REGIONALLIGA Rehdens Trainer über seine „Neuen“

Die Backhaus-Mischung: Mentalität, Robustheit, Talent, Tempo

Willkommen in Rehden! Neu-Trainer Heiner Backhaus (r.) und seine Co-Trainer Manuel Moral-Fuster, Michael Hohnstedt (hinten v. l.) und Nils Weiler (hinten, Mitte) freuen sich über die Verstärkungen Rhami Ghandour (hinten, 3. v. l.), Julian Fehse und Bocar Djumo (hinten v. r.) sowie über Marco Kaffenberger, Omar Pasagic und Ramon de Wilde (vorn v. l.). Es fehlen Nick Borgman, Lars Goebel und Enrico Müller. Foto: Krüger
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Willkommen in Rehden! Neu-Trainer Heiner Backhaus (r.) und seine Co-Trainer Manuel Moral-Fuster, Michael Hohnstedt (hinten v. l.) und Nils Weiler (hinten, Mitte) freuen sich über die Verstärkungen Rhami Ghandour (hinten, 3. v. l.), Julian Fehse und Bocar Djumo (hinten v. r.) sowie über Marco Kaffenberger, Omar Pasagic und Ramon de Wilde (vorn v. l.). Es fehlen Nick Borgman, Lars Goebel und Enrico Müller.

Rehden – Dem Smartphone-Akku von Heiner Backhaus bleibt dieser Tage kaum Zeit zum kompletten Aufladen. Ständig rufen weitere Spielerberater beim Trainer des BSV Rehden an. Natürlich ist auch ihnen der Abschied von 14 Fußballern des Fußball-Regionalligisten zum Saisonende nicht entgangen. Momentan stehen dieser Liste „nur“ zehn Neuzugänge gegenüber, doch die Vermittler haben bei Ex-Profi Backhaus trotzdem nicht die besten Karten.

„Denn alle, die wir bisher geholt haben, kenne ich schon länger oder habe mich vorher mit ihnen persönlich getroffen“, verdeutlicht der 37-Jährige. Die richtige Einstellung für das Projekt Rehden, wo es nicht das große Geld zu verdienen gibt, bedeuten ihm nämlich ebenso viel wie Talent oder Qualität. „Jetzt haben wir den großen Vorteil, dass alle ihre Rolle annehmen und keiner auch nur einen Meter hinterfragt, den wir gemeinsam gehen“, sagt Backhaus über seine „Top-Truppe“. So beurteilt der Chefcoach die „Neuen“:

Nick Borgman (22 Jahre, Torwart, von VV Hoogeveen): „Ein sehr guter, junger Torhüter, der in seiner holländischen Heimat einiges aufgegeben hat, um in Deutschland zu spielen. Er strahlt eine große Ruhe aus, spielt gut mit, verfügt über eine gute Fangtechnik, muss aber auf dem Platz das eine oder andere Mal noch lauter werden.“

Lars Goebel (18, Torwart, vom JFV Rehden U 19): „Unschlagbar im Eins gegen Eins! Was der Junge da rausholt, ist Wahnsinn. Lars ist topfit und hoch motiviert, aber erwachsen genug, um zu wissen, dass es für ihn in diesem Alter noch schwer wird im Kampf um die Nummer eins.“

Rhami Ghandour (23, Abwehr/Mittelfeld, vom Lüneburger SK Hansa): „Gleich in seinem ersten Probetraining bei uns habe ich gesagt: Den will ich haben. Besser als in der Jugend von Hertha, Hoffenheim und Wolfsburg kann man praktisch nicht ausgebildet werden. Mit seiner Robustheit und Zweikampfstärke wird er hier einer der Leistungsträger sein. Die Spielweise, die mir vorschwebt, tut ihm gut: gleich draufgehen und schnell nach vorn.“

Omar Pasagic (21, Abwehr, vom Berliner AK 07): „Omar kenne ich schon länger, und er hat auch unter meinem Vorgänger Benedetto Muzzicato hier schon mal ein Probetraining gehabt. Leider hat der Junge in Berlin eine Seuchen-Saison mit Verletzungen hinter sich. Auch bei ihm passen Qualität und Einstellung: Der Junge lebt nicht vom Fußball, sondern für den Fußball.“

Marco Kaffenberger (23, Abwehr, von Werder Bremen II): „Ein Mentalitätsspieler, wie ich ihn mag. Gleich in unserem ersten Gespräch habe ich mich in ihn verliebt. Marco ist topfit, marschiert von Anfang bis Ende. Solche Jungs werde ich immer beschützen.“

Enrico Müller (18, Abwehr, vom JFV Rehden U 19): „Er ist einer der Bausteine des Aufstiegs unserer A-Jugend in die Regionalliga. Während der Vorbereitung war er eine Zeit verletzt. Die höhere Belastung hat zu Leistenproblemen geführt. In der Innenverteidigung sind wir gut besetzt, aber die Qualität bringt er mit. Wir warten erst mal in Ruhe seine Genesung ab.“

Julian Fehse (19, Mittelfeld, vom JFV Rehden U 19): „Auch für ihn war die Umstellung erheblich. Ein paar PS für die Regionalliga fehlen ihm noch, aber er ist ein schlauer Spieler, der lernt, versteht und seine Aufgaben super löst.“

Kamer Krasniqi (23, Mittelfeld, vom VfL Osnabrück): „Auch er wird einer meiner Führungsspieler. Kamer hat bisher in jedem Spiel 100 Prozent Vollgas gegeben. Sein Pech war zuletzt, dass Osnabrück in seiner Meistersaison fast jedes Spiel gewonnen hat und er dadurch nicht mehr in den Stamm rutschen konnte. Aber bei uns wird er seine 30 Spiele machen, wenn er gesund bleibt.“

Ramon de Wilde (17, Mittelfeld, von VVV-Venlo): „Er kam zuletzt zu uns, könnte noch in der A-Jugend spielen. Jetzt muss er nur noch seinem Namen alle Ehre machen.“

Bocar Djumo (24, Angriff, vom FCO Neugersdorf): „Ich kenne ihn noch aus unserer gemeinsamen Zeit bei Inter Leipzig: ein Spieler für die Extra-Momente. Bocar ist jederzeit in der Lage, einen Elfmeter rauszuholen oder ein Ding in den Winkel zu knallen. Aber er wandelt manchmal zwischen Genie und Wahnsinn. Seine Rote Karte im Testspiel gegen Verl bedeutete für ihn, 40 Kilometer auf dem Ergometer abzustrampeln. Er muss lernen, dass er sich nicht provozieren lassen darf, weil uns solche Platzverweise wehtun, wenn es ernst wird. Wenn er diese Disziplin annimmt und das zeigt, was er kann, wird er vielleicht nicht lange in der Liga bleiben.“

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