ATSV Habenhausen gibt sich im Fernduell mit HSG Barnstorf/Diepholz keine Blöße

„Wir können auf eine starke Saison anstoßen“

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Blickten nach dem Spiel in Schwanewede ins Leere und warteten auf das Ergebnis aus Elsfleth: Die Barnstorfer (v.l.) Finn Richter, Raul-Lucian Ferent, Constantin Pasenau und der A-Jugendliche Edwin Hermann.

Aus Schwanewede Berichtet - Sven MarquartDie HSG Barnstorf/Diepholz hatte ihre Hausaufgaben gemacht. Der Tabellenzweite der Handball-Oberliga hatte sein letztes Saisonspiel bei der HSG Schwanewede/Neuenkirchen mit 25:21 (12:10) gewonnen – und nun begann das Warten. Hatte sich Spitzenreiter ATSV Habenhausen im Fernduell um die Meisterschaft beim Elsflether TB einen Ausrutscher geleistet oder nicht?

Ein Tor Vorsprung für Habenhausen in der 57. Minute, hatte jemand in Erfahrung gebracht. Hallensprecher Jan-Peter Lemke vermeldete Endergebnis um Endergebnis, bis endlich als letztes auch das Resultat aus Elsfleth vorlag: 25:23 für den ATSV Habenhausen, der sich mit zwei Punkten Vorsprung den Titel und den Aufstieg in die 3. Liga sicherte. Aus der Traum!

Doch die Enttäuschung hielt sich bei den Barnstorfern in Grenzen. „Wer so konstant spielt wie Habenhausen, hat es auch verdient“, gratulierte Ulf Grädtke dem Meister. Die eigenen Titelchancen hätten vor dem Saisonfinale ohnehin nur bei fünf Prozent gelegen. Sein Team habe die Meisterschaft nicht erst jetzt, sondern „schon in den ersten 20 Minuten der Saison verloren“, meinte der Kreisläufer. Zum Auftakt hatte die HSG nach einem 2:9-Rückstand mit 28:29 beim TV Cloppenburg das Nachsehen.

Der Vizemeister ließ außerdem noch beim Dritten TSV Bremervörde (24:25) sowie beim TV Bissendorf-Holte (29:29) und beim TV Neerstedt (25:25) Zähler liegen. „Jeder einzelne Punkt ist extrem ärgerlich“, fand HSG-Coach Mario Mohrland. Und Rückraumspieler Tobias Meyer ergänzte: „Das sind alles kleine Ausrutscher, die man sich nicht erlauben darf.“ Dagegen verließ der ATSV Habenhausen nur in den beiden direkten Duellen mit der HSG (27:30 und 26:31) nicht als Sieger die Halle. „Gratulation zu dieser eindrucksvollen Serie!“, schickte Mohrland eine Grußadresse an seinen Habenhauser Kollegen Lars Müller-Dormann. „Ein bisschen Wehmut“, kam bei ihm dann aber doch auf, „weil es so knapp gewesen ist.“ Trotzdem sei er stolz auf seine Mannschaft.

Die hatte dem Druck, unbedingt in der Schwaneweder „Heidehölle“ gewinnen zu müssen, bravourös standgehalten. Trotz ihrer zahlreichen Ausfälle diktierten die Gäste vor 230 Zuschauern das Geschehen und gerieten in den gesamten 60 Minuten nicht ein Mal in Rückstand. Eine gewisse Nervosität ließ sich angesichts mehrerer leichter Ballverluste und eines krassen Fehlwurfs von Andrius Gervé, der vom Kreis das leere Tor nicht traf, aber nicht leugnen. Zur Pause führten die Mohrland-Mannen mit zwei Treffern, nachdem Schwanewedes Halblinker Andreas „the Hammer“ Szwalkiewicz mit der Schlusssirene auf 10:12 verkürzt hatte. In Elsfleth lag Habenhausen bei Halbzeit ebenfalls mit zwei Treffern vorn (13:11).

Die „Schwäne“ konnten nach dem Seitenwechsel durch Lukas Feller (16:16), Niels Huckschlag (17:17), der ins Leistungszentrum des Erstligisten TSV Hannover-Burgdorf wechselt, sowie Matthias Ruckh (18:18) drei Mal ausgleichen. Doch die mitgereisten Fans peitschten ihr Team lautstark nach vorn. Mit Erfolg: Als Mittelmann Saulius Liutikas seinem Sonderbewacher Mirko Ahrens entwischte, zum 23:21 traf und Keeper Donatas Biras anschließend gegen Moritz Witzenhausen parierte, war die Partie entschieden. In der Schlussminute legten Finn Richter und Raul Ferent noch zum 25:21 nach.

„Mit sechs Minuspunkten könnte man auch mal aufsteigen“, bilanzierte Tobias Meyer. Frust sei bei der Abschlussfeier im Hotel Roshop trotzdem fehl am Platze: „Wir können auf eine starke Saison anstoßen.“

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