Spitzenreiter schlägt Verfolger TSV Bremervörde vor 500 Zuschauern mit 27:26

Barnstorf gewinnt furiosen Oberliga-Hit im Foto-Finish

Ballte nach dem Abpfiff die Siegerfaust: Barnstorfs Kreisläufer Andrius Gervé, der beim 27:26 siebenmal traf. ·
+
Ballte nach dem Abpfiff die Siegerfaust: Barnstorfs Kreisläufer Andrius Gervé, der beim 27:26 siebenmal traf. ·

Diepholz - Von Matthias BorchardtPure Erleichterung: Die beiden Litauer Andrius Gervé und Donatas Biras lagen sich gestern Abend jubelnd in den Armen, feierten einen 27:26 (14:9)-Erfolg ihrer HSG Barnstorf/Diepholz. Der Handball-Oberliga-Tabellenführer hatte vor 500 Zuschauern in der Diepholzer Mühlenkamp-Halle Verfolger TSV Bremervörde besiegt.

Torhüter Donatas Biras und Mannschaftskapitän Nils Mosel stimmten gemeinsam mit einem Megaphon eine Humba an und tanzten vor den Augen ihrer Fans. Auf der anderen Seiten verließen die Bremervörder bereits enttäuscht die Halle.

„Ich bin nicht ganz zufrieden, weil wir in der zweiten Halbzeit das taktische Konzept aufgegeben haben. Durch mehrere Zeitstrafen sind wir aus dem Rhythmus gekommen, außerdem haben wir zu viele Fehler gemacht. Den Grundstein für den Sieg haben wir mit einer starken ersten Hälfte gelegt“, analysierte Barnstorfs Trainer Heiner Thiemann. Ähnlich sah es Nils Mosel: „Die beste Abwehr mit dem besseren Torwart hat das Spiel gewonnen. Der Sieg war ganz wichtig, jetzt müssen wir die Spannung weiter hochhalten.“

Bremervördes Coach Sasa Rajkovic steckte die erste Saisonniederlage gut weg: „Wir haben noch genügend Spiele. Aufgrund der zweiten Halbzeit hatten wir einen Punkt verdient. Die ersten 30 Minuten waren dagegen nicht so gut, da haben wir zu viele Chancen ausgelassen. Aber in der zweiten Hälfte haben wir uns gesteigert, da hat meine Mannschaft alles gegeben.“

Die Bremervörder erwischten den besseren Start, führten schnell mit 2:0 (1.). Dann verhinderte HSG-Keeper Donatas Biras mit einer Parade gegen Daniel Usadel einen höheren Rückstand. Der 30-Jährige erwies sich auch in der Folgezeit als Rückhalt im Tor, wehrte mehrere Bälle ab. Die Barnstorfer nutzten ihre Chancen konsequent. Denis Maksimovich, Nils Mosel, Saulius Liutikas und Malte Helmerking drehten mit vier Treffern in Folge den Spieß zum 4:2 (10.) um. Anschließend arbeitete der Drittliga-Absteiger weiter aggressiv in der Abwehr. Jan-Eric Rechtern hatte als Spitze der 3:2:1-Deckung Bremervördes Shooter Adnan Salkic (7/3) im Griff. Zwar verkürzten die Gäste auf 5:6 (16.), doch Andrius Gervé mit zwei verwandelten Siebenmetern und Nils Mosel legten zum 9:5 (21.) nach. Bis zur Pause arbeiteten die Gastgeber konzentriert weiter, lagen nach einer „Bude“ von Kreisläufer Andrius Gervé zur Halbzeit verdient mit 14:9 vorn.

Gleich nach dem Wechsel erhöhten Ulf Grädtke und Maksimovich auf 16:9 (32.), doch dann warfen den Spitzenreiter zwei Zeitstrafen gegen Liutikas und eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Lars Giesen zurück. Der Tabellenzweite holte Tor um Tor auf, schaffte durch Kreisläufer Marcus Hölling (6) beim 17:17 (41.) den Ausgleich. Zum Glück fingen sich die Barnstorfer wieder, Maksimovich erzielte das 18:17 (42.). Der Meisterschaftsanwärter setzte nach, führte nach einem Treffer von Gervé wieder deutlich – 23:19 (49.). Das war aber noch nicht die Vorentscheidung, denn die Bremervörder kämpften weiter, so verkürzte Mittelmann Salkic auf 25:26 (57.). Nach einer feinen Einzelleistung erhöhte Mosel auf 27:25 (59.). Zwar gelang Torben Rode noch das 26:27, aber die HSG brachte das Ergebnis über die Zeit.

Der siebenfache Torschütze Denis Maksimovich wirkte nach dem Sieg erleichtert: „Es zählen nur die Punkte, aber auch die anderen Spiele sind wichtig. In der zweiten Halbzeit haben wir im Angriff und der Abwehr unkonzentriert gespielt, hatten Probleme.“

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

So fährt sich der echte VW Bulli als Stromer

So fährt sich der echte VW Bulli als Stromer

Fotostrecke: Werder gegen Gladbach ohne Tore, aber mit Leidenschaft

Fotostrecke: Werder gegen Gladbach ohne Tore, aber mit Leidenschaft

Österreichs ursprüngliche Alpentäler

Österreichs ursprüngliche Alpentäler

Was wir von den großen Reisenden lernen können

Was wir von den großen Reisenden lernen können

Meistgelesene Artikel

Helmerking macht´s erneut

Helmerking macht´s erneut

„Alle haben sich riesig gefreut“

„Alle haben sich riesig gefreut“

Punktspiele erlaubt: Die ersten Tennisbälle fliegen ab Juni

Punktspiele erlaubt: Die ersten Tennisbälle fliegen ab Juni

Weyhe profitiert vom Abbruch in Bremen

Weyhe profitiert vom Abbruch in Bremen

Kommentare