Stürmer beschert Melchiorshausen ein 2:1 gegen Burg und weitere Hoffnung

Auch ein Klammeraffe kann Niki Schröder nicht halten

Melchiorshausen - Von Arne HelmsWenn‘s eng wird, sind sie beim TSV Melchiorshausen alle wieder da. Jan Schmötzer und David Wieloch waren erst am Donnerstag ins Training eingestiegen, Keeper Jens Ruscher feierte an seinem 27. Geburtstag sein Comeback. Und Manoel Arnhold gab erstmals seit seiner Bandscheiben-OP im Oktober wieder den Libero. Mit einer Startelf aus alten Tagen hat Fußball-Bremen-Ligist TSV Melchiorshausen den 1. FC Burg am Samstag mit 2:1 (2:0) nach Hause geschickt und den Klassenerhalt mehr denn je vor Augen.

Die Ausgangsposition ist nach wie vor nicht ideal. Melchiorshausen bleibt mit einem Punkt Rückstand Vorletzter hinter dem SV Türkspor, der gestern 4:1 in Habenhausen gewann. Aber noch liegen zwei Spieltage vor dem Team von Trainer Markus Hoßfeld, der am Samstag wiederholte, was ihm persönlich schon seit Wochen klar ist: „Das wird sich am letzten Spieltag entscheiden. Ich glaube fest an uns.“ Neun Punkte aus den vergangenen vier Partien haben den TSV Melchiorshausen verdammt selbstbewusst werden lassen.

Mit der größten Selbstverständlichkeit hat Jan-Christian „Niki“ Schröder gegen Burg seine Tore erzielt. Bereits in der zweiten Minute hatte Nico Tettenborn von der linken Seite so maßgenau geflankt, dass Schröder mit seinem Kopf in Ruhe den linken Innenpfosten anvisieren und zum 1:0 einlochen konnte. Bereits zu diesem Zeitpunkt war genau zu erkennen, dass es für Burg um nichts mehr ging. Verteidiger Mirko Heyne fand, dass „wir spielen wie Weiber“. Wobei der Gäste-Akteur in seinen direkten Duellen mit Schröder eher im Stile eines Klammeraffen zu Werke ging.

Am Melchiorshauser Stürmer prallten diese Zuneigungsbekundungen ab. Eine Flanke von David Wieloch köpfte der 32-Jährige unbeeindruckt zum 2:0 (37.) ein. „Wenn sich alle reinhauen, sind wir gut“, meinte Coach Hoßfeld, ohne in Euphorie auszubrechen. Denn was passiert, wenn die Konzentration mal nachlässt, demonstrierte seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel. Kapitän Schmötzer hatte kurz vor einem Eckball der Gäste noch die nicht vorhandende Zuordnung moniert („Hier fehlt ‘was“), da zappelte der Ball schon im Netz – 2:1 (48.). Aytac Buga war tatsächlich ohne Bewachung geblieben und hatte ungestört eingenickt.

Der TSV wurde nun zunehmend unsicherer, und Burg verlor zusehends die Beherrschung. Auf dem Spielfeld sah das so aus: Schröder (73.) vergab mit seiner Direktabnahme die Entscheidung, und Burgs Ercan Yilmaz (80.) ging Sven-Eric Heise so eindeutig an die Gurgel, dass er die Rote Karte ohne Widerworte akzeptierte. So klaglos wird der TSV den Abstieg nicht hinnehmen.

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