Ansonsten sehen Trainer Cristian Tamas und Manager Sascha Greber den SV Werder Bremen auf Kurs

„Pokal-Aus gegen Zweitligisten war ärgerlich“

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Sascha Greber möchte mit Werder nur allzu gern ins Halbfinale des ETTU-Cups einziehen.

Kreis-Diepholz - Von Carsten Drösemeyer. BremenKreis-Diepholz - Von Carsten Drösemeyer. Kaum zu glauben – auch das Tischtennis-Jahr 2015 neigt sich schon wieder dem Ende entgegen: Grund genug für unsere Zeitung, den Trainer des Bundesligisten SV Werder Bremen Cristian Tamas sowie Teammanager Sascha Greber zum Abschneiden der Hanseaten zu befragen.

Herr Greber, Herr Tamas – wie fällt das Zwischenfazit für den SVW aus?

Werder-Coach Kristian Tamas bittet seine Spieler auch an Feiertagen zum Training an die Tische.

Cristian Tamas: „In der Bundesliga sind wir als Vierter im grünen Bereich, und in der Champions League sind wir trotz starker Leistungen nur hauchdünn am Viertelfinale vorbeigeschrammt. Ärgerlich war dagegen das Ausscheiden im deutschen Pokal beim Zweitligisten Obererlenbach.“

Sascha Greber: „Aber dafür gibt es auch Gründe. Obererlenbach ist kein typischer Zweitligist, und bei uns hat Bastian Steger gefehlt. Mit ihm hätten wir dort garantiert gewonnen. Aber ohne Nummer eins ist es für jedes Bundesligateam schwierig. Außerdem hat Obererlenbach Bälle eingesetzt, die wir nicht kannten. Aber Cristian hat Recht, das Verpassen des Final Four in Ulm ist schon bitter.“

Dafür scheint sich Werder nach durchwachsenem Bundesliga-Start wieder gut berappelt zu haben.

Tamas: „Dabei wäre sogar noch viel mehr möglich gewesen. Leider ist Bastian Steger länger ausgefallen. Das hat uns natürlich Punkte gekostet. Aber immerhin überwintern wir auf Rang vier, haben den Dritten aus Ochsenhausen im Visier und liegen klar auf Playoff-Kurs.“

Greber: „Ich finde auch, dass wir zufrieden sein können. Obwohl Basti fünf Wochen gefehlt hat, Constantin Cioti zeitweilig wegen Rückenproblemen ausgefallen ist und Neuzugang Kirill Skachkov häufiger muskuläre Probleme hatte, liegen wir noch vor Düsseldorf auf einem Playoff-Platz.“

Nur mit muskulären Problemen ist die erschreckende 1:9-Bilanz von Skachkov aber sicherlich nicht zu erklären.

Tamas: „Nein, Kirill und wir sind damit ja auch nicht zufrieden. Aber am Anfang der Saison hatte er noch Probleme mit seinem Material, dann gingen einige Spiele knapp weg und so begann eine Abwärtsspirale. Am Schluss fehlte ihm oft etwas das Selbstvertrauen und ein Quäntchen Glück.“

Wie kann man als Trainer einen Spieler wieder aus einem Tief befreien?

Tamas: „Indem man viele Gespräche führt und hart mit ihm trainiert. Allerdings kommt das Selbstvertrauen nur durch Siege wieder zurück. Das kann leider nicht antrainiert werden. Kirill braucht einfach ein Erfolgserlebnis.“

Greber: „Außerdem hat Kirill in der Champions League bewiesen, dass er es kann. Da kommt er auf eine gute 4:4-Bilanz. Wir sind weiterhin von seinen Fähigkeiten überzeugt. Er hat eindeutig das Potenzial, eine positive Bilanz in der Liga zu spielen.“

Wie über Jahre hinweg sein Vorgänger Adrian Crisan. Kurioserweise trifft Werder kommendes Jahr im Viertelfinale des ETTU-Cups ausgerechnet auf den französischen Vertreter Stella Sport La Romagne, wo Crisan seit dieser Saison unter Vertrag steht.

Greber: „Ja, die Losfee hatte wohl Humor. Natürlich freuen wir uns sehr auf Adrian. Und die Aufgabe ist für uns auch machbar. Das ist zwar eine starke Truppe, aber wir können ins Halbfinale einziehen.“

Tamas: „Schließlich wollen wir ja im ETTU-Cup so weit wie möglich kommen. Immerhin haben wir in der Champions League vier von sechs Spielen gewonnen und sind nur aufgrund des schlechteren Spielverhältnisses ausgeschieden.“

Das Ziel für 2016 ist es demnach also, den ETTU-Cup an die Weser zu holen?

Tamas: „Nein, das wäre vermessen. Wir denken nur von Runde zu Runde.“

Greber: „Es gibt da außer uns ja auch noch genügend andere Anwärter. Aber für Werder wäre es natürlich schon ein Riesenerfolg, überhaupt in ein europäisches Halbfinale einzuziehen.“

Und dafür müssen die Spieler offenbar sogar Training an den Feiertagen auf sich nehmen.

Tamas: „Das stimmt. Es ist ja auch unser Beruf. Andere Gruppierungen wie Krankenschwestern oder Polizisten müssen ebenfalls an Feiertagen arbeiten. Das ist nun einmal Teil des Jobs als Profisportler.“

Greber: „Wir wollen schließlich wieder in die Playoffs. Und da bereits am 3. Januar das Heimspiel gegen Bergneustadt ansteht, haben wir schon am zweiten Weihnachtstag wieder mit dem Training begonnen und werden auch Neujahr ackern. Anders geht es nicht.“

Aber ein Glas Sekt ist an Silvester erlaubt?

Tamas (schmunzelt): „Zum Anstoßen ist ein Glas in Ordnung. Aber die Jungs sind ohnehin alles Profis. Da wird keiner über die Stränge schlagen.“

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