SV Bruchhausen-Vilsen schwächelt in der Rückrunde / Harf und Gödecke steigen aus

Der Aufstieg bleibt das Ziel

Trainer Uwe Sieling peilt mit dem SV Bruchhausen-Vilsen nach wie vor den Bezirksliga-Aufstieg an. ·

Br.-Vilsen - Von Carsten DrösemeyerDas Polster schmilzt: Obwohl Fußball-Kreisligist SV Bruchhausen-Vilsen zeitweilig das Tableau mit satten 15 Punkten Vorsprung anführte, gerät vier Spieltage vor Saisonschluss Vilsens Bezirksliga-Aufstieg wieder in allerhöchste Gefahr.

Der TuS Sulingen hat das Kurort-Team längst überholt – und dank des 1:0-Erfolgs am Donnerstagabend ist nun der TV Stuhr bis auf einen Punkt herangerückt. Verspielt Vilsen also etwa auf der Zielgeraden noch den längst schon sicher geglaubten Aufstieg?

Für Vilsens Coach Uwe Sieling ein durchaus denkbares Szenario: „Für mich ist Stuhr der Favorit auf den zweiten Platz. Die spielen einen richtig guten Ball. Entschieden ist aber natürlich noch nichts. Syke und wir wollen natürlich auch gerne hoch. Zumal wir ja praktisch die ganze Saison auf einem Aufstiegsplatz standen.“

Dort stehen die Vilser zwar weiterhin, doch eben nur noch mit einem minimalen Vorsprung. Wie ist dieser Einbruch zustande gekommen? Gibt es plausible Erklärungen? Sieling ringt um eine Begründung: „Vielleicht lief der Start einfach zu gut. Wir haben ja praktisch jedes knappe Spiel gewonnen. Da waren auch richtige Glückssiege dabei. So konnte es nicht die ganze Saison weitergehen.“ Zumal die Trainingsbeteiligung ständig nachließ. „Im Schnitt hatte ich nur fünf bis sechs Mann zur Verfügung. Gerade Leistungsträger wie Wilken Harf oder Heinrich Büntemeyer haben fast nie mittrainiert“, seufzt Sieling. Entsprechend positiv bewertet Vilsens Trainer den bisherigen Saisonverlauf: „Dafür, dass ich bislang schon 33 Spieler eingesetzt habe, also höchst selten eine eingespielte Formation beisammen hatte, können wir mit dem Erreichten sehr zufrieden sein. Schließlich war unser Saisonziel eigentlich eine Platzierung zwischen Rang fünf bis zehn.“

Die Serie verlief demnach besser als erwartet. Aber macht ein eventueller Aufstieg überhaupt Sinn, da in der kommenden Spielzeit wichtige Säulen des Teams wie Wilken Harf und Tim Gödecke voraussichtlich nicht mehr an Bord sein werden. „Wilken möchte nur noch in der Alten Herren spielen, und auch mit Tim plane ich nicht mehr“, bestätigt Sieling, schiebt aber gleich hinterher: „Trotzdem bleibt der Aufstieg unser klares Ziel. Sicherlich sind Wilken und Tim schwer zu ersetzen, aber dafür stoßen nächste Saison etliche engagierte A-Jugendliche zum Kader dazu. Klar würde es mit so einer jungen Truppe in der Bezirksliga bretthart werden, doch unter meiner Regie wird niemals auf einen Aufstieg verzichtet.“

Bleibt abzuwarten, ob es Vilsen gelingt, Platz zwei ins Ziel zu retten. Zuzutrauen ist es Sieling indes allemal. Da der 45-Jährige mit seiner überzeugenden Art wohl auch Eskimos Kühlschränke verkaufen könnte, sollte die Vilser trotz ihres Einbruchs niemand im Aufstiegskampf abschreiben.

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