29:36 in Glinde: Bei der ersten Saisonniederlage muss Trainer Thiemann reichlich improvisieren

Barnstorf hat zu viele Baustellen

Barnstorfs Malte Helmerking (rechts) und Finn Richter (Mitte) haben in dieser Szene alle Hände voll zu tun, um Glindes Andreas Kühne zu verteidigen. Am Ende war aller Einsatz vergeblich, die HSG kassierte ihre erste Saisonpleite.

Kreis-Diepholz - BARNSTORF (mr) · Bei der fünften Auswärtsfahrt nach Sachsen-Anhalt hat’s die HSG Barnstorf/Diepholz erwischt. Bei Eintracht Glinde kassierte der Handball-Regionalligist am Samstagabend mit dem klaren 29:36 (17:17) die erste Niederlage der Saison. Auf den ersten Blick eine ziemlich überraschende Pleite, denn Glinde war bisher Tabellen-Vorletzter. Auf den zweiten aber bei weitem nicht mehr so sensationell – bedenkt man die miserablen Vorzeichen bei Barnstorf.

Abwehrchef Tomas Lenkevicius und der nicht minder wichtige Sigitas Stropus weilen in ihrer litauischen Heimat und rissen – vor allem in den Abwehrverbund – riesige Löcher. Neuzugang Denis Maksimovich (Plantarsehnenreizung) ist noch nicht einsatzbereit, Oliver Heuer will nach seiner Rippenverletzung heute wieder ins Training einsteigen und fehlte demnach am Samstag

nGrädtke droht

nlange Pause

noch. Und Ulf Grädtke, der zweite etatmäßige Kreisläufer neben Heuer, hatte sich am Mittwoch beim Training verletzt und musste sogar mit dem Krankenwagen abgeholt werden. „Er hat ein richtig dickes Knie. Der Arzt meinte, es wäre wohl nichts mit dem Kreuzband, aber vermutlich etwas am Meniskus“, berichtete Trainer Heiner Thiemann. Heute soll Grädtke eine endgültige Diagnose bekommen, eine längere Pause dürfte ihm aber gewiss sein.

Demnach reiste die HSG ohne „echten“ Kreisläufer nach Glinde. Statt Heuer oder Grädtke spielte Lars Giesen auf dieser Position – und lieferte laut Thiemann eine gute Partie ab: „In solchen Situationen gehen einem manchmal kleine Lichter auf. Lars hat bei vier Versuchen drei Tore geworfen und ist am Kreis eine echte Alternative.“ Genau wie Jan-Eric Rechtern, der schon nach einer Viertelstunde auf der Linksaußen-Position den bereits mit zwei Zeitstrafen belasteten Finn Richter ersetzte. „Da wächst ein Spieler heran, dem ich eine gewisse Perspektive zutraue“, verpackte Thiemann sein Lob noch recht moderat.

Desweiteren übernahm Christian Koslowski den Part des Abwehr-Bosses von Lenkevicius – und Malte Helmerking musste die für ihn ungewohnte Rolle im rechten Rückraum von Stropus übernehmen.

Kurzum: „Die Mannschaft hat so noch nie zusammengespielt“, betonte Thiemann. Und das war – nach recht ausgeglichener erster Hälfte mit einem 17:17-Halbzeitstand – im zweiten Durchgang deutlich zu sehen. Vor allem die neu zusammengewürfelte Abwehr hatte mit den starkern Glindern um Junioren-Nationalspieler Philipp Weber, der (meistens per Sprungwurf) zwölf Tore warf, arge Probleme. „Die Abstimmung war nicht gut, wir haben deren Spielfluss viel zu selten unterbrochen“, monierte Thiemann. Nach dem recht klaren 22:27 (43.) kämpften sich die Gäste zwar noch mal bis auf 25:28 (48.) heran, doch dann führten drei Gegentore in Folge zur Vorentscheidung. Am Ende gewannen die Hausherren sogar noch ziemlich deutlich.

Thiemann sah sich nach dem Abpfiff in seiner hohen Meinung über Glinde bestätigt und gestand – auch mit Blick auf die eigene personelle Notlage: „Der Gegner war heute einfach stärker.“

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