Dörgeloh feiert nach neun Monaten Comeback

Arambasic geht das Herz auf

Brinkums scheidender Trainer Kristian Arambasic setzt sich bei der Suche nach einer neuen Herausforderung nicht unter Druck. - Foto: Flügge

Brinkum - Von Arne Flügge. Es war ein Testspiel, bei dem Kristian Arambasic, wie er sagt, „das Herz aufging“. Das 1:4 (0:0) am Dienstagabend beim Regionalligisten TSV Havelse war für den Trainer von Fußball-Bremen-Ligist Brinkumer SV da eher nebensächlich. Denn nach neun Monaten Verletzungspause wegen einer Schambeinentzündung feierte Marcel Dörgeloh ein 30-minütiges Comeback. „Das sind Momente“, erklärte Arambasic, „die einem Trainer unter die Haut gehen.“

Es sei schön gewesen, Offensivspieler Dörgeloh wieder auf dem Platz zu sehen, meinte der Coach. „Celli hat die Bälle gehalten, mit Auge gespielt und in die Tiefe gelegt. Ich hoffe, dass der Junge jetzt endlich verletzungsfrei bleibt. Denn wir brauchen ihn in der Rückrunde.“

Mit nur zwölf Spielern war Brinkum nach Havelse gefahren, was Arambasic nicht gerade amüsierte. Aber „als ambitionierter Trainer stößt du im Amateurbereich immer mehr an deine Grenzen. Ich habe mit vielen Kollegen gesprochen, denen es ähnlich geht. Früher war Fußball mehr als nur ein Hobby für Spieler. Heute wird das weniger.“ Und daher ist der 39-Jährige froh, dass er noch Kicker „von der alten Garde“ in seiner Mannschaft hat. Wie Mirkan Pakkan beispielsweise. „Der Junge macht Dauernachtschicht bei Mercedes. Er hat 60 Minuten gespielt und ist dann direkt von Havelse in Halle 13 gefahren. Vor diesen Leuten ziehe ich den Hut“, sagt Arambasic.

Und das seien Momente, wo bei dem Brinkumer Trainer doch ein wenig Wehmut aufkommt. Bereut hat er seinen Entschluss, nach der Saison beim Bremen-Ligisten auszusteigen aber nicht. „Ich habe mich bewusst frühzeitig entschieden, und ich möchte diese Monate bis Saisonende jetzt mit den Jungs genießen“, erklärt der A-Lizenzinhaber. Viele Verletzte würden zurückkommen, die Qualität im Kader dadurch steigen. „Ich kann mich jetzt komplett auf die Mannschaft konzentrieren. Andere Trainer stecken zu diesem Zeitpunkt bereits in der Kaderplanung für die neue Saison. Das ist nicht mehr meine Baustelle“, sagt Arambasic, „von daher bin ich da ganz entspannt.“

„Platz zwei wäre für mich ein wunderbarer Abschluss.“

Allerdings will der Trainer die Hände in den nächsten Monaten nicht in den Schoß legen. Arambasic hat noch Ziele mit der Mannschaft. Schließlich hat Brinkum als Tabellendritter nur vier Punkte Rückstand auf Blumenthal. „Wir wollen natürlich versuchen, noch einmal alles rauszukitzeln. Platz zwei wäre für mich ein wunderbarer Abschluss.“

Und danach? „Alles ist offen“, sagt Arambasic, der ohnehin beim TuS Komet Arsten noch in die Jugendarbeit eingebunden ist. Allerdings bestätigt er, bereits erste Gespräche geführt zu haben, wobei es einige interessante Optionen gebe. „Es ist aber noch nichts spruchreif.“ Es müsse passen, auch zu den hohen, professionellen Ansprüchen, die er als Trainer an sich selbst hat. Seine Vorstellungen: eine Tätigkeit in einem ambitionierten Nachwuchsbereich oder ein Trainerjob in Niedersachsen – Landesliga aufwärts. Allerdings müsse es aus seinem Wohnort Bremen machbar sein. Schließlich arbeitet Arambasic als Pädagoge in einer Bremer Schule.

Sollte sich so schnell nichts ergeben, wird der Coach nicht ungeduldig. „Seit bereits zehn Jahren habe ich die Doppelbelastung als Jugend- und Herrentrainer. Ich könnte mir dann auch gut vorstellen, die Sommerferien mal wieder mit der Familie zu genießen.“ Zumal Arambasic im August das dritte Mal Papa wird.

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