Aufsteiger muss runter / Findorff Meister / Barrien und Stuhr zittern noch

Heiligenfelde kann sich nicht in der Bundesliga halten

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Mit insgesamt 52 Körben ist Sudweyhes Sandra Nolte die momentan beste Werferin aller Kreisteams.

Thedinghausen - Das wird spannend am letzten Spieltag der Korbball-Bundesliga Nord in knapp zwei Wochen in Brinkum: Der TSV Barrien, vor kurzem noch Titelkandidat, verlor beim Spieltag in Thedinghausern erneut und muss nun gegen den direkten Konkurrenten Oldenbrok gewinnen, um das Ziel DM-Teilnahme zu erreichen. Der TV Stuhr muss sich am anderen Ende der Tabelle mit dem Tabellennachbarn TSV Ingeln-Oesselse messen: Der Verlierer dürfte absteigen. Die SG Findorff zurrte die Meisterschaft fest, Aufsteiger SVH muss gleich wieder runter.

TSV Thedinghausen - TSV Barrien 5:1 (2:1): Der TSV Barrien, über weite Strecken der Saison zu Recht Meisterschaftsfavorit, ist vom Kurs abgekommen. Gegen den direkten Mitkonkurrenten TSV Thedinghausen bot sich nun die Chance, einiges gerade zu rücken – beide Teams kämpfen um die DM-Qualifikation, und Ausrichter Thedinghausen hatte zuletzt auch gelegentlich mit den Nerven zu kämpfen. Doch hier war die Sache schnell klar: „Wir hatten uns vorgenommen, endlich wieder selbstbewusst aufzutreten – bei diesem bedeutenden Spiel ein Anspruch, der die meisten unserer Akteure überforderte“, musste Barriens Trainer Manfred Otto erkennen. Mit jeder Spielminute wurde Thedinghausen sicherer, während Barrien sich am Ende mit einem einzige mickrigen Treffer begnügte. „Natürlich ist diese Niederlage zu hoch ausgefallen, aber wer in 40 Minuten nur einen Treffer erzielt, sollte sich nicht beschweren“, kommentierte Otto die erneute Niederlage.

SV Heiligenfelde - TSV Heiligenrode 4:19 (2:11): Der TSV startete wie die Feuerwehr und zog schon nach fünf Minuten auf 5:0 davon. Heiligenfelde nahm prompt eine Auszeit und stellte auf Einzeldeckung um. „Das hat uns aber nicht aus dem Konzept gebracht“, freute sich TSV-Trainerin Dagmar Schnelle. Ihre Mannschaft hielt das Tempo über die gesamte Spielzeit hoch und zog um Korb um Korb weg. „Wir wurden nicht gerade vom Glück verfolgt“, haderte hingegen SVH-Coach Jörg Spalkhaver mit einigem Wurfpech, durch das seine Mannschaft nicht so richtig ins Spiel zurück kam. Beim TSV traf Janina Rickmann allein sechs Mal., Romina von Öhsen überzeugte am Korb und im Angriff.

TSV Heiligenrode - TSV Barrien 8:6 (4:5): Es sah zunächst ganz gut aus für Barrien, den Bann endlich zu brechen und mal wieder zu punkten. „Vor allem über die rechte Außenbahn haben wir einige gute Kombinationen gezeigt“, freute sich Coach Otto über einen ersten Lichtblick. Doch die Herrlichkeit war vorbei, als Heiligenrode nach der Pause erstmals zum 6:6 ausgleichen konnte. Romina von Öhsen, die auch in dieser Partie am Heiligenroder Korb überzeugen konnte und sich ein Extralob verdiente, sorgte mit einem Doppelschlag für den Endstand. Trotz der beiden Niederlagen ist der Barrier DM-Traum immer noch nicht ausgeträumt; zu Oldenbrok auf Platz drei fehlt ein einziger Punkt, und auf genau diesen Gegner trifft der TSV am letzten Spieltag in Brinkum.

