Ein sonderbarer Landesliga-Start für Markus Hoßfeld und Melchiorshausen

Ausgerechnet Weyhe – ausgerechnet gegen Hanke

2003 war der jetzige Melchiorshausen-Coach Markus Hoßfeld (Bild) in Weyhe Mitspieler und Co-Trainer des Weyhe-Rückkehrers Rene Hanke. · Archivfoto: Töbelmann

Kreis-Diepholz - Von Arne HelmsMELCHIORSH./WEYHE · In den vergangenen Jahren kreuzten sich ihre Wege in der Bremen-Liga immer mal wieder. Markus Hoßfeld (41) war Trainer beim TSV Melchiorshausen, Rene Hanke (33) kickte beim Bremer SV. „Es stand ja auch hin und wieder im Raum, dass Rene zu uns wechselt“, erinnert sich Hoßfeld an zahlreiche Telefonate. Zu dieser Saison schloss sich Hanke jedoch wieder dem SC Weyhe an, und die Spieltagsplaner vom Bremer Fußballverband schicken ihn zum Saisonstart in der Landesliga (morgen, 15 Uhr) – natürlich – nach Melchiorshausen.

Beide Teams stiegen in der vergangenen Saison aus der Bremen-Liga ab. Das mit Spannung erwartete Duell am letzten Spieltag (2:1 für Weyhe) verkam zum Sommerkick, weil für die Beteiligten bereits alles gelaufen war. Trübe Tage waren das.

In der Saison 2011/12 soll alles anders laufen. Markus Hoßfeld und seine Mannen haben durchaus die Ambitionen, direkt wieder aufzusteigen. Dass dieses Unterfangen ausgerechnet mit der Partie gegen Rene Hanke und den SC Weyhe beginnt, zaubert Hoßfeld ein Lächeln ins Gesicht. „Wir kennen uns ja von früher“, grinst der 41-Jährige. Hanke und Hoßfeld – das war einst das kongeniale Mittelfeldduo beim SC Weyhe. In der Oberliga-Saison 2003/04 übernahm Hoßfeld dann den Co-Trainer-Posten unter Rolf Roeder, Hanke blieb aktiv. „Beim Vorbereitungsturnier in Ristedt habe ich zuletzt mit Rene gesprochen. Er ist definitiv der zentrale Mann in Weyhe. Ich rechne damit, dass er in der defensiven Zentrale zum Einsatz kommt“, so Hoßfeld.

Darüber hat Dirk Pistol zu entscheiden, dem in Sascha Habighorst (Muskelfaserriss), Jannis Berendt (Knieverletzung), Eike Dziuba, Udo Kastens (beide erkältet) und Marvin Bertram gleich fünf Akteure ausfallen – ausgerechnet im Derby. „Das ist zuviel für uns. Melchiorshausen ist der klare Favorit. Für uns wird das eine Mammutaufgabe, bei der wir den Gegner höchstens ärgern können. Ich schätze, dass wir die ersten fünf Spiele brauchen, um uns einzuspielen“, stapelt Weyhes neuer Trainer kellertief.

Nominell steht Hoßfeld vor dem gleichen Problem. Ihm fehlen Stürmer Tim Cohrs (Muskelfaserriss), die positive Überraschung der Vorbereitung, Nico Tettenborn, Marco Licht, Manoel Arnhold und Markus Hoffmann (alle beruflich oder privat verhindert). Doch die Alternativen des TSV-Coaches sind größer, sein Kader ist eingespielter. In Kolja Sternke hat er einen Abwehrorganisator hinzugewonnen, dem er die Ordnung der neu einstudierten Viererkette absolut zutraut. Neben Sternke wird vermutlich Jan Klinkenborg in der Mitte verteidigen. Rene Hanke wird übrigens nicht mit einem Wachhund rechnen müssen. „Nein, nein“, schüttelt Hoßfeld den Kopf, „von solchen Taktiken wollen wir weg.“

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