Torhüter Pauli und die Defensive ragen beim 26:23 gegen Heidmark heraus

HSG Barnstorf II korrigiert Fehlstart

Vom Kreis abgehoben: Barnstorfs Neuzugang Dimitri Hofmann setzte sich durch und erzielte ein Tor. Foto: Borchardt

Diepholz – Selbst die Rote Karte gegen Kapitän Martin Golenia konnte die starke Abwehr der HSG Barnstorf/Diepholz II nicht ins Wanken bringen: Mit 26:23 (12:11) setzten sich die Verbandsliga-Handballer am Samstag zu Hause gegen die HSG Heidmark durch und korrigierten damit auch den Fehlstart nach der Niederlage zum Auftakt bei der SG Neuenhaus/Uelsen (26:35). „Ich bin sehr zufrieden mit unserer Leistung, gerade mit der Abwehr“, resümierte deshalb der Barnstorfer Trainer Raul-Lucian Ferent: „Auch nach der Roten Karte gegen Martin haben wir es weiter sehr gut gemacht.“

Die Hinausstellung seines Kapitäns, der Heidmarks Paul Grittner in der 20. Minute im Gesicht erwischt hatte, sah der Rumäne indes als „okay“ an: „Der Gegner hat zwar ein bisschen Theater gemacht, und vielleicht hätte man es auch bei einer Zwei-Minuten-Strafe belassen können, aber die Aktion sah schon heftig aus. Darum war das schon in Ordnung, denke ich.“

Bis dahin spielte Golenia stark, erwischte wie auch seine gesamte Mannschaft einen tollen Start in die Partie. Bis zum 4:0 kassierten die Barnstorfer keinen Gegentreffer, lagen kurz darauf sogar mit 7:2 in Führung. Doch dann stand es plötzlich 8:10. „Diese Phase war nicht gut von uns, wir haben viele Fehler gemacht, zu viele Bälle im Angriff weggegeben“, befand Ferent, der beim Stand von 8:9 eine Auszeit nutzte, „um die Jungs wieder ein bisschen zu motivieren. Sie hatten ja schon gezeigt, dass sie es können. Es war, glaube ich, eine Kopfsache.“ Was auch immer am Ende der Grund war, Ferents Maßnahme fruchtete. Seine Spieler waren wieder voll da und bogen den Rückstand bis zur Pause noch in eine 12:11-Führung um.

In der umkämpfen zweiten Halbzeit konnte sich zunächst keine der beiden Mannschaften absetzen. Höchstens zwei Tore betrug die Führung für die Gastgeber, zum Beispiel beim 17:15. Doch dann zeigte wieder eine Auszeit des Coaches Wirkung. Beim 20:20 (50.) zog Ferent die Option, danach erzielten die Barnstorfen vier Tore in Folge. Das 24:20 war die Vorentscheidung, spannend wurde es bis zum 26:23-Endstand nicht mehr.

Besonders stark präsentierte sich am Samstag Manuel Pauli. Der Torhüter parierte aus dem Spiel heraus 13-mal in Halbzeit eins, sechsmal nach dem Wechsel und wehrte zusätzlich noch drei Siebenmeter ab. „Wenn du insgesamt 22 Bälle hältst und 23 Tore kassierst, ist das natürlich stark“, fand auch Ferent: „Aber die ganze Mannschaft war stark, nicht nur unser Torhüter.“  fs

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