Schon Göttingen „wollte nicht mit uns spielen“ / Morgen kommt Rotenburg

Anrennen gegen die Abwehr: Rehdens Last des Favoriten

Kreis-Diepholz - REHDEN · Die Älteren dürften sich noch erinnern: „Rehden rasiert Rotenburg“ lautete die Überschrift in dieser Zeitung nach dem bisher letzten Aufeinandertreffen zwischen dem BSV Rehden und dem Rotenburger SV. Am 21. August 2002 warfen die Schwarz-Weißen den RSV sensationell mit 2:1 aus dem Niedersachsen-Pokal. Vor dem nächsten Vergleich morgen um 16 Uhr – diesmal in der Fußball-Oberliga – ist alles anders. Auch die Verteilung der Favoritenrolle.

Denn der damals schon etablierte Oberligist von der Wümme kehrt nun als Aufsteiger zum einstigen Niedersachsenligisten zurück, der inzwischen als Mitfavorit um den Aufstieg gilt. Auch BSV-Trainer Jürgen Stoffregen weiß spätestens seit den jüngsten Auftritten seines Teams bei Göttingen 05 und zuvor gegen Braunschweig II, dass sich die Underdogs gegen den BSV hinten reinstellen. „Göttingen wollte nicht mit uns Fußball spielen“, fasst er die sehr defensive Ausrichtung des Gegners vom Sonntag zusammen. Zwar wurde die Partie wegen Gewitters nach 55 Minuten abgebrochen – aber als Erkenntnis dieses Kurzeinsatzes nahm Stoffregen einige Erkenntnisse mit: „Uns fehlte die Aggressivität. Und vom läuferischen Verhalten können wir es besser.“

Dies sprach er danach im Training an – verbunden mit der Forderung, mehr Kapital aus der spielerischen Überlegenheit zu schlagen.

Dafür sollen vorn vor allem Erdal Ölge und Mehmet Koc sorgen. Der Einsatz von Cüneyt Özkan ist ebenfalls immer eine Alternative. Ansonsten musste der Trainer zunächst einige Abstriche in der Offensivabteilung machen: Neuzugang Maxim Dyck bekam wegen einer Knöchelblessur vorübergehend Sportverbot, Sergej Dikhtiar reiste aus privaten Gründen kurzfristig in seine ukrainische Heimat. Sie standen jedoch zuletzt im Kader der Zweiten – ebenso wie Francis Banecki, der sich beim 6:1 gegen den TuS Sulingen mit vier Toren schon mal für sein ersehntes Oberliga-Debüt warmballerte. Auch diesmal dürfte er nach überstandener Knieverletzung zunächst wieder auf der Bank Platz nehmen. „Für 90 Minuten Oberliga reicht es bei ihm noch nicht – aber wir wollen ihn schnell integrieren“, sagt Stoffregen.

Auch Lars Schiersand steht ein langer Weg zurück in die Stammelf bevor: Beim Abwehrmann hat sich die Diagnose Knorpelschaden bestätigt. Umso mehr hofft Jürgen Stoffregen, dass die Innenverteidiger Manuel Meyer und Michael Wessel weiter so stark auftreten wie zuletzt: „Auch in Göttingen haben sie ihre Sache gut gemacht – und die Rotenburger haben einige gute Jungs in ihren Reihen“, warnt der Fußballlehrer. So adelt er Morad Bounoua (linkes Mittelfeld) als „echte Spielerpersönlichkeit“ und stuft Thomas Friauf als „gefährlich“ ein. Der wird läuft morgen als einzige RSV-Spitze auf, denn Sturmpartner Güven Ayik ist auf Heimaturlaub in der Türkei. Dafür könnte „Sechser“ und Kapitän Tim Ebersbach noch für einige Impulse nach vorn sorgen. · ck

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