HSG Barnstorf/Diepholz baut neues Team auf / Neue Litauer müssen sich einspielen

Thiemann zur Dritten Liga: „Der Sprung ist utopisch“

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Heiner Thiemann, Trainer der HSG Barnstorf/Diepholz, präsentierte am Freitagabend im Heimspiel gegen den ATSV Habenhausen die beiden litauischen Neuzugänge Arunas Srederis (r.) und Laurynas Palevicius (l.).

Diepholz - Von Matthias Borchardt. Die HSG Barnstorf/Diepholz hat mit Spielern aus Litauen gute Erfahrungen gemacht: Nach Vytautas Milasiunas, Tomas Lenkevicius, Sigitas Stropus, Saulius Liutikas, Andrius Gervé und Donatas Biras präsentierte der Handball-Oberligist am Freitagabend in der Heimpartie gegen Spitzenreiter ATSV Habenhausen (17:19) in Person von Arunas Srederis und Laurynas Palevicius zwei weitere litauische Neuzugänge.

„Wir bauen eine neue Mannschaft für die Zukunft auf“, verrät Barnstorfs Trainer Heiner Thiemann.

Aufgrund von Kontakten zu Saulius Liutikas und Sigitas Stropus kamen die beiden Neuen zum Tabellenvierten, trainieren seit Anfang Dezember 2012 mit, wohnen mittlerweile in Barnstorf und haben nun die Spielberechtigung. Arunas Srederis kommt vom HC „Dragunas“ Klaipeda, ist 26 Jahre alt und spielt im halbrechten Rückraum. „Arunas hat sich ganz ordentlich eingefunden. Er ist ein robuster Deckungsspieler, hat ein gutes Auge für die Nebenspieler. Er muss sich bei uns noch einfinden“, sagt Thiemann, der den Linkshänder aufgrund der angespannten Personalsituation ins kalte Wasser warf. Arunas Srederis erzielte bei seinem Debüt gegen den ATSV Habenhausen vier Tore.

Laurynas Palevicius hatte länger pausiert. Der 22-Jährige spielt beim Tempogegenstoß seine Schnelligkeit aus, weiß sich auch in der Abwehr zu wehren. Der Rechtsaußen soll als zweiter Mann hinter Kapitän Nils Mosel aufgebaut werden. Gegen den ATSV Habenhausen besaß der Linkshänder zwei Chancen, scheiterte beide Male an ATSV-Torwart Olaf Kümmel. „An der Chancenverwertung muss er arbeiten“, weiß Heiner Thiemann.

Am Sonntag lief es für den Litauer bei einem Einsatz in der Zweiten bereits besser, denn er steuerte zum 34:16-Erfolg über Landesliga-Schlusslicht VfL Rastede sechs Tore bei.

Auch Nils Mosel hat von den neuen Litauern einen positiven Eindruck gewonnen: „Beide sind sehr willig – auch die deutsche Sprache zu erlernen.“

Heiner Thiemann ist froh, dass ihm nun ein größerer Kader zur Verfügung steht. „Jetzt können wir noch mehr rotieren, müssen uns aber noch einspielen“, unterstreicht der 61-Jährige.

Der HSG-Coach kann sich übrigens nicht daran erinnern, dass seine Mannschaft jemals in 60 Minuten nur 17 Tore geworfen hatte: „Beim Schießen haben wir uns nicht mit Ruhm bekleckert.“ Die angeschlagenen Rückraumspieler Malte Helmerking und Jan-Eric Rechtern setzten keine Akzente. Und Linkshänder Denis Maksimovich ist nach einem Muskelfaserriss in der Wade noch nicht fit. Mit Rotsünder Marius Kasmauskas fehlte in der zweiten Reihe ein wichtiger Akteur.

„Angriffsmäßig war das erschreckend. Gegen die 6:0-Deckung und den überragenden Torhüter ist uns nicht viel eingefallen“, moniert Mosel rückblickend.

Mittelfristig peilt der letztjährige Vizemeister eine Rückkehr in die dritthöchste Liga an, doch momentan sind die Barnstorfer davon meilenweit entfernt. Thiemann sieht’s ähnlich: „Derzeit sehe ich keine Perspektive. Der Sprung ist utopisch.“

Nils Mosel nennt einen anderen Aspekt, warum das aktuell kein Thema ist: „Wir brauchen noch Zeit, um uns mit den neuen Spielern besser einzuspielen.“

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