Kampf um die Bundesliga: Sachsenwald für Barrien eine Nummer zu groß

Aus der Traum

Machte ganz Barrien Hoffnung: Matthias Kidlers Einzelsieg – es sollte jedoch der einzige bleiben.
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Machte ganz Barrien Hoffnung: Matthias Kidlers Einzelsieg – es sollte jedoch der einzige bleiben.

Barrien – Die 250 Zuschauer auf der Anlage des Barrier TC gaben alles, pushten ihren Liebling Massimo Ocera gerade in der Schlussphase immer wieder lautstark nach vorne – doch es reichte nicht. Philipp Hammer war einfach zu stark, zwang Barriens Topspieler verdient in die Knie und sorgte damit für die Vorentscheidung zugunsten seines TTK Sachsenwald in der Tennis-Regionallliga der Herren 30. Minuten später verlor auch Barriens Tobias Kuhlmann auf dem Nebenplatz sein Einzel, es war das 5:1 (insgesamt am Ende 7:2) für die Gäste und damit wahrscheinlich der Sieg, der am Ende der Schlüssel zur Bundesliga werden dürfte.

„Wir haben zu wenige Überraschungen geschafft“, meinte der niedergeschlagen wirkende Barrier Mannschaftsführer Erik Trümpler: „Es ist schade, auch für die Zuschauer. Die Bedingungen waren perfekt, das Wetter gut, die Jungs heiß. Aber am Ende war der Gegner vielleicht immer so zehn, 15 Prozent besser.“ Lediglich im ersten Match des Tages gelang Matthias Kidler ein Sieg. Die Nummer zwei des BTC spielte stark auf, bezwang Sebastian Fitz 6:1, 6:3 – und machte damit ganz Barrien Hoffnung. „Nummer eins“, meinte Trümpler nach dem Match entschlossen lächelnd. Doch Kidlers Teamkollegen konnten keinen draufsetzen.

Markus Andresen (Nummer vier) und Mike Uhde (sechs) lieferten ihren Kontrahenten Alexander Breitkopf und Carsten Bellingrodt jeweils einen harten Kampf, zogen jedoch beide mit 4:6, 4:6 den Kürzeren. Entsprechend lagen die Hoffnungen schnell auf Ocera. Doch Gegner Hammer machte bereits im ersten Spiel klar, wer der Herr im Haus war – und seinem Nachnamen dabei alle Ehre. Drei krachende Return-Winner landeten auf den Linien und bescherten ihm das frühe Break. Der Linkshänder, der einst als eines der größten deutschen Tennis-Talente gegolten und sogar die Aufmerksamkeit von Boris Becker auf sich gezogen hatte, ließ sich zwar Ende des zweiten Satzes kurz vom Publikum beeinflussen, machte aber ansonsten kurzen Prozess – da konnte auch der gar nicht schlecht spielende „Oc“ wenig ausrichten. 6:2, 7:5 gewann der Sachsenwalder.

Barriens Nummer fünf Florian Hartje war zu diesem Zeitpunkt bereits fertig, er musste den Platz mit einem ernüchternden 1:6, 1:6 verlassen. Kuhlmanns 3:6, 3:6 machte dann wohl endgültig alle Hoffnungen auf den ersten Barrier Bundesliga-Aufstieg zunichte. Zwar muss der Tontaubenklub noch seine ausstehenden beiden Partien gewinnen, dies gilt jedoch als Formsache.

„Die Jungs haben alle gut gespielt, ich will ihnen überhaupt keinen Vorwurf machen“, betonte Trümpler, „wir hatten aber natürlich die Hoffnung, wenigstens ein Einzel mehr zu gewinnen, um für die Doppel noch ein bisschen Spannung zu haben.“ Die blieb zwar aus, Kuhlmann/Andresen feierten aber immerhin noch einen Achtungserfolg, schlugen Hammer/Tobias Schürings 7:6, 2:6, 10:5. Die anderen Doppel gingen allerdings wieder an die Gäste.

Der Barrier Mannschaftsführer freute sich trotzdem darüber, das „Spitzentennis“ gesehen zu haben, „das wir angekündigt hatten“ – und gab sich als fairer Verlierer: „Am Ende muss man akzeptieren, dass Sachsenwald besser war. Da können wir nur gratulieren.“

Von Felix Schlickmann

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