Handballer-Reaktionen auf Entscheidung des Verbandes

Anton schlägt Ligenteilung vor

Sieht kaum einen Spielraum für viele Nachholspiele in der Landesklasse: Vilsens Coach Gerd Anton.
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Sieht kaum einen Spielraum für viele Nachholspiele in der Landesklasse: Vilsens Coach Gerd Anton.

Landkreis – Das wird wohl in den nächsten Wochen eine ziemliche Hängepartie im Bereich des Handball Verbandes Niedersachsen (HVN) werden. Aufgrund der Beschlussfassung vom Mittwochabend können in Regionen, die einen Inzidenzwert von mehr als 35 aufweisen, Spiele ohne große Formalitäten kostenfrei abgesagt werden (wir berichteten). Von den in höheren Klassen spielenden Mannschaften aus dem Kreis Diepholz schlägt das an diesem Wochenende voll durch, denn kein einziges Team wird zu einem Punktspiel antreten.

Oberligist HSG Hunte-Aue Löwen hatte sich schon auf das Punktspiel am Sonntag um 17.00 Uhr in Rehden gegen die HSG Achim/Baden gefreut und extra in vier Sporthallen einen Vorverkauf organisiert. Doch aus dem Match wird nichts. HSG-Geschäftsführer Lasse Thiemann beschreibt die Entwicklung so: „Wir hatten schon vorher Kontakt mit den Achimern aufgenommen. Als die Entscheidung des Verbandes dann kam, ging es recht schnell. Achims sportlicher Leiter Cord Katz hat uns informiert, dass sein Team nicht antreten möchte. Damit war die Sache erledigt. Eine Umfrage in unserer Mannschaft hatte danach ergeben, dass wir wohl hätten spielen wollen. Jetzt müssen wir von Woche zu Woche entscheiden, wie es denn weitergeht.“

Erstherren-Coach Heiner Thiemann ergänzte noch: „Da schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Klar wäre es schön, wenn man die Entscheidung generalisiert hätte. Aber eine klare Meinung habe ich nicht. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben natürlich Vorrang.“

Malte Helmerking, der mit der Löwen-Reserve in Neerstedt hätte spielen sollen, meint zum Thema: „Wir haben in der Mannschaft entschieden, dass wir nicht spielen wollen. Das Risiko ist einfach zu groß. Wir haben Leute im Team, die es sich auch beruflich nicht leisten können, wenn sie bei einem positiven Befund für zwei Wochen in Qurantäne müssten. Insgesamt finde ich die Regelung gut, weil es uns ermöglicht, den Spielbetrieb wenigstens zu kleinen Teilen stattfinden zu lassen.“

Mario Mohrland, Trainer der Landesliga-Damen der HSG Hunte-Aue Löwen, ist nicht ganz mit der jetzigen Regelung zufrieden: „Das ist doch nur eine Entscheidung mit aufschiebender Wirkung. Ich denke, dass man bis zum Jahresende gar nicht spielen sollte, um dann im neuen Jahr zu sehen, ob es gehen könnte.“

Die Meinung von Mike Owsianowski, Neu-Coach bei der Herren bei der HSG Stuhr (Landesliga), geht in eine ähnliche Richtung. „Ich finde, man sollte mindestens die nächsten sechs Wochen pausieren um das Ganze ein bisschen zu beruhigen“, erklärt der 37-Jährige.

Das Konzept mit der freiwilligen Teilnahme am Spielbetrieb ist auch für Gerrit Uhlhorn etwas zu diffus. „Wir hätten uns klarere Aussagen gewünscht“, sagt der Abteilungsleiter und Torhüter des TuS Sulingen (Landesklasse). TuS-Trainer Hartmut Engelke betont, dass die Vereine es nun in eigener Hand hätten, „Zeichen zu setzen“. Denn eines sei klar: „Jeder Einzelne muss sich in einer Krise wie dieser fragen, welchen Teil er dazu beitragen kann, um verantwortungsvoll mit der Lage umzugehen.“

Gerd Anton, langjähriger Trainer der HSG Bruchhausen-Vilsen/Asendorf, bringt eine Idee ins Spiel, wie der Wettkampfmodus nach der Pause aussehen könnte: „Ich denke, dass uns die Pandemie länger beschäftigen wird. Aber wir haben einen so engen Spielplan, dass da kaum Nachholtermine am Wochenende bereit stehen. Deshalb wäre es doch ein Gedanke, die Landesklasse in zwei Staffeln zu teilen. Dann hätte man genügend freie Spieltermine. Am Ende der Serie würde man dann vieleicht ein Halbfinale und Finale spielen, um die Aufsteiger auszuspielen.“  töb/wie/fs

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