Drittligist verliert Endspiel des „Sparkassen-Cups“ ohne Kapitän 20:24 gegen VfL Edewecht / Schwenker im Halbfinale stark

HSG Barnstorf mit Mosel einfach stärker

Stellte gestern seine Klasse eindrucksvoll unter Beweis: Nils Mosel (r.), Linkshänder der HSG Barnstorf/Diepholz, der hier Hamms Torwart Jörn Maiß bei einem Gegenstoß überwand.

Kreis-Diepholz - DIEPHOLZ (mbo) · Handball-Zweitbundesligist VfL Edewecht hat gestern das zweitägige Turnier um den zehnten „Sparkassen-Cup“ dank eines 24:20-Finalerfolgs über Gastgeber HSG Barnstorf/Diepholz gewonnen. Platz drei in diesem starken Feld sicherte sich Drittligist HSE Hamm, der im „kleinen Finale“ den litauischen Meister HC Dragunas Klaipeda deutlich mit 30:20 schlug.

Finale - HSG Barnstorf/Diep holz - VfL Edewecht 20:24 (9:10): „Der Sieg der Edewechter ist verdient. Wir haben in der zweiten Halbzeit zu viele einfache Fehler gemacht“, unterstrich Heiner Thiemann, Trainer der HSG Barnstorf/Diepholz, der in der zweiten Hälfte munter durchwechselte. Zumindest in den ersten 25 Minuten hielten die Barnstorfer, bei denen Leistungsträger Nils Mosel aufgrund von Achillessehnen-Beschwerden geschont wurde, vor 200 Zuschauern mit. Vor allem Rückraumakteur Jan Mohrmann (5) traute sich etwas zu. Mit einem Dreierpack schaffte er aus einem 2:4 (6.) eine 5:4-Führung (11.), die bis zum 9:8 (23.) durch Denis Maksimovich Bestand hatte. Kurz vor der Pause brachte Janik Köhler (6) den Favoriten mit dem 10:9 auf die Siegerstraße.

Nach dem Seitenwechsel blieb es bis zum 15:16 durch einen von Saulius Liutikas (4/4) verwandelten Siebenmeter eng, doch dann setzten sich die Ammerländer mit ihrem Rückraum-Shooter Jörn Wolterink entscheidend auf 21:16 (44.) ab. HSG-Linksaußen Finn Richter (5) betrieb noch mit einigen Treffern Ergebniskosmetik. „Wir liegen in unserer Vorbereitung voll im Plan“, bilanzierte Heiner Thiemann abschließend.

Halbfinale - HSE Hamm - HSG Barnstorf/Diepholz 21:24 (11:10): Mit seinen Treffern neun und zehn machte Linkshänder Nils Mosel den Sack zu und trug zusammen mit einem gut aufgelegten Torhüter Maik Schwenker maßgeblich zum Einzug ins Endspiel bei. Der Kapitän der HSG Barnstorf/Diepholz strahlte nach seiner Gala-Vorstellung: „Es hat richtig Spaß gemacht.“ Der 28-Jährige lobte Maik Schwenker: „Die Pässe von ,Malle’ sind erste Sahne.“ Mit langen Bällen schickte der 31-Jährige den pfeilschnellen Rechtsaußen mehrfach auf die Reise.

Die Gastgeber erwischten gestern Vormittag einen Start nach Maß, lagen schnell mit 5:2 (8.) vorn. Diese Führung behaupteten sie bis zum 8:6 (14.), doch anschließend leisteten sich die Barnstorfer einige Fehler. Vor allem mit ihren Chancen gingen sie zu großzügig um. So scheiterten Saulius Liutikas, Malte Helmerking und Martin Golenia gleich mit drei Siebenmetern an Hamms Keeper Jörn Maiß. Die Gäste machten es besser, drehten mit vier „Buden“ in Folge den Spieß zum 10:8 (21.) um. Diesen Vorsprung verteidigten sie bis zum 14:13 (30.). Im weiteren Spielverlauf fiel den Hammern gegen die aggressiv arbeitende 6:0-Abwehr der HSG nicht mehr viel ein. Die Barnstorfer steigerten sich, lagen nach einem Doppelpack von Nils Mosel mit 18:15 (39.) in Front. Die Hammer ließen mit dem wurfstarken Linkshänder Dominik Wiesmann (7) nicht locker, glichen zum 20:20 (46.) aus. Mittelmann Saulius Liutikas (4/2) brachte das Heimteam mit zwei Toren zum 22:20 (48.) zurück auf die Siegerstraße. Am Ende freuten sich die Hausherren über den Einzug ins Endspiel. „Wir sind verdient ins Finale gekommen“, urteilte Heiner Thiemann. Der 58-Jährige zeigte sich von der Torhüter-Leistung Schwenkers angetan: „Maik hat wirklich gut gespielt.“

Letztes Gruppenspiel - VfL Edewecht - HSG Barnstorf/Diepholz 22:20 (11:10): Trotz der Niederlage wirkte Barnstorfs Rückraumakteur Jan Mohrmann nicht unzufrieden: „Die Spiele am Sonnabend waren von uns deutlich besser als beim Turnier in Banzkow. Wir haben gut mitgespielt, und das Spielverständnis untereinander klappt immer besser.“ Mit sieben „Buden“ trug er entscheidend dazu bei, dass die Gastgeber die Partie gegen den körperlich starken Zweitligisten offen hielten. Das Fehlen von Rechtsaußen Nils Mosel (geschont wegen Achillessehnen-Problemen) und Kreisläufer Andrius Gervé (Spielberechtigung liegt noch nicht vor) machte sich schon bemerkbar. Nach wechselnden Führungen lagen die Barnstorfer nach einem Treffer von Linksaußen Finn Richter (3) beim 10:9 (23.) letztmalig vorn. „Anfang der zweiten Halbzeit haben wir zu viele Fehler gemacht. Außerdem fehlt noch der schnelle Gegenstoß“, analysierte Heiner Thiemann. Die Edewechter zogen mit den Haupttorschützen Jörn Wolterink (5) und Tobias Weihrauch (4) vorentscheidend auf 20:15 (40.) davon. Die Hausherren kämpften sich zwar mit einem gut aufgelegten Jan Mohrmann (7) noch einmal auf 19:21 (48.) heran, aber zu mehr langte es nicht.

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