Oberligist verliert mit 27:29 / „Verdienter Sieg“ / HSG morgen im Pokal nach Winsen

Barnstorf kann Neerstedts Weste nicht beschmutzen

Mit einem Fehlwurf-Hattrick in den letzten Minuten brachte Barnstorfs Linkshänder Denis Maksimovich die HSG um ein mögliches Remis gegen Neerstedt. ·
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Mit einem Fehlwurf-Hattrick in den letzten Minuten brachte Barnstorfs Linkshänder Denis Maksimovich die HSG um ein mögliches Remis gegen Neerstedt. ·

Diepholz - Von Gerd TöbelmannDa hat der Angestellte dem Chef aber schön in die Suppe gespuckt. Im richtigen Leben ist Dag Rieken, Trainer des Handball-Oberligisten TV Neerstedt, im Schulverbund Freistatt angestellt und muss sich da an die Weisungen von Heiner Thiemann, Coach der HSG Barnstorf/Diepholz, halten. Gestern Abend hatte Rieken das bessere Ende für sich, gewann vor 350 Zuschauern in der Diepholzer Mühlenkamp-Halle mit 29:27 (12:13) und fuhr den sechsten Sieg im sechsten Spiel ein.

Am Ende der Partie waren sich beide Trainer einig: „Neerstedt hat verdient gewonnen.“ Rieken wusste auch, woran das hauptsächlich lag: „Unser Torwart Andre Hoffmann hat super gehalten, und vorn haben Eike Kolpack und Thomas Schützmann die Dinger gemacht. Hinzu kommt, dass wir zum Start beider Halbzeit hellwach waren.“

Das musste auch Thiemann anerkennen: „Die Anfangsphasen haben wir verschlafen. Im Gegensatz zu Neerstedt haben unsere Torhüter diesmal keinen so guten Tag erwischt.“ Wohl wahr: Donatas Biras und auch Manuel Pauli glänzten zwar phasenweise, ließen sich aber auch einfache Dinger (vor allem von außen) einschenken.

Hinzu kam, dass Barnstorfs Ex-Profi Marius Kasmauskas (vier Tore) zwar einige Highlights im Spiel hatte, aber gegen Ende der Partie ziemlich auf dem Zahnfleisch ging und kein Faktor mehr war. „Marius muss natürlich konditionell noch zulegen. Aber das wird schon noch kommen“, ist sich Thiemann sicher.

Nach Rückständen in beiden Halbzeiten kämpfte sich Barnstorf gegen den Spitzenreiter wieder heran, konnte aber nicht vorbeiziehen, was auch am tollen Kampfgeist der Gäste lag, die sich lautstark immer wieder anfeuerten, während es bei den Gastgebern auf und neben dem Feld doch recht ruhig zuging.

Als der neunfache Torschütze Kolpack ab der 54. Minute beim Stande von 23:26 in Manndeckung genommen wurde, schien eine Wende möglich. Zwei Minuten vor dem Ende hatte sich das Thiemann-Team auf 27:29 herangearbeitet, ehe Denis Maksimovich den möglichen Sieg oder zumindest das Remis wegwarf. Innerhalb von 100 Sekunden nahm sich der Linkshänder, der auch zuvor schon oft gescheitert war, drei Würfe am Stück – und warf drei Fahrkarten. Klar, der Weißrusse übernahm Verantwortung, aber in dieser Phase wäre es besser gewesen, den wieselflinken und mit sieben Feldtoren starken Finn Richter einzubinden, um die recht statische TVN-Deckung auszutricksen. Doch die Pässe kamen nicht, so dass sich die Gäste wenig später in den Armen lagen.

Für Barnstorf geht es schon morgen ab 13.40 Uhr weiter, wenn im HVN-Pokal das Auswärtsspiel bei der HG Winsen/Luhe (Landesliga) ansteht. Thiemann möchte in diesem Match seine Neuzugänge (zum Beispiel Matthias Andreßen) weiter integrieren.

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