13-jähriger Wallach trägt seinen Reiter zum S***-Klassen-Sieg in Wohlde / Schockemöhle-Lob

Asagan bügelt Klattes Fehler aus

Fehlerfrei und schnell: Guido Klatte junior gewann mit Asagan das schwere Springen der Klasse S***.
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Fehlerfrei und schnell: Guido Klatte junior gewann mit Asagan das schwere Springen der Klasse S***.

Winkelsett-Wohlde – Guido Klatte junior wusste ganz genau, bei wem er sich zu bedanken hatte: Immer wieder klopfte er seinem Wallach Asagan M nach der Runde im Großen Preis des Springturniers auf der Anlage von Sören Pedersen in Winkelsett-Wohlde lobend auf den Hals. Fehlerfrei in 39,19 Sekunden kam der Reiter der RG Klein-Roscharden ins Ziel und holte sich damit den Sieg im S***-Springen mit Stechen.

„Asagan hat den Sieg im Stechen heute allein geholt“, sagte der U 25-Kaderreiter. Er hatte die falsche Distanz zum vorletzten Sprung, eine zweifache Kombination, gewählt. Eigentlich war das Duo bei beiden Sprüngen viel zu nah an den Hindernissen. Eigentlich. Denn der 13-jährige Wallach schaffte es noch irgendwie drüber. Klatte: „Ich bin wirklich sehr zufrieden.“

Auf dem zweiten Rang in dem S***-Springen landete derweil Philip Rüping vom RV Oldenburger Münsterland. Er und sein Hengst Casallco benötigten 40,48 Sekunden für den Parcours im Stechen. Dieses verpasste unterdessen Dennis Schlüsselburg vom RFV Steller See. Er und seine Stute Ceresa B überzeugten dabei aber durchaus. Mit ihrer Zeit von 69,04 Sekunden gehörte das Duo zu den schnellsten im Umlauf. Allerdings riss es eben auch eine Stange und notierte somit vier Fehlerpunkte. Immerhin reichte es am Ende noch zu Rang 15 und damit zu einer Platzierung. „Etwas ärgerlich ist das schon, weil sie ansonsten sehr gut unterwegs war. Aber es war unser erstes Drei-Sterne-S-Springen hier. Deshalb bin ich zufrieden“, sagte Schlüsselburg und lobte noch im selben Atemzug den Veranstalter: „Es gibt wirklich gar nichts zu meckern. Das war hier wirklich toporganisiert.“

Überhaupt stellte der Große Preis einen passenden Abschluss für ein hochklassiges Turnier dar. Denn neben diesem und einer S**-Prüfung diente die Anlage in Wohlde auch als Austragungsort des 14. Deister-Springpferde-Championats. Was das genau ist? Nun, in diesem stellen sich die besten fünf-, sechs- und siebenjährigen Nachwuchspferde vor. Die Serie ist dabei nach dem im Reitsport legendären Wallach Deister benannt, der drei Mal in Folge mit Paul Schockemöhle im Sattel Europameister wurde. „Das Championat gehört mittlerweile zu bedeutendsten Veranstaltungen für junge Pferde. So viele gute Tiere wie hier, habe ich noch nie gesehen“, meinte Paul Schockemöhle. Und der Steinfelder muss es wissen, immerhin gilt er als einer der erfolgreichsten und größten Züchter auf der ganzen Welt.

Das Deister-Championat der fünfjährigen Pferde, eine Springpferdeprüfung der Klasse M*, gewannen dann auch gleich zwei Pferde, die von Schockemöhle gezüchtet worden sind: Contino-Quick PS, der vom Japaner Eiken Sato (RV Oldenburger Münsterland) vorgestellt worden ist und der Cash Blue PS, den Lennard Runge vom RFV Steller See präsentiert hatte (beide Wertnote 9,55). „Für mich war es das erste Turnier dieser Art. Das war eine neue Erfahrung“, sagte Runge und ergänzte: „Cash Blue bringt viel Grundqualität mit.“ Der 19-Jährige sieht noch viel Potenzial in dem fünfjährigen Wallach. Auf dem dritten Rang mit der Wertnote 9,35 schloss unterdessen Schlüsselburg mit der Stute Catana SR die Prüfung ab.

Der Japaner Sato, der 2008 bei den olympischen Spielen startete, gewann dann auch mit Obelix Van’t Merelsnest das Deister-Championat der sechsjährigen Pferde. Fehlerfrei in 43,73 Sekunden kam er auf seinem Wallach bei dem M*-Springen ins Ziel. Perspektivkaderreiter Patrick Stühlmeyer (RV Oldenburger Münsterland) wurde mit dem Hengst Messuletto PS in 43,81 Sekunden Zweiter.

Eine Fabelrunde gelang unterdessen Chloe Reid vom RV Aller-Weser auf dem Hengst Crossover im Stechen des S*-Springens, das als Finale der siebenjährigen Pferde diente. Die US-Amerikanerin, die auf dem Hof von Markus Beerbaum und Meredith Michaels-Beerbaum in Thedinghausen trainiert, erreichte das Ziel in 33,75 Sekunden und verwies Stühlmeyer damit auf Rang zwei. Er und sein Wallach Melaro benötigen 34,30 Sekunden für den Parcours.

„Ich denke, dass wir unglaublichen Sport heute hier gesehen haben. Besonders mit Blick auf die Finals der fünf- bis siebenjährigen Pferde“, schwärmte Gastgeber Pedersen, ehe er ein Lob an sein Team aussprach: „Wir müssen uns bei unseren Helfern und Freunde bedanken, die uns mit der Arbeit super unterstützt haben.“

Von Nico Nadig

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