Auch Gerd Riss ist bei der 60. Auflage des Grasbahnrennens am 25. April dabei / „1 500 Zuschauer müssen kommen“

Bahn-Stars kommen nach Schwarme

Gerd Riss wird Ende April einer der Topstars beim 60. Schwarmer Rennen sein. Der gestern 45 Jahre alt gewordene Bad Wurzacher holte sich im vergangenen Jahr den DM-Titel auf der Langbahn und wurde mit dem deutschen Team sogar Weltmeister.

Kreis-Diepholz - SCHWARME(töb) · Und das Schwarmer Motorrad-Rennen lebt doch noch! Im vergangenen Jahr führten die MSC-Verantwortlichen nur eine extreme „Light-Veranstaltung“ mit Jugendlichen und unbekannten B-Lizenzfahrern durch. In diesem Jahr, zur 60. Auflage der Traditionsveranstaltung, ist das anders. Am 25. April dröhnen wieder die Motoren im Schwarmer Bruch – und Elitefahrer aus Deutschland und ganz Europa sind dabei.

Schwarmes erster Vorsitzender Kurt Harries ist froh, wieder ein sportlich hochklassiges Rennen anbieten zu können. Aber der MSC-Chef kündigt auch Veränderungen an: „Der Renntag am Sonntag gehört voll und ganz dem Sport. Irgendwelchen Schnickschnack am Rande wird es nicht mehr geben. Offenbar wird das vom Publikum gewünscht.“ Lediglich am Samstag wird noch ein Rahmenprogramm mit Oldtimer-Treffen oder Mofa-Rennen geboten. Der Sonntag sieht dann Rennen der A- und B-Lizenz-Solisten, der A-Lizenz-Seitenwagen und auch diverse Schüler-Rennen.

Doch warum gehen die Schwarmer mit ihrem Rennen nun in den April? Harries begründet das so: „An diesem Tag finden in Deutschland und Europa keine Rennen statt, so dass es leichter war, gute Fahrer zu verpflichten. Im Sommer oder Spätsommer hatten wir zu unserem Termin oft zeitgleiche Rennen an anderen Orten.“ Dass das Wetter im April schlechter sein könnte, stört Harries nicht: „Wir mussten Rennen nach Wolkenbrüchen auch schon im Sommer abbrechen.“

Im vergangenen Jahr musste der MSC mächtig abspecken, weil die Vereinkasse leergeräumt war und auch viele ehrenamtliche Helfer nicht mehr mitmachen wollten. Bei den Ehrenamtlichen sieht das mittlerweile besser aus. „Es machen wieder mehr Leute mit. Dadurch, dass wir das eigentliche Rennen nur am Sonntag fahren, ist die Belastung auch nicht so hoch“, sagt Harries. Und wie sieht’s mit den Finanzen aus? „1 500 Zuschauer müssen kommen, damit es weiterhin ein internationales Rennen geben kann“, erklärt der Schwarmer Vorsitzende.

Harries ist aber erst einmal froh, Ende April wieder namhafte Fahrer begrüßen zu können. Unter anderem hat der mehrfache Weltmeister Gerd Riss schon seine Zusage gegeben. Auch Stefan Katt, Bernd Diener oder Enrico Janoschka sind mit von der Partie. Aus England wird auch Andrew Appleton, der Schwarme-Sieger des Jahres 2006, ans Startband rollen. Bei den B-Lizenz-Solisten hofft Lokalmatador Sven Mannott auf eine vordere Platzierung.

Sämtliche Rennen werden im 650 Meter langen Innenfeld gefahren, um eine optimale Sicherheit zu gewährleisten. Der ursprüngliche Kurs (788 Meter) wird nicht mehr genutzt, weil man der verletzungsträchtigen Bretterbande aus dem Weg gehen will.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Fossilien-Grube Messel feiert 25 Jahre Welterbe

Fossilien-Grube Messel feiert 25 Jahre Welterbe

Von Black Power bis George Floyd: Sport als politische Bühne

Von Black Power bis George Floyd: Sport als politische Bühne

Unterwegs mit einem abgespeckten Slim-Bike

Unterwegs mit einem abgespeckten Slim-Bike

Wolle, Wärme und Wandern im Sarntal

Wolle, Wärme und Wandern im Sarntal

Meistgelesene Artikel

Fußballfrei – und plötzlich zwickt der Rücken

Fußballfrei – und plötzlich zwickt der Rücken

Punktspiele erlaubt: Die ersten Tennisbälle fliegen ab Juni

Punktspiele erlaubt: Die ersten Tennisbälle fliegen ab Juni

Marcel Heyer bleibt in Wagenfeld

Marcel Heyer bleibt in Wagenfeld

„An Aufgabe denke ich nicht“

„An Aufgabe denke ich nicht“

Kommentare