In Rehden deutet sich Trainerwechsel an / Lahmes 0:0 gegen Drochtersen

Bald wohl ohne Brunn

Kreis-Diepholz - Von Björn KnipsREHDEN · So offen, klar und ehrlich die Rehdener ihre enttäuschende Nullnummer gegen die SV Drochtersen/Assel analysierten, so verschlossen gaben sie sich mal wieder beim Thema Trainer Uwe Brunn. Dabei ist die Entscheidung, ob der Ex-Profi den Fußball-Oberligisten über die Saison hinaus weiter betreut, längst gefallen. Denn morgen wird die Mannschaft informiert, anschließend die Öffentlichkeit – und nicht nur das lässt den Schluss zu: Rehden und der Coach trennen sich zum Saisonende. Auch hinter vorgehaltener Hand wird der Abschied bestätigt.

„Im Moment gibt es dazu nichts zu sagen“, wiegelte Brunn am Samstagabend ab. BSV-Vorsitzender Friedrich Schilling meinte lediglich: „Wir werden das Thema kurzfristig abarbeiten.“ Und Teammanager Heiner Bünte vertröstete auf die nächsten Tage: „Wir möchten, wie es sich gehört, erst mit der Mannschaft sprechen.“

Wenn alles gut wäre, sich alle lieb hätten – müsste das eigentlich nicht sein. Dann würde mit dem Trainer verlängert, die Presse informiert – und aus die Maus. Doch beim BSV herrscht eben nicht Friede, Freude, Eierkuchen, dafür ist der Saisonverlauf mit dieser gut bestückten Mannschaft zu enttäuschend.

Dazu passte auch das Drochtersen-Spiel. Rehden bot den 200 Zuschauern wenig ansehnlichen Fußball – und brachte den stark abstiegsbedrohten Gast nur selten in Verlegenheit. Dabei hatte Brunn in Mehmet Koc und Benjamin Belka zwei Stürmer aufgeboten und dahinter ein ziemlich offensives Mittelfeld (Ölge, Greve, Schiffbänker und Burgardt) postiert. Doch das Zusammenspiel klappte fast gar nicht, von einstudierten Spielzügen keine Spur – und beim Torabschluss wurde es gruselig. Lediglich Manuel Meyer strahlte bei zwei Freistößen (20. und 53.) so etwas wie Torgefahr aus. Mehmet Koc gelang zwar noch ein ganz ordentlicher, aber eben auch haltbarer Schlenzer (73.). Und für die ganz Genauen: Christian Schiffbänker traf die Latte (84.) – allerdings mit seinem Bogenlampen-Aufsetzer nur zufällig.

„Das zieht sich doch wie ein roter Faden durch die Saison: Wir wissen einfach nicht, wo das Tor steht“, seufzte Meyer. Und Koc gestand: „Der Gegner kämpft ums Überleben, und wir denken, es geht so. Wir sind nicht torgeil genug und nicht da, wo es brenzlig wird.“ Das war auch der Vorwurf von Brunn: „Unsere Stürmer haben nur reagiert und nicht agiert.“ Aber auch in Sachen Spielfluss merkte der Noch-Coach fast schon resignierend an: „Wir haben Laufwege trainiert, aber dabei nicht mal ohne Gegenspieler Tore hingekriegt. Da wundert es mich nicht, dass es heute wieder so war . . .“

Beinahe hätte Rehden sogar sein blaues Wunder erlebt. Doch Keeper Rene Damerow machte erst gegen Sascha Kappelmann (67.), dann gegen Lukas Hertting (72.) einen ausgezeichneten Job. Und am Ende opferte sich Meyer: Nach zwei ganz wichtigen taktischen Fouls (86. und 90.) sah er die Ampelkarte. Die blieb folgenlos – und der Innenverteidiger darf auch am Donnerstag im Heimspiel gegen Goslar 19.30 Uhr) mitwirken, weil es im Amateurbereich für Gelb-Rot keine Sperre gibt.

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