Oldenbroker TV - SV Heiligenfelde 16:11 (6:5): Obwohl in der Tabelle für Heiligenfelde nicht mehr viel zu holen war, präsentierte sich der Aufsteiger wie immer hoch motiviert. Gegen die Mannschaft der Stunde, die sich seit Wochen Rang um Rang nach oben schiebt und jetzt sogar noch das DM-Ticket im Blick hat, heilt der SVH bis zur Halbzeit bestens mit. „Ich muss an dieser Stelle mal allen unseren Mädels ein dickes Kompliment machen. Obwohl wir sicher abgestiegen sind, haben sich alle nochmal ins Zeug gelegt und Oldenbrok richtig gefordert. Das ist nicht selbstverständlich, wenn man nichts mehr erreichen kann“, zeigte sich Trainer Spalkhaver durchaus zufrieden. Nach der Pause jedoch setzte sich – wie so oft – die Oldenbroker Treffsicherheit durch. Heiligenfelde steht nach diesem Spieltag als 1. Absteiger fest.

TV Stuhr - TuS Sudweyhe 5:11 (2:4): Der Sieger dieses Spiel würde im Abstiegskampf gute Karten haben, das war klar. Beim TuS Sudweyhe sprang Miriam Rezpka aus der 2. Mannschaft für Ausfälle ein, beim TV Stuhr Laura Freiheit für Dania Rönner. Sudweyhe erwischte den besseren Start und ging mit 3:0 in Front. Kurz nach der Pause konnte der TuS dann seine Führung vorentscheidend auf 7:3 ausbauen. Doch bis zum Schluss kämpfte Stuhr mit einer Abschlussschwäche und konnte auch eine Sudweyher Zweiminuten-Strafe nicht für eine Aufholjagd nutzen. Der TuS sicherte sich den Sieg in einer zerfahrenen Partie verdient und kann nun etwas durchatmen. „Ich denke das war ein ganz gutes Abstiegsduell. Mehr aber nicht. Ich konnte wirklich keine Highlights erkennen“, erklärte TuS-Trainer Alexander Mauz nach dem wichtigen Sieg.

TSG Seckenhausen-F. - SG Findorff 7:9 (2:3): „Das war ein tolles Spiel von uns“, freute sich TSG-Trainer Torsten Behrens über eine starke Mannschaftsleistung. Gegen den Tabellenführer hielt sein Team das Spiel immer offen. „Findorff musste sich gegen uns jeden einzelnen Korb hart erarbeiten“, erklärte Behrens. Als Schwachpunkt identifizierte er vor allem die Wurfleistung seiner Mannschaft: „Mit etwas sicheren Würfen wäre noch mehr drin gewesen“. Entscheidend war die Phase nach der Pause, als die Bremerinnen auf 7:3 davon ziehen konnten. Diesen Rückstand konnte die TSG am Ende nur noch etwas freundlicher gestalten. „Findorff weiß eben, wie man so etwas dann nach Hause bringt“, erkannte Behrens an.

TSV Ingeln Oesselse - TuS Sudweyhe 18:13 (8:5): „Harmlos bleibt nicht in der Klasse“, stellte Sudweyhes Trainer Mauz lakonisch fest. Seine Mannschaft nahm im zweiten Abstiegsduell des Tages den Kampf nicht an. „Wir waren überhaupt nicht angriffslustig und einfach nicht aggressiv genug zum Korb“, kritisierte er. Unnötige Ballverluste brachten Ingeln-Oesselse immer wieder ins Spiel, und so gelang es auch nicht, eine zwischenzeitliche Führung nach dem Seitenwechsel über die Zeit zu bringen. „Wir hätten uns einfach mehr wehren müssen“, haderte Mauz mit der Niederlage, die seiner Mannschaft nun doch noch einige spannende Tage beschert. Am letzten Spieltag warten Heiligenrode und Thedinghausen.

TV Stuhr - TSG Seckenhausen-F. 4:13 (2:4): Was am Ende nach einem Kantersieg aussah, war über weite Strecken des Spiels doch enger. Stuhr zeigte sich deutlich besser als im ersten Spiel und zeigte vor allem in der Abwehr eine bärenstarke Leistung. „Wir haben uns schwer getan, uns Chancen zu erarbeiten“, kommentierte TSG-Coach Behrens. Nach dem Wiederanpfiff traf Jenny Schulz zum 3:4 (21. Minute), doch dann kam die Flaute im Angriff. Bis auf 13:3 konnte die TSG davon ziehen, ehe Stuhr in der Schlussminute wieder traf. Während sich die TSG als Fünfter noch leise Hoffnungen auf die DM machen kann, muss Stuhr nun am letzten Spieltag den Tabellennachbarn TSV Ingeln-Oesselse besiegen, um die Klasse zu halten.

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