Alternativen der HSG Barnstorf/Diepholz schwinden beim Auftritt in Edewecht

Ums Auswechseln muss sich Rieken kaum noch kümmern

Auch auf „Kuba“ kommt es an: Jakub Anuszewski (am Ball) zählt in einem arg gebeutelten Kader der HSG Barnstorf/Diepholz zu den noch gesunden Akteuren. Am Samstag muss er mit dem Oberliga-Vorletzten beim Tabellenachten VfL Edewecht antreten. - Foto: Freese

Barnstorf - Wenn die personell arg gebeutelte HSG Barnstorf/Diepholz am Samstag ab 18.00 Uhr in der Edewechter Heinz-zu-Jührden-Halle beim VfL Edewecht antritt, hat HSG-Trainer Dag Rieken wenigstens bei einem Teil seines Jobs keinen Stress: „Wir haben nicht die großartigen Wechsel-Möglichkeiten“, räumt der 49-Jährige mit Blick auf seinen Kader ein.

Immerhin scheint Kevin Heemann nach seinem Syndesmoseriss auf dem Weg zurück zum Tabellen-Vorletzten. „Er hat jetzt leicht mittrainiert, aber sein Einsatz ist noch fraglich“, schildert Rieken. Ebenfalls trainingsfleißig ist Lars von Kamp – doch der Neuzugang absolviert seine Übungen am Rand der Team-Einheiten, um wieder Mobilität in seinen Fuß zu bekommen. Der bereitet ihm Schmerzen im Bereich des Sprunggelenks, es könnte sich aber auch um muskuläre Probleme handeln. „Wir haben uns darauf verständigt, dass er das jetzt erst mal auskuriert“, schildert sein Coach. Definitiv verzichten muss er auf die privat verhinderten Rückraummänner Stefan Beljic und Marko Pernar, den grippekranken Bastian Carsten-Frerichs, den langzeitverletzten Kamil Chylinski (Kreuzbandriss) sowie Youngster Piet Gerke. Der Mittelmann mit Doppelspielrecht muss in der A-Jugend-Bundesliga mit der SG HC Bremen/Hastedt ran.

Keine guten Voraussetzungen für die Reise zu den eingespielten Ammerländern, die Rieken schlussfolgern lassen: „Vom Personellen her sind wir klarer Außenseiter. Wir haben keine Chance, aber die wollen wir nutzen.“ Bis zur vorigen Woche hatte der Pädagoge gewisse Parallelen zwischen beiden Teams ausgemacht, „denn auch Edewecht ist nicht optimal in die Saison gestartet“. Doch das achtbare 25:25 beim Meisterschaftsfavoriten ATSV Habenhausen scheint ein Zeichen dafür zu sein, dass sich die Mannschaft gefangen hat.

Die HSG hingegen kassierte bei der SG Achim/Baden die fünfte Niederlage hintereinander. „Trotzdem: Selbst wenn es in dieser Situation ein bisschen grotesk klingt, hatten wir eine gute Trainingswoche“, berichtet der B-Lizenz-Inhaber: „Am Montag haben wir lange darüber gesprochen, und ich kann weder der Deckung noch dem Angriff allein die Schuld an einer dieser Niederlagen geben.“ Einerseits, weil sein Team mit 157 Gegentreffern die sechstbeste Abwehr stellt, andererseits, weil vorn die Ausfall-Liste zu Buche schlägt und ihre jungen Vertreter Gerke und Jakub Anuszewski „können noch nicht so weit sein, ein Spiel in dieser Liga nach Hause zu schaukeln“.

Der Tabellenachte hingegen verfügt über reichlich Routine. „Das sind alles sehr erfahrene Leute mit einer enormen physischen Präsenz“, mahnt Rieken. Besonders aufpassen sollte seine Abwehr auf die jeweils 32-fachen Torschützen Louis Kamp und Renke Bitter. Tobias Meyer, bis 2016 im HSG-Dress, nimmt mit 19 Treffern Platz drei in der VfL-Bestenliste ein. - ck

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