Scharnitzky, Pfannenschmidt, Katt und Krause treffen im Pokal mit Wetschen auf Diepholz

Ausgerechnet der Ex-Club . . .

Das Gelb im Trikot ist geblieben, doch heute Abend läuft Andre Krause nicht mehr für Diepholz, sondern für Wetschen auf.

Kreis-Diepholz - Von Arne FlüggeWETSCHEN · Wenn Florian Scharnitzky, Marcell Katt, Marcus Pfannenschmidt und Andre Krause heute Abend zum ersten Mal in einem Pflichtspiel die Fußball-Schuhe für ihren neuen Verein schnüren, dann ist das nicht nur der Aufbruch in eine neue sportliche Herausforderung, es ist auch eine Reise in die Vergangenheit. En bloc war das Quartett nach Ablauf der vergangenen Saison vom Landesligisten SG Diepholz zum Bezirksligisten TSV Wetschen gewechselt – und in der ersten Bezirkspokalrunde empfangen sie heute Abend (19.00 Uhr) ausgerechnet ihren alten Club.

„Irgendwie war es doch klar, dass wir auf Diepholz treffen“, schmunzelt Krause. Dass es dann auch so gekommen ist, „finde ich schon ein bisschen merkwürdig“, merkt der 24-Jährige an und grinst: „Da müssen wir jetzt durch.“ Zwar sei es schon ein „komisches Gefühl“, jetzt gegen seinen Ex-Club zu spielen, zurückhalten will sich der offensive Mittelfeldspieler aber nicht: „Ich werde volles Tempo gehen. Die angezogene Handbremse gibt’s bei mir nicht. Auch wenn’s gegen Diepholz geht. Alle vier werden Vollgas geben.“

Meint auch Florian Scharnitzky. Vor allem der Wechsel des Diepholzer Urgesteins nach Wetschen hatte hohe Wellen geschlagen und teilweise für Unmut gesorgt. Doch damit beschäftigt sich der 30-Jährige nicht mehr: „Vielleicht ist der ein oder andere noch sauer, aber ich sehe das alles locker. Ich denke, die Wogen haben sich geglättet. Jetzt freue ich mich aufs Spiel.“ Schließlich geht’s in „erster Linie um Fußball“, wie Marcell Katt ergänzt. Er meint aber auch: „Es ist für uns kein Spiel wie jedes andere. Wer so etwas behaupten würde, der lügt.“

Freilich hätte „Scharne“ nichts dagegen, wenn ausgerechnet die vier ehemaligen Diepholzer ihren Ex-Club heute aus dem Bezirkspokal kegeln würden. „Vielleicht gibt’s vom Coach dann ja ’ne Kiste Bier extra für uns“, lacht Scharnitzky, „mal sehen, was der Trainer sagt.“

Der will freilich keine Sonderprämie ausloben, kündigt aber an, beim Weiterkommen die Kiste springen zu lassen, „allerdings für die ganze Mannschaft. Ich kann mir vorstellen, dass es für den ein oder anderen der Jungs schön wäre, gegen den alten Club zu treffen. Doch wer die Tore macht, ist egal. Und sollten wir weiterkommen, wollen wir das alle zusammen genießen“, sagt Wetschens Coach Franz-Josef Ripke.

Die besondere Brisanz der Partie will er aber nicht zu hoch hängen. „Das Spiel ist wichtig für uns, um zu sehen, wo wir stehen, um weitere Lehren ziehen zu können“, erklärt der 56-Jährige, der bis auf Marwin Meier alle Mann an Bord hat: „Natürlich möchten wir gerne eine Runde weiterkommen, doch es wird ein schwerer Fight. Ich hoffe, dass es ein Spiel auf Augenhöhe wird. Aber Diepholz ist Landesligist und daher auch der Favorit.“

Mit dieser Rolle muss sich die SG Diepholz wohl oder übel abfinden, „weil wir auf dem Papier eine Klasse höher spielen“, sagt der neue Trainer Marco Hegerfeld. Allerdings pfeifen die Gäste personell aus dem letzten Loch. Neben einer Vielzahl an angeschlagenen Spielern bangt der Coach noch um den Einsatz seiner rumänischen Neuzugänge, für die die Spielerlaubnis noch nicht vorliegt. Die Frist lief vergangene Nacht ab. „Ich kann also erst kurzfristig sehen, wer mir zur Verfügung steht“, erklärt Hegerfeld.

Die besondere Brisanz angesichts von vier ehemaligen Diepholzern in den Reihen des Gegners interessiert den 37-Jährigen nicht. „Ich befasse mich nicht mit Spielern, die jetzt in einem anderen Verein sind.“

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