Ausgerechnet Dennis Krefta

Ex-Brinkumer sorgt für Entscheidung beim Hastedter 2:0 gegen den Meister

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Kapitän Jannik Bender (re.) konnte gestern mit Brinkum den kleinen Aufwärtstrend nicht bestätigen. In Hastedt gab’s ein 0:2.

Bremen - Von Gerd Töbelmann. Der Jubel fiel verhalten aus: Unmittelbar nach seinem Treffer zur 2:0 (0:0)-Entscheidung lief der Ex-Brinkumer Dennis Krefta zwar zur Bank des BSC Hastedt und ließ sich auch abklatschen, aber Jubelorgien waren nach fünf Jahren am Brunnenweg nicht zu sehen. „Klar freue ich mich über das Tor, aber in Brinkum hatte ich überwiegend auch eine schöne Zeit“, meinte der Stürmer.

Diese schöne Zeit war den Brinkumer Gästen gestern in der Pauliner Marsch nicht vergönnt. Nach der durchaus ansprechenden Leistung vor gut einer Woche gegen OSC Bremerhaven ging es gestern wieder in die andere Richtung. Wobei das nicht am fehlenden Engagement des BSV lag, sondern an der schlechteren Chancenverwertung gegenüber dem aktuellen Bremer Pokalsieger.

In der ersten Halbzeit wogte das Match in Chancen hin und her und hätte nach 45 Minuten statt 0:0 auch gut 3:3 stehen können. Doch bei den Hastedtern hatte vor allem Marcel Pfaar etwas dagegen. Der Ex-Brinkumer, erst im Sommer gewechselte, parierte gleich mehrere Großchancen durch Saimir Dikollari (19.), Bastian Helms (25.) oder auch Marcel Dörgeloh (41.). Und meinte nach seiner dritten Glanztat selbstbewusst: „Heute steht bei mir die Null.“

Auf der anderen Seite hätten aber auch die Gastgeber treffen können. So knallte Max Buschermöhle die Kugel in der fünften Minute nur an die Unterkante der Latte. Und 60 Sekunden später hatte Krefta eine Doppelchance, doch Brinkums Keeper Tariq Olatunji war zweimal auf dem Posten. Beide Abwehrreihen sind nicht gerade sattelfest“, erklärte Brinkums Manager Jörg Bender zur Pause.

In der zweiten Halbzeit ging das Auslassen von Großchancen zunächst weiter. Bei Hastedt köpfte John-Dieter Thöle aus zwei Metern drüber (51.). Vier Minuten danach kam Dörgeloh frei zum Schuss, jagte das Leder aber mit Vollspann über den Balke.

Da musste fast schon eine Aktion zum Torerfolg her, die eigentlich recht ungefährlich erschien. In der 60. Minute klärte Brinkum nach einer Ecke nicht gut genug, sodass Hastedts Kapitän Florent Aziri 28 Meter vor dem Tor in halblinker Position an den Ball kam. Der 30-Jährige nahm genau Maß und schoss den Ball unhaltbar für Olatunji zum 1:0 in den rechten oberen Winkel. Einen derartigen Treffer wird er vermutlich nicht noch einmal in seiner Karriere schießen.

Die Brinkumer Reaktion? Sie fiel verhalten aus. Immer wieder bemängelte Dörgeloh das fehlende Aufrücken seiner Kollegen, um das Match noch zu drehen: „Wir stehen mit acht Mann in der eigenen Hälfte. Das ist zu wenig.“

Den Hastedtern war das ganz recht, denn Abwehr-Schwerstarbeit mussten sie nicht verrichten. In der 82. Minute machte ausgerechnet Krefta nach einem Konter dann den Sack zu. Unmittelbar danach wurde BSV-Trainer Dennis Offermann wegen Reklamierens vom Schiri noch vom Platz geschickt. Seine Analyse zur Niederlage: „Wir haben leider Chancen zum 1:0 vergeben. Dann wäre es anders gelaufen. Leider sind wir bei eigenem Ballbesitz zu wenig nachgerückt, um Hastedt richtig unter Druck zu setzen.“

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