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Auf Rehden wartet ein Rätsel: Arambasic-Team reist zum FC Teutonia 05 Ottensen

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Von: Daniel Wiechert

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Sperre abgesessen: Mit der Rückkehr von Shamsu Mansaray dürfte der BSV Rehden wieder mehr Tiefe in sein Offensivspiel bekommen.
Sperre abgesessen: Mit der Rückkehr von Shamsu Mansaray dürfte der BSV Rehden wieder mehr Tiefe in sein Offensivspiel bekommen. © Wiechert

Diese Zusatzarbeit hätte der ohnehin umtriebige Kristian Arambasic nicht unbedingt gebraucht. Vor einigen Tagen schmiss sein Co-Trainer Marcel Abeling beim Regionalligisten BSV Rehden hin. „In so einer Phase war das natürlich doof. Da mussten wir uns jetzt nicht nur um neue Spieler, sondern auch noch um Co-Trainer kümmern“, sagt der 45-Jährige: „Am Ende ist es so, dass man Reisende nicht aufhalten soll.“ Ins Trainerteam rückte bereits der verletzte Torhüter Maciej Czyzniewski auf, ein zweiter Assistenzcoach soll in Kürze vorgestellt werden.

Rehden – Abeling begründet sein Aus nach etwas mehr als zwei Jahren damit, dass ihm zuletzt der Spaß an der Arbeit beim BSV Rehden etwas abhandengekommen sei. Zudem habe er im Sommer Wertschätzung seitens der Clubführung vermisst. Nun wolle er zunächst mal seine neugewonnene Freizeit genießen, auch mal wieder als Privatperson Fußballspiele besuchen.

Arambasic über Ottensen: „Frage der Zeit, bis sie zünden“

Auf sein Ex-Team wartet hingegen am Sonntag (14.00 Uhr) wieder die Pflicht. Und die Auswärtsaufgabe beim FC Teutonia 05 Ottensen hat es in sich. Die Hamburger hatten im Sommer ordentlich aufgerüstet und waren von vielen als Titelaspirant in der Regionalliga Nord gehandelt worden. Doch das Team von Trainer David Bergner kommt nicht richtig in Schwung, hat – genau wie Rehden – nach neun Spielen lediglich elf Punkte gesammelt. „Von den Einzelspielern ist Teutonia sicherlich eine der besten Mannschaften der Liga“, sagt Arambasic, der sie zuletzt live gegen Drochtersen (2:4) und davor in Delmenhorst (1:1) sah: „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie zünden.“

Teutonias Problem ist schnell erklärt: Knapp 20 Spieler verließen den Club, 20 Neue kamen. „Sie sind noch in der Findungsphase, daher sind Aufs und Abs ganz normal. Typischer Prozess einer Mannschaft, die so umgekrempelt wurde“, sagt Rehdens Coach: „Sie haben viele Anführer geholt, die Hierarchien müssen sich wohl erst noch zurechtruckeln.“ Ottensen fehle noch der Rhythmus, was die Spielvorbereitung für Arambasic aber auch knifflig mache.

Neuer Innenverteidiger soll noch kommen

Bei seinem BSV sind die Führungsstrukturen in der Mannschaft gefestigter, wenngleich auch noch Integrationsarbeit ansteht. So wurde am Dienstag der Transfer von Spielmacher Tony Lesueur (Frankreich/22) bekanntgegeben, der Deal mit einem neuen Innenverteidiger steht wohl kurz vor dem Abschluss.

Am Samstagnachmittag werden beide noch keine Rolle für die Startelf spielen. „Sie werden etwas Zeit brauchen“, betont Arambasic. Für die Mittelfeldspieler Lovro Sindik (Muskelfaserrisses) und Josip Tomic (Sprunggelenksverletzung) dürfte die Partie auf dem für Rehden ungewohnten Kunstrasenplatz auch zu früh kommen. Shamsu Mansaray kehrt hingegen nach abgesessener Rotsperre wegen seiner Stinkefinger-Aktion zurück – und hat mit seinen Offensivkollegen direkt eine Aufgabe zu erfüllen. „Wir müssen vorne viel konzentrierter die Abschlüsse finden und nutzen“, fordert Arambasic: „Wenn wir zwei, drei Tore machen, gewinnen wir das Spiel auch. Defensiv sind wir ja eh kompakt, lassen wenig zu.“

Rehdens Pokal-Knaller gegen Oldenburg verschoben

Termin-Änderung: Eigentlich sollte im Viertelfinale des Niedersachsencups der Pokal-Knaller zwischen dem BSV Rehden und dem VfB Oldenburg am Tag der Deutschen Einheit (Montag, 3. Oktober) steigen, doch daraus wird nichts. Der Grund: Beide Mannschaften haben am Wochenende Punktspiele in ihren Klassen. Neuer Termin: Am Mittwoch, 12. Oktober, erwartet Regionalligist BSV Rehden um 19.00 Uhr in den Waldsportstätten Drittliga-Aufsteiger VfB Oldenburg. Die Gastgeber freuen sich unter anderem auf ein Wiedersehen mit ihrem ehemaligen Kapitän Kamer Krasniqi (26).

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