„Es tut uns leid für alle Fußballfreunde“

Auch der „Württemberg-Cup“ fällt Corona zum Opfer

Kommando zurück: Bernd Schebitz musste am Montag den Turnierteams des „Württemberg-Cups“ absagen. Foto: Töb
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Kommando zurück: Bernd Schebitz musste am Montag den Turnierteams des „Württemberg-Cups“ absagen.

Ristedt - 20 Jahre lang gehörte dieses Ereignis zu den Höhepunkten des Fußballsommers für Top-Teams aus der Umgebung und tausende Fans. Doch wie viele Fixpunkte im Sportkalender fällt dieses Jahr auch der „Württemberg-Cup“ in Ristedt der Coronakrise zum Opfer. „Die Absage war letztlich alternativlos. Die Gesundheit der Spieler und Schiedsrichter, unserer Zuschauer und Helfer muss eindeutig im Vordergrund stehen“, verdeutlichte gestern Henry Stöver als Vorsitzender des Förderkreises Grün-Weiß ‘92 Ristedt.

Die Aktiven dieses Gremiums hatten in den vergangenen zwei Jahrzehnten mit vielen Helfern des TSV Ristedt auf dessen Sportplätzen das zweiwöchige Juli-Event liebevoll geplant und umgesetzt. Am Wochenende nun traf sich Stöver mit Bernd Schebitz, Förderkreis-Beiratsmitglied und „Vater“ des „Württtemberg-Cups“. Sie fällten die finale Entscheidung. Am Montag sagte Schebitz den Clubs des Achter-Turnierfelds in seiner Eigenschaft als Ansprechpartner für die sportlichen Belange ab. „Es tut uns unglaublich leid – für alle Fußballfreunde der Region“, unterstrich Schebitz: „Aber diese Pandemie ließ einfach keine andere Möglichkeit zu.“

Die sich gefühlt „wöchentlich ändernen Vorschriften“ hätten „unsere Ehrenamtlichen nicht so ohne Weiteres realisieren können“, erklärt Schebitz: „Die Probleme hätten schon mit den Kontakten in den Umkleidekabinen angefangen und sich über den Bratwurststand bis zum Vereinsheim fortgesetzt.“ Ganz zu schweigen davon, ob ein Ereignis dieser Art mit allein 700 Besuchern beim bisher letzten Finalabend im vorigen Juli überhaupt von den Behörden genehmigt worden wäre.

Das alles führte letztlich zum Entschluss, der den Ristedtern jetzt Planungssicherheit gibt. „Unsere Samstagvormittage werden jetzt ein bisschen ruhiger“, räumt Schebitz ein. Wochenlang vorher trafen sich sonst sonnabends die acht Förderkreis-Vorderen und bis zu 15 TSV-Mitglieder, „die für uns immer Gewehr bei Fuß stehen“, lobt Schebitz das Helferteam. Nun hofft er, dass die Cup-freie Zeit dem Kräftesammeln dient und „wir im nächsten Jahr wieder voll angreifen, damit es ein noch schöneres Turnier wird“. Er selbst habe bisher nicht allzu viel vergebene Arbeit für diesen Sommer geleistet. „Ich hatte ja nur bei den infragekommenden Vereinen angerufen und überall ein einfaches ,Ja’ bekommen“, beschreibt er den hohen Stellenwert dieses Vorbereitungs-Cups für Landesligisten (wie etwa Titelverteidiger TuS Sulingen), Bezirksligisten und Bremen-Liga-Topmannschaften.

Wirtschaftlich trifft der Ausfall den Förderkreis nicht direkt. „Wir sind ja finanziell nie in Vorleistung getreten“, stellt Schebitz klar. Auch langjährige Verträge mit Sponsoren gebe es nicht. Allerdings kamen die Einnahmen aus Eintrittsgeldern, Verzehr und der schon legendären Verlosung von Sachpreisen stets der Jugendarbeit im TSV und externen gemeinnützigen Organisationen wie dem Deutschen Roten Kreuz oder „Trauerland Bremen“ zugute.

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