SPIELER DES WOCHENENDES Helmbold mit rasanter Entwicklung in Seckenhausen

Auf der Überholspur

Maßgeblich beteiligt an Seckenhausens Start-Coup gegen Heiligenfelde: Jannis Helmbold steuerte Tor und Assist zum 4:0 bei.
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Maßgeblich beteiligt an Seckenhausens Start-Coup gegen Heiligenfelde: Jannis Helmbold steuerte Tor und Assist zum 4:0 bei.

Seckenhausen – Als die Transferoffensive begann, fühlte sich Jannis Helmbold zunächst etwas in die Defensive gedrängt. „Ich habe mir natürlich ein paar Gedanken gemacht“, sagt der 22-Jährige. Es kamen Bedenken auf, wie viele Spielminuten er in der neuen Saison überhaupt noch bekommen würde. Schließlich hatten mit Marcel Dörgeloh, Nico Kiesewetter oder Sidarta Howard Barbosa Ferreira soeben etablierte Offensivkräfte beim Fußball-Bezirksligisten TSG Seckenhausen-Fahrenhorst angeheuert. Früh in der Vorbereitung setzte sich Coach Iman Bi Ria mit Helmbold zusammen. „Ich habe Jannis schnell diesen Zahn gezogen“, betont der Ex-Torjäger: „Ich habe ihm klar gemacht, dass Namen bei mir nie eine Rolle spielen werden. Wer Gas gibt, spielt auch.“

Volle Kraft voraus also. Das passt zu Helmbold. Der Bremer Jura-Student gilt als einer der schnellsten Spieler der Liga. „Ich habe schon immer versucht, übers Tempo zu kommen – damit vielleicht andere Defizite etwas wettzumachen.“

Rasant ist auch seine fußballerische Entwicklung. Vor knapp eineinhalb Jahren spielte Helmbold noch in der dritten Herren-Mannschaft der TSG. Der damalige Trainer Andre Schmitz überredete ihn, den Schritt in die Erste zu wagen. „Jannis hat einen Riesen-Sprung gemacht“, sagt Bi Ria. Zu seinen größten Stärken gehören „das Tempo und der eiserne Wille“. Dass es so gut läuft, freut auch Schmitz, der mittlerweile als Sportlicher Leiter in Seckenhausen aktiv ist: „Ich halte große Stücke auf Jannis.“

Helmbold, in der Jugend beim SC Weyhe aktiv, zahlt das Vertrauen zurück. Beim Liga-Start fiedelten die Seckenhauser am Samstagabend den hochgehandelten SV Heiligenfelde mit 4:0 ab, Helmbold steuerte Tor und Assist bei. „Besser kann es ja gar nicht losgehen“, staunt der 22-Jährige, betont jedoch: „Natürlich wollen wir an diese Leistung anknüpfen, wir sollten aber erst mal den Ball flach halten.“

An sich arbeiten statt große Töne zu spucken. Das passt zu Helmbold. Der Brinkumer KGS-Abiturient von 2016 weiß, wo er noch Steigerungspotenzial hat: „Vor dem Tor muss ich noch abgezockter werden.“ Da trifft es sich gut, dass ein ehemaliger Parade-Mittelstürmer nun sein Trainer ist. „Ich habe ja in der vergangenen Saison noch mit Iman zusammengespielt. Diese Geilheit auf Tore, die er immer ausgestrahlt hat, habe ich da schon wahrgenommen und auch mitgenommen.“

Überhaupt scheint der Draht zwischen Trainer und Offensivkraft zu stimmen. Das erwähnte Gespräch zu Beginn der Vorbereitung tat Helmbold gut: „Iman hat mir klar gemacht, dass ich für ihn auf mehreren Positionen eine Option bin. Das hat mir schon eine gewisse Sicherheit gegeben.“ Und es war Ansporn, sich noch mehr ins Zeug zu legen: „Jannis hat schon in der Vorbereitung richtig gut performt“, berichtet Bi Ria: „Er ist vielleicht nicht der klassische Knipser. Er ist aber immer unterwegs, reißt unheimlich viele Lücken für seine Teamkollegen. Und Tore macht er ja auch einige.“

Von Daniel Wiechert

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