Aufsteiger Hoya will nichts vom Abstieg wissen / Spielertrainer Wojtek Pilarski vertraut besonders auf seine Offensive

Abdulsalam Omar und die Kraft des Eherings

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Hoyas Spielertrainer Wojtek Pilarski (hinten) freut sich über folgende Neuzugänge (v.l.): Dennis Böschen, Rahim Hamo und Daniel Nadolski. Es fehlt: Till Kroschinski.

Kreis-Diepholz - Von Daniel Wiechert. HoyaKreis-Diepholz - Von Daniel Wiechert. Die SG ist gekommen, um zu bleiben. Nach dem souveränen Bezirksliga-Aufstieg streben die Fußballer aus Hoya den souveränen Klassenerhalt an. „Das Ziel lautet, über Jahre hinweg in der Liga zu bleiben“, sagt Spielertrainer Wojtek Pilarski. Zu Fragen nach einem möglichen Abstieg hat der 29-Jährige nur vier Worte übrig: „Nee, will ich nicht.“

Nach drei Jahren Kreisliga (Zweiter, Sechster, Erster) ist Hoya zurück – mit breiter Brust. Egal, wen man aus dem Mannschaftskreis fragt, der Tenor ist gleich. „Ich kann eines versprechen. Wir steigen ganz sicher nicht ab. Vielleicht schaffen wir es sogar unter die ersten Fünf“, sagt Spieler Payman Alcheikh. Ganz so forsch ist Pilarski nicht, aber auch er peilt einen „einstelligen Tabellenplatz“ an.

Der Optimismus ist grenzenlos. Selbst, dass direkt am Anfang der Vorbereitung in Abdulrahman Omar eine Offensivstütze mit einem Kreuzbandriss wegbrach, kann die Stimmung nicht recht trüben. „Es ist zwar bitter, weil er als hängende Spitze für uns wichtig ist“, sagt Pilarski über Omar, der in der vergangenen Saison neun Tore schoss und knapp 20 Treffer vorbereitet hat – aber insgesamt tummle sich in seiner Mannschaft noch immer genügend Offensivpower. Vorne weg Lars Mrowczynski. 27-mal hat er 2013/14 geknipst. „Dabei ist Lars gar kein gelernter Stürmer“, klärt sein Spielertrainer auf: „Er hat als Manndecker angefangen, aber nach und nach habe ich ihn als Offensivspieler umfunktioniert.“

Neben Mrowczynski wusste auch Abdulsalam Omar zu überzeugen. Gerade im Schlussspurt der Saison drehte er mächtig auf, schoss Tore am Fließband. Woher die Leistungsexplosion? „Seitdem ich verheiratet bin, läuft es einfach“, klärt Omar auf: „Plötzlich wollen alle meine Teamkollegen auch heiraten.“ Nicht ernst zu nehmen? Von wegen. Selbst für Pilarski war der Hochzeitsabend ein Wendepunkt. Hoya hatte nach der Winterpause Schwierigkeiten, kam nicht richtig ins Rollen. „Doch nachdem wir bei der Hochzeit waren, lief es wie am Schnürchen“, sagt der Spielertrainer. Mit zehn Siegen beendete die SG die Saison. Das Team sei in der Phase zusammengerückt, meint Pilarski. Überhaupt ist dieses Gemeinschaftsgefühl ein Pfund, mit dem Hoya auch in dieser Saison wuchern möchte. „Die Mannschaft ist ein Freundeskreis, sechs oder sieben Jungs spielen beispielsweise zusammen Tennis. Schön war es auch, dass alle dabei mitgeholfen haben, als wir den Rasen vor den Toren erneuert haben.“

Zu diesem „Freundeskreis“ stoßen drei Neue, die aber alle eine SG-Vergangenheit haben. So kommt Till Kroschinski mit der Empfehlung von 19 Saisontoren vom SV Duddenhausen zurück, Dennis Böschen und Daniel Nadolski sammelten zuletzt Erfahrungen in der Bremen-Liga.

„An Chancenverwertung

noch arbeiten“

Insgesamt sieht Pilarski sein Team gerüstet, vor allem was die Offensive angeht. 91 Kreisliga-Tore sprechen für sich, aber: „Wir haben noch unglaublich viel versiebt“, sagt Pilarski: „An der Chancenverwertung müssen wir arbeiten. Denn anders als in der Kreis- bekommst du in der Bezirksliga nicht zehn Chancen. Das werden eher zwei, die dann sitzen müssen.“

Der Spielertrainer sieht seine Hauptaufgabe darin, dass die Offensive nicht zur Krux für die Defensive wird. „Viele meiner Spieler denken nur offensiv. Das darf nicht sein. Wir müssen geordnet spielen, auch mal hintenrum. Mein Hauptanliegen ist, dass zunächst das defensive Konstrukt stimmt“, verdeutlicht Pilarski. Dem 29-Jährigen kommt es gelegen, dass mit dem SV Heiligenfelde bereits am ersten Spieltag ein Team auf die SG wartet, dass Hoyas Defensive fordern wird.

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