Oberligist verliert in Elsfleth 17:29 / „Wir haben in allen Mannschaftsteilen versagt“

HSG Barnstorf blamiert sich

Zahlen lügen nicht: Dag Rieken, Trainer bei der HSG Barnstorf/Diepholz, warf nach dem Auftritt in Elsfleth einen Blick in die Statistik. Da stand nicht nur ein 17:29, sondern noch mehr. - Foto: Marquart

Barnstorf - Peinlicher Auftritt von der HSG Barnstorf/Diepholz: Die ambitionierten Oberliga-Handballer gingen am Sonntag vor 150 Zuschauern beim Elsflether TB sang- und klanglos mit 17:29 (8:15) unter. In dieser Verfassung haben sie den zweiten Platz auch nicht verdient.

Die Niederlage aufgrund der Ausfälle und des Backeverbots (Haftmittel) festzumachen, das wäre zu einfach. „So dürfen wir uns nicht präsentieren. Wir haben in allen Mannschaftsteilen versagt“, wetterte Barnstorfs Trainer Dag Rieken. Er hatte nicht nur 27 Fehlwürfe notiert, sondern Andrius Gervé, Cedric Quader, Lukas Brenning und Bernd Pundt ließen von sechs Siebenmetern vier aus.

Die Gäste traten ohne Rückraumakteur Kamil Chylinski (Studium in Polen), Finn Richter (Knorpeleinriss im Knie), Raul-Lucian Ferent (Studium in Moldavien) und Kevin Heemann (spielte Zweite) an – diese Ausfälle fingen sie nicht auf. Die Gastgeber erwischten den besseren Start, führten nach einem Treffer von Linkshänder Christopher Santen mit 4:1 (6.). Zwar verkürzten Laurynas Palevicius und Martin Golenia auf 4:6 (14.), doch dann setzte Andrius Gervé einen Siebenmeter übers Tor. Bis zum 5:7 (16.) durch Bastian Carsten-Frerichs blieb der Tabellendritte auf Tuchfühlung, doch anschließend warfen die Barnstorfer einfach zu viele Fahrkarten. So scheiterte Quader mit einem Strafwurf an Elsfleths Torwart Kevin Danielzik, der weitere Bälle (noch zwei Siebenmeter) hielt.

Die Gastgeber machten es besser, erzielten fünf Treffer in Folge, setzten sich von 9:6 (18.) auf 14:6 (27.) ab. Carsten-Frerichs setzte den Schlusspunkt einer schwachen ersten Hälfte, traf zum 8:15.

Vor allem vorn haperte es. „Wir haben im Angriff pomadig gespielt“, schüttelte Rieken bei der Vielzahl an Fehlern nur mit dem Kopf. Auch in der Deckung griffen die Maßnahmen des B-Lizenz-Inhabers nicht: Er versuchte es mit den Systemen 6:0, 3:2:1, 4:2 und 3:3 – aber nichts klappte. Nach dem Wechsel lag die HSG beim 8:18 (35.) erstmals mit zehn Treffern zurück. Es kam sogar noch dicker, die Elsflether zogen mit den Haupttorschützen Finn Oberegger (6), Chris Danielzik (6/1), Bela Rußler (5/2) und Christopher Santen (5) auf 24:10 (43.) davon und fuhren letztendlich einen ungefährdeten 29:17-Erfolg ein.

Rieken urteilte nach der schwächsten Saisonleistung: „Wir waren heute chancenlos.“ - mbo

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