Mosel und Palevicius pushen sich zu insgesamt 15 Toren beim 36:24 gegen Hatten

Barnstorf: So ist es recht mit dem rechten Flügel

Traumhafte Quote vom Punkt: Barnstorfs Andrius Gervé verwandelte alle sieben Strafwürfe und packte noch drei Feldtore drauf.
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Traumhafte Quote vom Punkt: Barnstorfs Andrius Gervé verwandelte alle sieben Strafwürfe und packte noch drei Feldtore drauf.

Diepholz - Von Gerd TöbelmannVor genau einer Woche versagte Handball-Oberligist HSG Barnstorf/Diepholz beim 17:19 gegen Habenhausen im Angriff kläglich. Gestern Abend jedoch sah das ganz anders aus, fegte der Tabellenfünfte die TSG Hatten-Sandkrug vor 200 Zuschauern mit 36:24 (17:10) aus der Diepholzer Mühlenkamp-Halle.

„Gegenüber dem Habenhausen-Spiel haben wir uns in allen Bereichen verbessert. Das war aber auch nötig. Vor allem die Gegenstöße haben heute gut geklappt“, meinte Barnstorfs Trainer Heiner Thiemann, dem sein Gegenüber Henning Sohl nach Spielende nur gratulieren konnte: „Barnstorf war uns in allen Belangen überlegen“, meinte der Coach, der früher auch einmal für kurze Zeit in Barnstorf gespielt hatte.

Vor allem der rechte Flügel der Gastgeber machte mächtig Spaß. „Platzhirsch“ Nils Mosel (30 Jahre/acht Tore) und sein neuer Herausforderer, der Litauer Laurynas Palevicius (22/7), stellten Hatten vor unlösbare Probleme. Da rieb sich Thiemann später die Hände: „Laurynas kann Nils Feuer auf rechts machen. Genauso ist das gedacht.“

Und der Youngster hätte nichts dagegen: „Das war heute erst mein zweites Spiel für Barnstorf. Gegen Habenhausen war das noch unglücklich, aber ich war die ganze Zeit über heiß und habe mich auf das heutige Spiel gefreut. Das wird jetzt ein positiver Konkurrenzkampf mit Nils.“

Doch die Barnstorfer lebten nicht nur von ihrem rechten Flügel. Zwei weitere Litauer drückten dem Match ihren Stempel auf. Keeper Donatas Biras, in der Hinrunde mit Licht und Schatten, strahlte gestern Souveränität aus und hielt neben elf schweren Bällen auch noch zwei Siebenmeter. Landsmann und Kreisläufer Andrius Gervé war vom Punkt kalt wie eine Hundeschnauze, verwandelte alle sieben für die HSG gegebenen Siebenmeter und warf zudem drei blitzsaubere Feldtore.

Hatten-Sandkrug um seine vermeintlichen Überflieger Andrzej Staszewski (1) und Jürgen Erdmann (6/1) war völlig chancenlos. Bis zum 4:4 (8.) war’s ausgeglichen, dann setzte sich Barnstorf binnen zehn Minuten auf 10:4 ab. Die Gäste kamen nie wieder bedrohlich auf, einige der eingefleischtesten Hattener Fans sprachen gar von einem „Hühnerhaufen“. Über 20:11 (35.) und 26:12 (44.) steuerte Barnstorf einem lockeren Sieg entgegen und scheint für das Derby am kommenden Freitag beim Tabellendritten TV Neerstedt gerüstet zu sein. TVN-Coach Dag Rieken jedenfalls war gestern Augenzeuge und wird sein Team wohl besonders vor den rechten Flügelflitzern der HSG warnen.

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