TSV-Boss Recker: „Irgendwann entscheidet auch mal der Verein“ / Katt: „Art und Weise ist nicht in Ordnung“

Aussortiert: Kein Platz mehr für Pfannenschmidt und Katt

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Für Abwehrchef Marcus Pfannenschmidt ist kein Platz mehr.

Wetschen - Von Arne Flügge. Die „Alten“ haben ausgedient – und müssen den Verein verlassen. Fußball-Bezirksligist TSV Wetschen hat seinen Spielern Marcus Pfannenschmidt und Marcell Katt mitgeteilt, dass ihre Dienste künftig nicht mehr erwünscht sind.

Der Club befindet sich in einem personellen Umbruch und setzt neben einigen Führungsspielern wie Nils Unger in Zukunft vermehrt auf die Jugend. Das ist auch der Wunsch des neuen Trainers Thomas Otte gewesen, wie TSV-Vorsitzender Klaus Recker gestern bestätigte. Daher wurden Pfannenschmidt und Katt jetzt aussortiert. „Wir wollen uns verjüngen“, sagt Recker.

Mit Katt und Pfannenschmidt habe es jüngst ein Gespräch gegeben. „Und wir haben es ihnen nahegelegt, den Club zu verlassen. Irgendwann ist einmal der Punkt gekommen, an dem nicht der Spieler entscheidet, sondern der Verein“, macht der TSV-Boss deutlich. Schließlich würde es keinen Sinn machen, den Spielern zu sagen, „spielt jetzt mal Zweite, wenn der Trainer der ersten Mannschaft auf junge Leute setzt“.

Pfannenschmidt und Katt könnten aber nicht die Letzten gewesen sein, von denen sich der TSV Wetschen trennt. Auch Florian Scharnitzky (33) und Pascal Kropp (31) sind in die Fußball-Jahre gekommen. Bei beiden stünden die Gespräche noch aus, berichtet Recker. Bis Ende der Woche, spätestens aber Anfang nächster Woche sollen alle Personalien geklärt sein.

Marcell Katt ist natürlich nicht happy. „Begeisterung sieht anders aus“, sagt der Mittelfeldspieler. Wenn der Verein sich verjüngen wolle, so sei das zu respektieren, „aber die Art und Weise, wie und wann uns das mitgeteilt wurde, gefällt mir nicht“, moniert der 31-Jährige. Er habe bereits im März von einer Liste gehört, auf der Spieler stehen, von denen sich Wetschen trennen will: „Und genau um die Spieler geht es jetzt. So viel Zufall gibt es nicht. Uns also erst im Mai zu informieren, ist nicht in Ordnung. Damit wurde uns die Chance genommen, uns rechtzeitig nach einem neuen Club umzuschauen.“ Dass der TSV Wetschen nicht in die Landesliga will, kann Katt nicht nachvollziehen: „Damit wird man den Spielern nicht gerecht, nachdem das Saisonziel Platz eins bis drei hieß. Das haben sie nicht verdient.“

Verjüngen? Okay, meint Marcus Pfannenschmidt (30), „doch dazu passt doch nicht, dass andere in unserem Alter, die zuletzt nicht so viel gespielt haben, bleiben und wir gehen müssen.“

Gemunkelt wird in Wetschen bereits, dass sich der Club bewusst personell schwächen will, um in der nächsten Saison nicht erneut vor dem Problem Aufstieg zu stehen. „Anscheinend wollen sie keinen Erfolg. Sonst hätten sie sich ja auch nicht von Trainer Stefan Müller getrennt“, mutmaßt Katt.

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