Spielern in Kontakt. Er muss auf alle Fälle für den halblinken Rückraum einen neuen Akteur suchen, denn Tobias Meyer, mit 74/2 Toren zweitbester Werfer hinter Kamil Chylinski (85/23 Treffer), verlässt die HSG Barnstorf/Diepholz und schließt sich dem Klassengefährten VfL Edewecht an.

Morgen ohne Chylinski, Srederis und Brenning

„Das ist schon ein Verlust für uns“, unterstreicht Rieken. Doch er kann den 25-jährigen Lehramtsstudenten verstehen, denn die Fahrerei von Oldenburg nach Barnstorf (ein Weg sind 64 Kilometer) ist ziemlich zeitintensiv. Das bestätigt auch Meyer: „Meine Entscheidung stand zuerst – aus privaten Gründen wird mir die Fahrerei einfach zu viel. Barnstorf hat sich auch um mich bemüht, aber ich habe mich dann für Edewecht entschieden.“

Zunächst einmal möchte der Akteur mit der Nummer 19 die Serie erfolgreich mit seiner aktuellen Mannschaft zu Ende bringen. Und er ist in der zweiten Reihe mehr denn je gefordert, denn die Gastgeber müssen erneut ohne die Leistungsträger Kamil Chylinski (Prüfung in Polen) und Arunas Srederis (Spritzentherapie wegen Rückenproblemen) auskommen. Außerdem fehlt Linksaußen Lukas Brenning (privat verhindert). Finn Richter ist aufgrund eines grippalen Infekts angeschlagen. Der 29-Jährige zählt vermutlich genauso zum Aufgebot wie Kreisläufer Ulf Grädtke, der wegen seines Referendariats in Huchting in dieser Woche nicht trainierte.

Die Hinbegegnung gewannen die Barnstorfer mit 29:21, dabei zog sich TSG-Regisseur Robert Langner einen Bruch der linken Elle zu. Seitdem fehlt der 31-Jährige dem Tabellenzwölften an allen Ecken und Enden. In der zweiten Runde des HVN/BHV-Pokals schlugen die Sandkruger die HSG Barnstorf/Diepholz in Wilhelmshaven überraschend mit 25:24. Nicht nur aus diesem Grund sind die Hausherren gewarnt.

Die meiste Gefahr bei den Gästen geht vom Ex-Neerstedter Rückraumakteur Torben Kruse und Kreisläufer Jürgen Erdmann aus. Letzterer warf beim jüngsten 28:31 gegen die HSG Delmenhorst zwölf Tore. Rieken vertraut der bewährten 3:2:1-Deckung, fordert aber auch: „Wir müssen klaren Kopf behalten.“ Er hofft, dass seine Mannen erneut „flüssige Kombinationen“ aufziehen können. Das klappte beim jüngsten 29:26-Erfolg in Bremervörde prima, denn da erzielten Laurynas Palevicius (8) und Lukas Brenning (4) zwölf Treffer von den Flügeln. Und am Kreis wirbelte Andrius Gervé (10/3).

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