Tel Aviv, Santa Barbara, Nowosibirsk – und Rammstein im Münchner Wasser: Holger Eickhoff schwimmt und schwimmt

Holger Eickhoff Foto: rehnert

Wenn Holger Eickhoff in der Welt unterwegs ist (und er ist viel unterwegs), sucht er sich immer ein Schwimmbad. Egal, ob in China, Japan, Korea, Frankreich, England oder den USA: „Das mache ich konsequent, auch bei Jetlag. Ich stehe um fünf Uhr auf und schwimme dann immer drei Kilometer.“ Der Gründer, Mitgesellschafter und Vorstand der in Berlin ansässigen Biotech-Firma Scienion, die als Zulieferer für die Diagnostik-Industrie auch an der Entwicklung von Corona-Tests beteiligt ist, hat auch dank seines liebsten Hobbys viel erlebt und gesehen. Becken direkt am Strand im israelischen Tel Aviv und kalifornischen Santa Barbara. Oder die „geilste Schwimmanlage überhaupt“ in Stanford (USA) mit drei 50-Meter-Becken, einem Wasserballfeld und Tribünen für 500 Zuschauer. Oder die wilde Story in Nowosibirsk: Ein Kollege hatte extra ein Hotel (es war eine chirurgische Schönheitsklinik) mit Hallenbad gebucht – das dann aber rund 50 Kilometer entfernt war. „Und wir sind morgens schön mit dem Shuttlebus durch die Taiga geschaukelt“, erinnert sich Eickhoff und lacht. In seinem „Lieblingsbad für Wettkämpfe“, der Olympiaschwimmhalle in München, trainierte er mal, als in der Halle nebenan die Band Rammstein Vollgas gab: „Das ging selbst im Wasser durch Mark und Bein.“

Eickhoff (54), der mit seiner Frau Karen in Syke lebt und mit ihr die Kinder Insa (28) und Nils (26) hat, begann in seiner Heimatstadt mit seinem Sport. Als Sechsjähriger, zusammen in einem Schwimmkurs mit seiner späteren Frau. „Das ist ein Sport, wo dich keiner vollquatscht und man auch mal abschalten kann“, meint er. Nach ein paar Jahren im Syker Verein wechselte er zum Bremischen SV. Als der studierte Chemiker und promovierte Biologe damals sein Studium in Heidelberg aufnahm, machte er dort weiter – inzwischen war er Leistungsschwimmer und zählte zur deutschen Elite. Ab 1987 und nach seinem DM-Vizemeistertitel über die 400 Meter Lagen bereitete er sich ein Jahr lang akribisch auf die Olympischen Sommerspiele 1988 in Seoul vor. Er verpasste dann allerdings die Qualifikation – ein Knackpunkt in seiner Karriere. Eickhoff legte den Fokus fortan auf das Studium und später den Beruf.

Inzwischen schwimmt er nur noch aus Spaß und spielt im Syker Team Wasserball. Wegen der Corona-Pandemie geht beides aktuell jedoch nicht. „Das ist eine ganz harte Zeit für mich“, sagt Eickhoff und fügt schmunzelnd an: „Ich kaufe mir jetzt ein Fahrrad.“  mr

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